Annemarie Eilfeld: „Ich habe auf jeden Fall Schlagerfreunde, denen ich auch vertraue“
Shownotes
Heute geht’s im Antenne Schlager Star-Talk mit Anika Reichel mal wieder ordentlich ans Eingemachte – zu Gast ist Annemarie Eilfeld! Die energiegeladene Songwriterin, Powerfrau und DSDS-Legende hat nicht nur viele Bühnenmomente, sondern auch echte Schlagerfreundschaften im Gepäck. 🤩 Aber wie echt sind eigentlich Freundschaften im Schlagerbusiness? Annemarie weiß es aus eigener Erfahrung und spricht offen darüber, warum echte Bande Gold wert sind… aber auch, wie viel Fake hinter manchem Lächeln steckt.
Zwischen persönlichen Rückschlägen, Social-Media-Druck und Liebe zur Authentizität wird nichts ausgelassen – Annemarie erzählt, warum sie heute ganz bewusst zu Falten und Kanten steht, wie sie Shitstorms verarbeitet und was ihr bei Social Media so richtig gegen den Strich geht. 💪
Aber damit nicht genug: Es wird persönlich! Anika und Annemarie schwelgen in Erinnerungen, enthüllen, wie Vorurteile im Showgeschäft entstehen und warum das „wahre Ich“ selten mit der TV-Persona übereinstimmt. Es wird herzlich, lustig und manchmal sogar sehr emotional – inklusive kleiner Tränengarantie, wenn Anika „Hallo“ hört. 💧
Du willst wissen, welche Storys hinter den Songs ihres neuen Albums „Neugeboren“ stecken? Ob Realityshows überhaupt noch echte Liebe zulassen? Annemarie packt aus und verrät, warum Intaktheit in der Beziehung manchmal sogar die TV-Karriere kosten kann. Und als Highlight: Die Einladung zum großen Neugeboren-Livekonzert am Valentinstag 2026! 🎤✨
Hast du Feedback, Liebespost oder neue Fragen? Schreib uns gerne an startalk@antenne-schlager.de oder auf Instagram bei @antenneschlager – und lass uns gerne eine Bewertung auf deiner Podcast-Plattform da! Wir freuen uns auf deine Meinung! 🎧💌
Transkript anzeigen
00:00:00: Neue Woche und Zeit für eine neue
00:00:02: Podcast-Folge.
00:00:03: und ich weiß, ich habe das ja hier öfter schon mal gesagt, die große Challenge ist, wenn Freunde zu Besuch sind und die heutige Künstlerin, die ist wirklich seit vielen Jahren eine Freundin von mir, seit vierzehn, um genau zu sein.
00:00:15: Sie hat in diesem Jahr sogar meine große Geburtstagsparty für mich organisiert und ihr Sohnemann hat genau einen Tag nach mir Geburtstag.
00:00:22: Also damit sind wir auch schon ewig verbunden, denn ich weiß noch genau, wie sie mir vor ein paar Jahren zum Geburtstag gratulierte und dann gesagt, Ich bin übrigens im Krankenhaus, kann sein, dass ihr am selben Tag Geburtstag habt, die Rede ist von der wunderbaren Anne-Marie Eifeld.
00:00:36: Und sie hat ein neues Album veröffentlicht und das nach einigen Jahren Zeit, die sie sich genommen hat.
00:00:43: Aber alle Songs sind selbstgeschrieben, denn sie ist ja auch ähnlich wie Tanja Lasche, erfolgreiches Songweiterin.
00:00:49: Und über die Bedeutung der neuen Songs und wie viel da wirklich biografisch ist, hat sie mit mir gesprochen.
00:00:54: Außerdem reden wir über Schlagerfreundschaften, ob es die Wirklichkeit gibt in diesem Business.
00:01:00: Wir reden offen über die Bearbeitung von Bildern im Internet und die ganzen Filter, die darüber kommen, auch über Figurprobleme und Schönheitsideale, die ja damit zwangsläufig an den Tag kommen.
00:01:13: Es geht um Social Media-Hass, um Sommerhaus der Stars und den immer noch anhaltenden Hass, den sie und ihre Familie da bekommen.
00:01:20: Und natürlich auch ums Privatleben von Anne-Marie Eifelt, um ihren Verlobten und vor allem um ihren kleinen Sohnemann und die Pläne, die sie als Familie noch haben.
00:01:30: Also hört selbst, los geht's jetzt mit dem Gespräch.
00:01:33: Anna-Marie Eifelt und ich, zwei Freundinnen, treffen aufeinander.
00:01:39: Und auch heute habe ich wieder Besuch.
00:01:40: Ich freue mich sehr, ein neues Studio hier.
00:01:42: Es ist immer was Neues dieser Podcast.
00:01:44: Die wandert einfach um die Welt.
00:01:45: und heute bei mir Annemarie Eifert.
00:01:47: Hallo.
00:01:48: Hallo Annika.
00:01:49: Wie schon bei Mitch Keller und Anni Perker und Tanja Lasch, kann ich sagen, eine Freundin ist zu Gast.
00:01:54: Die Leute hat ja nur Freunde.
00:01:54: Aber man muss sagen, wir sind so eine kleine Gang auch zusammen.
00:01:58: Wir haben auch WhatsApp-Gruppen, wir machen auch Gruppenausflüge.
00:02:01: Also man hat ja über all die Jahre dann auch im Schlager, so eine kleine Herde, oder?
00:02:06: Ist aber auch für mich genau richtig so, weil man freut sich dann auch ganz anders auf die Termine.
00:02:11: Wenn man sieht, euch treten mit dem und dem auf, den ich gerade irgendwie besonders gut leiden kann, dann freut man sich dann richtig drauf.
00:02:19: Wenn man den Henning mal wieder sieht.
00:02:20: Ja, oder Henning grüße.
00:02:22: Tanja, also das ist immer cool, wenn man dann gemeinsame Konzerte hat.
00:02:26: Aber was sagst du Leuten?
00:02:27: Weil bei mir ist es auch so oft, dass Leute sagen, ach naja, Schlagerbranche, aber Freundschaften gibt es in dieser Branche nicht.
00:02:33: Ich finde, ich geh jetzt auch nicht zu denen, die sagt, ich bin jetzt mit zwanzig Leuten befreundet, das auf jeden Fall nicht.
00:02:37: Freundschaft ist eh noch mal ein anderes Wort.
00:02:39: Aber es gibt sie schon, die Schlagerfreundschaft.
00:02:41: Ich meine, wir sind ja da irgendwie der Beweis.
00:02:43: Tanja Lasch und du, ihr seid schon Freundinnen und wir sind ja zu dritt auch öfter als Tio, als Verrücktes.
00:02:49: Ja, also für mich gibt's das auf jeden Fall.
00:02:52: Also ich kann das aus meiner Perspektive sagen, dass ich auf jeden Fall Schlagerfreunde hab, den ich auch vertraue, ob das jetzt nun Künstler sind oder auch die hinter den Kulissen arbeiten.
00:03:05: Produzenten?
00:03:05: Produzenten und so.
00:03:07: Das sind schon Leute, denen ich mich auch privat öffne, oder wie bei dir jetzt.
00:03:12: Aber dann gibt's natürlich auch so Schlagerfreundschaften, die ich manchmal so von außen sehe, wo ich halt weiß, dass es Fake is Fuck is.
00:03:21: Es gibt schon diese Fake-Freundschaften, wo man sich gegenseitig versucht, dann reichweitemäßig zu helfen.
00:03:28: Man ist gerade im selben Management und muss irgendwie miteinander kooperieren.
00:03:33: Was nicht immer so ist, auch manchmal sind Menschen in einem Management auch befreundet.
00:03:37: Aber
00:03:38: ich finde es aus meiner Perspektive schon, dass das möglich ist.
00:03:42: Also dafür ist es einfach zu schön, in dem Beruf zu arbeiten und man kommt sich ja auch durch die gemeinsamen Liebe zu einer Sache näher.
00:03:49: Und
00:03:49: es sind ja dann auch die Jahre.
00:03:51: Ich finde, oft machen es dann auch die Jahre über die Zeit, dass da manche Sachen so entstehen.
00:03:55: Und ich meine, bei so'n gefakten Freundschaften sieht man recht schnell, wenn es ein Jahr intensiv ist und nach zwei Jahren taucht man nicht mehr gemeinsam in eine Story auf, dann weiß man, okay, entweder ist noch was vorgefallen oder das war vielleicht nicht ganz so echt.
00:04:05: Und ich meine, wir haben ja mittlerweile jetzt, gerade wenn ich an Tanja und an dich und mich denke, als Trio, es gibt ja wirklich Fotos von uns.
00:04:11: Ich möchte jetzt nicht sagen, wie die aussehen, die werden auch nicht eingeblendet.
00:04:15: Aber ich habe letztens Anne-Marie Eifelt hortet, das sehr... Ich habe gerne ein Foto bekommen.
00:04:18: Ich musste das dreimal ranzkrollen.
00:04:20: Ich habe gedacht, wer sind diese drei Frauen?
00:04:22: Ich habe gedacht, bin ich grad achtzehn, war ich da auch nicht.
00:04:24: Ich sah offenbar sehr lange sehr jung aus.
00:04:26: Ich hatte auch
00:04:27: gefühlt
00:04:27: ganz kleine Mini-Augen.
00:04:29: Wir lachen auch teilweise anders.
00:04:30: Wir
00:04:30: lachen anders, du hast kurze Haare gehabt auf dem
00:04:32: Bild.
00:04:33: Und auch
00:04:33: Tanja hatte ganz, ganz kurze Haare.
00:04:35: Und ich dachte,
00:04:36: wer sind die drei?
00:04:36: Ich habe früher aus Gründen, die
00:04:39: keiner kennt,
00:04:40: habe ich immer so gelacht.
00:04:41: Ja, stimmt, auf manchen.
00:04:43: Wo ich mir
00:04:43: denke, warum?
00:04:45: Viel zu viel.
00:04:46: Lach doch mal nicht so.
00:04:48: Und da sieht das Gesicht schon ganz anders aus, ne?
00:04:51: Jetzt, wenn man einfach so gediegen lacht und einfach so lächelt.
00:04:56: Und man sieht einfach normal aus.
00:04:58: Und ich weiß auch nicht.
00:05:00: Na ja, oh Gott, ja.
00:05:01: Aber auch so haben sich die Proportionen irgendwie ... Na ja, man hat so ein bisschen ... Ich meine, wir sind ja alterstechnisch ein bisschen auseinander.
00:05:07: Aber auf dem Bild, finde ich, haben wir alle wirklich so krass jung aus.
00:05:11: Oder gerade auch du, du sahst wirklich aus wie gestern hatte sie Abi
00:05:13: bei.
00:05:14: Ja.
00:05:14: Wir hatten noch voll
00:05:16: andere Konturen
00:05:17: und so Blass.
00:05:18: So Blass auch.
00:05:19: Ja, so irgendwie.
00:05:21: Das war
00:05:21: damals auch die Fotogqualität.
00:05:23: Ich meine, was hatten wir?
00:05:24: Damit haben wir diese Fotos aufgenommen.
00:05:26: Höchstwahrscheinlich mit
00:05:27: irgendwelchen
00:05:28: schlechten Handykammern.
00:05:29: Das gab keine Filter.
00:05:30: Nein, das soll ich nicht sagen.
00:05:31: Aber ich nutze ja immer noch nicht so viele Freunde, weil mir das so anstrengend ist.
00:05:35: Und wir kennen ja auch Leute, die Bilder optimieren.
00:05:37: Da sind da Mikrofonstangen schief oder das Fenster hinten hat Knicke drin oder das vielen Zähne, wo ich so denke, wir haben uns schon beabredet.
00:05:44: Ja, die
00:05:46: auch schon immer.
00:05:46: Meine Freundin hat letztens, die ich immer schimpfe dafür mit ihrem hässlichen Filter, hat letztes Mal auch eine Freundin offenbar retuschiert.
00:05:52: Und da findet ihr der Bauchnabel bei einem Bikini-Foto.
00:05:55: Und da habe ich gedacht, okay, jeder, der das sieht, sieht doch, dass die Kontur so ist und dass da kein Bauchnabel ist.
00:06:01: Warum?
00:06:02: Ich finde das ehrlicherweise komplett falsch.
00:06:04: Also ich benutze sowas gar nicht.
00:06:06: Nein, nur mit den Farben.
00:06:08: Ich mach nur mal,
00:06:09: wenn man etwas total überbelichtet ist, dann ziehe ich mal, das ist die Belichtung.
00:06:14: Genau,
00:06:14: ich auch so, oder wärmer.
00:06:16: Genau, oder das ist ein bisschen
00:06:17: wärmer gestaltet.
00:06:18: Sowas macht man, das ist ja dann eigentlich nur eine Optimierung.
00:06:23: hat ja nichts mit... ich verändere eigentlich komplett, was da drauf ist.
00:06:26: Ja, gerade
00:06:27: im Winter.
00:06:27: Da sieht man ja so blass aus.
00:06:28: Wenn man da ein bisschen wärmer aufs Foto schiebt, sieht man so ein bisschen grad von der Sonne gekriegt.
00:06:32: Genau.
00:06:32: Das sieht gesünder
00:06:32: aus, genau.
00:06:34: Aber ich sehe das ja auch immer.
00:06:37: Es wird sich dünner gemacht, es wird sich jünger gemacht, es werden die Zähne gebliebt, es wird das Blecheln breiter gemacht, die Augen größer, die Nase kleiner.
00:06:46: Die Lückengröße habe
00:06:47: ich auch schon gesehen.
00:06:48: Ich finde das ganz, ganz schlecht.
00:06:50: Ich finde es ganz schlecht, was das auslöst.
00:06:53: Weil das Ding ist, was ja passiert, ist ja tatsächlich langfristig.
00:06:58: Ja, das ist ja, wie wenn du ein Loch in der Wand hast und die ganze Zeit einfach nur...
00:07:02: Was draufklebst.
00:07:03: Was drauf, was drüber klebst, so leicht irgendwie, ne?
00:07:07: Irgendwann bräuchelt es immer weiter.
00:07:09: Und so ist es, die gucken sich dann an und sagen, das ist ein geiles Bild von mir.
00:07:13: Aber eigentlich sehen die so gar nicht aus.
00:07:14: Und dann gucken sie morgens im Spiegel und sehen da eine Nebelgrähe.
00:07:19: Oder eben auch nicht.
00:07:20: Es sind ja auch Leute, wo ich sage, die sehen super aus.
00:07:23: Warum machen die das?
00:07:23: Es
00:07:24: sind eigentlich schöne Menschen.
00:07:26: Aber ihr übertreibt einfach und damit macht ihr euch am Ende nur selber kaputt.
00:07:31: Und euer Selbstbewusstsein, das muss gar nicht sein.
00:07:34: Also es ist und ich finde es so schade, ich finde in der heutigen Zeit ist fast das schönste Kompliment, was du bekommst, wenn dich jemand sieht und sagt, boah, du siehst in echt oder so in Realität noch viel schöner aus als auf deinen Fotos, wo ich immer so denke... Also, klar, denkt man dann so kurz, wieso sich auf dem Fotos doof aus, wie man auch so ist.
00:07:51: Aber war es für ein schönes Kompliment, also viel schöner, als wenn Leute dich dann in echt sehen und vielleicht dann wahrscheinlich gar nichts sagen, weil sie so denken, das ist die Frau.
00:07:59: Hast du für ein schönes Kompliment in einer Filtergesellschaft?
00:08:02: Voll,
00:08:02: finde ich auch.
00:08:03: Ich hör das auch oft, wenn ich irgendwo bin.
00:08:06: Also entweder hör ich immer, ich dachte immer, du bist größer.
00:08:10: Was?
00:08:11: Der erste Satz, viele denken, ich wär riesig.
00:08:14: Weil du mal so hohe Schuhe an hast.
00:08:16: Ja, keine Ahnung.
00:08:17: Seit hundert Jahren, wenn man im Wikipedia-Eintrag steht, ich wäre einst achtundsechzig und es stimmt halt einfach nicht.
00:08:22: Wieso?
00:08:22: Bist du einst fünfzig oder was?
00:08:23: Nee, ich bin einst vierundsechzig oder so.
00:08:26: Also locker fünf, fünfzig Zentimeter eigentlich kleiner.
00:08:30: Und auf jeden Fall... ist dann aber so.
00:08:33: das nächste, was meistens kommt, ist so, in echt, siehst du nur, bist du viel hübscher als im Fernsehen oder auf Fotos oder so.
00:08:40: Und das finde ich dann auch einfach viel schöner, weil das tut wirklich was für das Selbstbewusstsein, wo man einfach sagt, man überzeugt die Leute einfach live und nicht hoch, wer ist denn das jetzt?
00:08:49: Sie sieht ja ganz anders aus als so viele und Bildern.
00:08:52: Das finde ich halt auch immer so schade.
00:08:53: Und wie gesagt, irgendwann tut es dann richtig weh, wenn man sich gar nicht mehr ähnlich sieht und wenn man sich eigentlich nur noch nach dem ich auf den Bildern sehe.
00:09:02: und sein Eigentliches ich gar nicht mehr so hinnimmt.
00:09:04: Das ist natürlich dann auch total schlimm.
00:09:06: Ja, und man wird auch älter und wenn man... Wir alle haben irgendwo dann an irgendwelchen Stellen mal kleine Falten und nur wissen wir alle, man kann das ja auch optimieren und das kann ja auch jeder machen, wie er möchte, weil man mit Botox oder über Leronen, was auch immer für Späßchen macht, aber wenn man halt Bilder anfängt, so krass zu bearbeiten und dann irgendwie, ich kenn's auch von Kollegen aus dem Radio, wo du weißt, die sind mittlerweile schon sechzig und du siehst dann Plakate in der Stadt und denkst so... Wer ist denn diese Person?
00:09:32: Weil sie einfach noch glatt ist, als wäre sie noch dreißig, würde ich so denken.
00:09:34: Aber dich erkennt ja keiner auf der Straße, weil du bist nun mal sechzig, und es ist ja auch okay, dass da eine Falte ist, also normal
00:09:41: ... Ist auch völlig in Ordnung.
00:09:42: Es setzt doch gar keiner draußen voraus, ne?
00:09:45: Dass du ...
00:09:45: Mit sechzig aus ist wie zwanzig.
00:09:47: Nee, das will doch keiner und es setzt doch auch ... Das erwartet doch auch eigentlich gar keiner von dir.
00:09:51: Das ist die selbstkritische, was viele haben.
00:09:54: Ich muss mich jetzt hier selber so unter Druck setzen.
00:09:57: Völliger Quatsch.
00:09:58: Wie gesagt, ich hab das früher auch mal gemacht.
00:10:00: auch so was das Thema Figur angeht und so, wo ich dann aber wirklich so sage, weißt du, was ganz ehrlich am Ende des Tages ist, wichtig, dass ich gesund bin, dass ich einen gesunden Körper habe.
00:10:09: Ich werde niemals Kate Moss-Masse haben.
00:10:13: Aber du auch gar nicht die Genetik
00:10:14: dafür hast.
00:10:15: Genau, aber das ist auch gehört auch gar nicht zu mir.
00:10:18: Und von daher ist das auch völlig in Ordnung.
00:10:21: Und dann kommen dann irgendwelche Leute, die dann irgendwie blöde Kommentare schreiben müssen und dann auch noch so hochgradig unsensibel sind nach allem, was mir in den letzten Jahren passiert ist und dann dann auch noch so was raushauen, wie erwartest du gerade wieder ein Kind oder so was, wo ich mir denke so,
00:10:34: muss nicht sein.
00:10:36: Ja, aber ich finde, wir leben auch in so ein bisschen, leben wir auch in der Druckgesellschaft.
00:10:40: Es ist schwierig, ein Auslandsam mit zu vergleichen.
00:10:43: Da müsste man da gucken, wie das medial ist.
00:10:45: Ich hatte es schon oft in meinen Themen, und ich hatte Marianne Rosenberg auch mal vor zwei Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass es bei uns in Deutschland schon sehr alles altersaffin ist.
00:10:53: Es geht ja in den Zeitungen schon los, dass immer ein Klammern des Alters stehen muss.
00:10:57: Dann oft so die dreißigjährige hat jetzt.
00:11:01: Und dann hast du als Frau auch das Gefühl, wenn du dreißig bist, Und du bist Single, dann ist schon, oh Gott, also wenn du jetzt nicht bald, also dann ist alles vorbei.
00:11:09: Und wenn du aber mit, mit dem thirty-fünfem Partner schon hast seit ein paar Jahren und da ist immer noch kein Nachwuchs oder nicht der nächste Schritt, kommt davon außen wieder, oh, kriselt das, warum machen die nicht den nächsten Schritt?
00:11:19: Also ich finde, wir sind immer in so einer sehr... Leistungsoptimierten und vor allen Dingen bei uns Frauen auch das Alter.
00:11:25: Also während es bei Männern fast egal ist, weil die werden ja eh mit Fünfzig, Fünfzig immer schöner und dann haben sie eine zwanzigjährige.
00:11:30: Huhuhu ist ja cool.
00:11:31: Es ist bei Frauen so, oh Gott, du wirst Fünfzig.
00:11:34: Na jetzt ist aber alles vorbei.
00:11:35: Eigentlich kannst du dir morgen schon den Sack bestellen.
00:11:41: Das ist doch wirklich so.
00:11:43: dieses...
00:11:44: Ich weiß gar nicht, warum es grad bei uns Frauen ... Wir haben ein Druck, das wegen Verstehe ich, auch jede dreißig, fünftigjährige Frau, die eben anfängt mit Filter, mit Botox,
00:11:53: mit ... Ja klar, ich find es auch übelst ekelhaft.
00:11:55: Ich seh das ja auch immer so in den Kommentaren manchmal.
00:11:58: Wenn irgendwo Artikel sind, ob das jetzt bei TikTok oder so weiter ist oder Instagram, wo man mal irgendwie raufrutscht, ob das eine Sache Engels ist oder ob ich das bin oder irgendwelche andere, da kommt dann ... Boah, die wird aber auch nicht jünger, ne?
00:12:11: Oh, wunder!
00:12:13: Echt?
00:12:14: Echt?
00:12:18: Natürlich!
00:12:19: Ey, wir verändern uns alle und jeder hat eine andere Genetik, jeder hat andere Voraussetzungen, jeder hat einen anderen Lifestyle.
00:12:28: Und selbst wenn du mit Anfang dreißig schon ein bisschen schrumpflicher aussiehst als in Anführungszeichen der Rest.
00:12:35: Wer weiß, was du für ein Leben hattest?
00:12:36: Dann
00:12:36: ey, dann ist das vielleicht so, dann ist vielleicht... Guck mal, ich hab PCOS, ich hab eine Hormonkrankheit.
00:12:44: Also das heißt, für mich ist das durch Insulin... Linresistenz, Prediabetes, ist für mich total schwer, meine Figur zu halten.
00:12:53: Das wäre, wie wenn du mich jetzt natürlich angreifst, der ganz schön zugelegt oder guck mal, die war aber auch mal dünner.
00:12:59: Ja, natürlich, guck mal, du weißt doch gar nicht, was dahinter ist.
00:13:02: Und der Stoffwechsel
00:13:03: geht ja auch runter.
00:13:04: Oder wie, was ich ja jetzt auch bekannt gegeben habe, ich meine, du wusstest ja jetzt schon, ich war zwischendurch auch schwanger.
00:13:11: Ich war zwischendurch leider unglücklich schwanger.
00:13:14: Und also ... Da ist es völlig legitim, dass mein Körper anders aussieht.
00:13:19: Und das muss man nicht thematisieren.
00:13:20: Da muss man mich nicht darauf hinweisen.
00:13:22: Das kann man sich denken.
00:13:23: Man kann gerne, ihr könnt alles denken, was ihr wollt.
00:13:26: Und wenn ihr denkt, die Eifel, die sieht aber einen schönen Pressbooster gerade in dem Outfit, dann ist das völlig in Ordnung.
00:13:33: Aber behaltet es einfach für euch, weil es will keiner sehen, es will keiner lesen.
00:13:39: Ich will das nicht lesen.
00:13:40: Mein Umfeld will es nicht lesen.
00:13:42: Selbst wenn du das liest, also ich merke das ja selber.
00:13:45: Wenn ich so Stories mitbekomme aus dem Umfeld von Freunden, die mir nah sind und die in der Öffentlichkeit stehen und ich merke, die werden in Kommentaren fertig gemacht, dann tut mir das mit weh.
00:13:57: Geht mir das auch nah, wo ich dann sage, ich find das richtig blöd, wie die Leute gerade mit ihr umgehen.
00:14:02: Ich find das richtig blöd, wie die da gerade drauf reagieren.
00:14:05: Und versuch dann da so ein bisschen zu stützen, weil mir das mit wehtut.
00:14:08: Und deswegen also, lass es einfach, es ist einfach... Komplett unnötig.
00:14:15: Komplett.
00:14:16: Das
00:14:16: bringt niemanden weiter.
00:14:18: Gar
00:14:18: nichts.
00:14:19: Ich hatte das auch öfter schon in dem Podcast, weil Social Media ist ja nun mal ein prägendes Thema.
00:14:23: Wir müssen ja alle Social Media machen.
00:14:25: Ihr als Künstler sowieso noch mit Tiktok und diesem ganzen Rattenschwanz.
00:14:29: Ich ja selbst auch, weil auch beim Radio macht man ja Social Media.
00:14:31: Früher hat man ja gar keine Kamera gehabt, da war es einfach Radio-Radio.
00:14:34: Da konnte man
00:14:34: im Jogger unnötig durchstehen.
00:14:36: Ich muss mich jetzt das Radio schminken.
00:14:38: Herzlich willkommen, ich auch.
00:14:39: Ich muss endlich Videos machen.
00:14:40: Man ist ja auch dankbar, man macht es auch mit.
00:14:42: Es hat ja auch was Schönes, aber die große negative Seite ist halt diese Shaming.
00:14:48: und ich sage immer, eine Seele ist auch nur bestimmt belastbar und man weiß immer nie bei einem Menschen.
00:14:53: und deswegen finde ich, dass egal ob das ein GZS Schauspieler ist, die ja wirklich teilweise so einen krassen Shitstorm da alle miteinander kriegen, ob du das bist, die ihre Erfahrung gemacht hat, ob es andere Künstler aus dem Bereich sind, die Kerstin Ott.
00:15:05: wo dann immer auch irgendwelche bösen Sachen drunter stehen.
00:15:08: Ach, schade, der oder die ist ja immer noch da.
00:15:10: Warum hat die sich nicht die Nase gebrochen, als sie beim Konzert von der Stange gefallen ist?
00:15:15: Wollte
00:15:15: ich grad sagen.
00:15:17: Ich merke das bei mir.
00:15:18: Ich kann davon mir sprechen, weil das ja auch oft an mich herangetragen wird.
00:15:22: Beziehungsweise ich sehe es manchmal, wenn irgendwelche Leute ihren kompletten Hate ablassen.
00:15:30: Weil Fans, die es gut meinen, mich dann in Schutz nehmen.
00:15:34: Und ich dann markiert bin quasi da drauf.
00:15:36: Dann
00:15:37: rutsch
00:15:38: ich da leider manchmal in diesen Kaninchenbau rein, wo ich gar nicht rein möchte, in diesen schmutzigen Stall an Hasskommentaren.
00:15:46: Wo ich dann z.B.
00:15:47: Sachen gelesen hab wie, wann ist ihr Todestag?
00:15:50: Oder ...
00:15:51: Die lebt wohl immer noch.
00:15:52: Die darf wohl immer noch leben.
00:15:55: Nachdem sie sich so verhalten hat im Sommerhaus, wo ich dachte, ach so, ich wusste nicht, dass, wenn man in einer Fernsehsendung mit einer Person streit hatte, was wir übrigens, ich glaube noch nicht mal ein Jahr später hatten, wir das alle schon aus der Welt geschafft.
00:16:11: Also wir haben uns gesehen, wir haben normal miteinander geredet.
00:16:15: Für uns war das ab.
00:16:17: Abgearbeitet.
00:16:17: Das war
00:16:17: das abgearbeitet.
00:16:18: Für uns war da ein Haken dran.
00:16:20: Wäre jemals jemand auf mich zugekommen aus dem Cast und hätte gesagt, Annemarie, du wollte ich dir mal sagen, das belastet mich immer noch.
00:16:26: Ich wollte immer das und das nochmal mit dir besprechen.
00:16:29: gar kein Problem.
00:16:30: Da stehe ich dann auch dahinter und sage, du pass auf.
00:16:33: Das tut mir leid und ich habe mich da falsch verhalten und es war dir gegenüber nicht richtig.
00:16:38: Es war dir gegenüber nicht fair, gar kein Problem.
00:16:41: Aber sowas gab es eben nicht.
00:16:43: Wir haben alle recht gut damit abgeschlossen, außer teilweise der... Der Zuschauer, wo ich mir denke, so was tangiert euch das denn?
00:16:54: Ich muss mir Sachen anhören.
00:16:55: Teilweise ... Immer noch.
00:16:56: Wie viele Jahre ist das her?
00:16:57: Sechs Jahre jetzt.
00:16:59: Und DSDS ja siebzehn fast.
00:17:02: Und da kommen Leute ... Ja, bei DSDS fand ich die schon so schlimm.
00:17:07: Und Sommerhaus hat dann doch mal hier ein Warencharakter gezeigt, wo ich gesagt habe, okay, warte mal.
00:17:13: DSDS war ich ein Teenager, das heißt, du fandest damals ein Teenager schlimm.
00:17:17: Du fannst ihn ziemlich schlimm.
00:17:19: Also... Ganz ehrlich, ich find fast alle Teenager schlimm.
00:17:23: Aber, weißt du so, wie sich der eine oder andere benimmt, wenn ich das mitbekomme, wenn irgendjemand respektlos oder sonst was ist.
00:17:31: Aber ich würde nie auf die Idee kommen, jemanden schlimm zu nennen oder zu sagen, jemand, der als Teenager irgendwo im Fernsehen war,
00:17:38: ist
00:17:39: schlecht oder ist schlimm.
00:17:41: Das ist doch gar kein ... Das steht doch gar nicht im Verhältnis zur Realität, beziehungsweise ja auch Sommerhaus, wo ich sage, wer sagt denn, Das nur, weil wir da, uns von einer, was ist das Gegenteil von Schokoladenseite, keine Ahnung, Fischseite.
00:17:57: Sei ja nicht so gut ein Seite halt oder wie man es auch sagen möchte.
00:18:00: Wenn wir
00:18:00: auch mal schlechte Seite gezeigt haben, ist das doch nicht, ist das doch nicht maßgeblich für unser, für unser echtes Leben.
00:18:06: Und auch diese ganzen Mobbingfürwürfe, die da im Raum stehen, so schlimm wie das.
00:18:11: klingt, aber das Ding ist, wie gesagt, wir haben das unter uns alles aufgeklärt, wir haben das aufgearbeitet, wir haben das besprochen, wir haben es abgeschlossen.
00:18:20: Wir haben da Deckel drauf gemacht, ist gut jetzt.
00:18:23: Das Ding ist aber, was glaube ich auch die Zuschauer und wie gesagt soll mich jetzt keiner falsch verstehen, ich will mich da jetzt nicht rausreden oder so, aber Fakt ist einfach, ich kann aus meinem Leben nicht raus.
00:18:33: Ich kriege das jeden Tag in meinem Leben ab.
00:18:35: Es gehört zu meinem Leben dazu, ich kann da nicht raus.
00:18:37: Ich kann nicht sagen, ich gehe, mir wird es zu viel.
00:18:39: Es ist mein Leben, ich kriege es ab.
00:18:42: Jeden Tag, wie gesagt, es geht von Drohungen über Todeswünsche, über einfach Beleidigung.
00:18:48: Gerade bei Facebook.
00:18:48: Auch
00:18:49: schlimmer.
00:18:49: Ach, TikTok ist schlimmer.
00:18:51: Auch teilweise bösartige, also auch Unterstellungen.
00:18:54: Einfach Falschaussagen wie zum Beispiel.
00:18:58: Die tingelt von Imbiss zu Imbiss und von Möbel aus zu Möbel aus.
00:19:01: Also es gibt keinen einzigen... Auftritt in meiner Vita aus den letzten fünf, sechs, sieben Jahren, wo ich anmerkt, solche Auftritte gemacht hätte.
00:19:10: Also
00:19:11: vielleicht verwechseln die das mit einer Grammsturntour, die in Center sind, aber es ist ja auch kein Poolhaus.
00:19:15: Genau, und heute sind wir jetzt aktuell auf Center Promotion Tournee, wo wir eben durch die Einkaufscenter gehen.
00:19:23: Zum Albumstart war das ja.
00:19:24: Die neue
00:19:24: CD vorstellen, genau.
00:19:26: Das haben wir wirklich auch erfolgreich gemacht, wann immer.
00:19:29: Viele liebe Leute da.
00:19:30: Man darf nicht vergessen, dass es alles Menschen sind.
00:19:33: Ich werde ja richtig menschlich teilweise auch in den Kommentaren.
00:19:36: Also, wo dann eben steht, das Vieh gibt es immer noch.
00:19:40: Wer hat das denn
00:19:42: gebucht?
00:19:43: Was will das Ding da?
00:19:45: Also ich werde richtig entmenschlicht, also ich werde auf einer niedrigen Stufe gestellt.
00:19:51: Auf jeden Fall mit diesem Shitstorm, also ich kann es ja jetzt noch von meiner Warte auch sagen, das ist vielleicht auch mal eine ganz tolle Geschichte für Leute, die sagen ja aber und man kann ja und dafür ist ja Internet da.
00:20:02: Du weißt ja selber, unsere Kennlängengeschichte ist ja sehr lustig, deswegen werde ich sie heute noch mal erzählen, weil auch bei Deutschland sucht den Superstar, ich habe es damals auch geguckt und ich war... auch kein Fan von Anne-Marie und hab das ja damals auch gesehen und gedacht, also wer ist denn sie und wie wird die denn dargestellt?
00:20:16: und wir alle kennen die Geschichte.
00:20:17: Und damals war ich ja noch sehr jung, Anfang zwanzig, da hat man noch nicht so viel Lebenserfahrung und ist einfach, ich war noch nicht in meiner Mitte und hab dann so gedacht, als du zum Interview kamst, wir waren zwei Moderatoren und dann hab ich zu meinem Moderationskollegen gesagt, ne, also... Die interview ich nicht.
00:20:33: Und der war aber zwanzig Jahre älter und sagt zu mir, naja, aber Annika, warum denn nicht?
00:20:37: Das ist ja schon unprofessionell.
00:20:39: Und da hab ich, weiß ich noch, wie heute gesagt, naja, ich kann die nichts fragen.
00:20:42: Ich fand die so blöd bei DSDS.
00:20:43: Ich kann ja, ich kann ja einem Menschen keine Fragen stellen, den ich schon vorher blöd finde.
00:20:47: Ja.
00:20:47: Und dann sagt er, naja, finde ich jetzt nicht richtig cool, aber okay, mach ich allein.
00:20:51: Und wie das Universum manchmal so spielt, ein paar Wochen später, fand unser Chef Dich halt dann toll und sie hat eine Sendung bekommen bei dem Sender.
00:20:58: Und der rief mich an und sagte so, Annika und du bist verantwortlich für die Sendung.
00:21:01: von Anne-Marie für den Inhalt und nimmst das jede Woche mit ihr auf.
00:21:05: Und ich so ... Oder
00:21:06: ganz bestimmte schöne Telefonate
00:21:08: zwischen dir und deiner Familie.
00:21:10: Ja, er war sehr dominant, ich hab's ja so gesagt.
00:21:12: Mutti, was soll ich denn machen?
00:21:14: Was soll ich jetzt produzieren?
00:21:16: Ich hab das so gedacht, ich so, ähm, du musst das sein.
00:21:18: Und dann ja, und du bist ja auch mein Chef vom Dienst und du machst das jetzt so.
00:21:22: Und er liest auch keine Widerworte zu.
00:21:23: Ich so, okay.
00:21:25: habe ich gemacht.
00:21:26: Und ich weiß nicht, ich glaube schon bei der ersten oder zweiten Produktion ging es dann zwischen den Aufnahmen privat zu.
00:21:33: Und ich habe dann so schnell gemerkt, oh Gott, da sitzt wirklich ein damals noch eigentlich Mädchen,
00:21:38: die
00:21:38: so viel... Ich sag das Wort jetzt einfach im Podcast, die so viel Scheiße erlebt hat, die eigentlich so gebrochen ist.
00:21:45: Und du hast da so ein paar Sätze gesagt, ich krieg heute noch Gänsehaut, die mich so tief berührt haben und ich gedacht habe, da sitzt ein komplett anderer Mensch als das Bild, was ich aus dem Fernsehen hatte.
00:21:55: Und dieses einsteigende Erlebnis, und ich meine, heute sind wir seit vierzehn Jahren befreundet, deswegen kann man da draußen jetzt auch nicht sagen, na ja, öh, aber, muss wirklich sagen, du bist einer meiner engsten Freunden, nur aus meiner große Geburtstagspartie in diesem Jahr geplant.
00:22:06: Ich hab so eine andere Seite von dir kennengelernt und hab so gedacht, wie kann der Mensch so oberflächlich sein, wenn er jemanden nur aus dem TV kennt?
00:22:13: Und es ist mir bis heute in den Learning.
00:22:15: Ich hab das nie wieder gemacht, nie wieder ein Interview verweigert.
00:22:18: Ich hab nie wieder eine Meinung über jemanden gebildet, nur aufgrund des Fernsehens.
00:22:22: Weil ich gedacht habe, Fernsehen ist eins.
00:22:25: Und die Realität ist eine andere.
00:22:27: Das
00:22:28: ist ja auch eigentlich nicht ... maßgeblich.
00:22:32: Weißt du, was ich mein, selbst das selbst, wenn du auf dem roten Teppich jemanden
00:22:35: so
00:22:35: erlebst, ist es ja eigentlich auch nicht maßgeblich, weil kein Mensch ist eindimensional.
00:22:41: Ich will nicht wissen, wie oft ich vielleicht schon irgendwie kacke rübergekommen bin, weil ich einen meiner legendären, weltberühmten Migräneattacken hatte.
00:22:50: Du kennst sie, wo ich wirklich dann einfach losrenne und zum Beispiel mich übergeben muss.
00:22:56: Und da versuche ich dann schnellstmöglich irgendwie
00:22:59: in Zukunft.
00:22:59: Irgendwohin
00:23:00: zu kommen, weil nichts mehr geht.
00:23:03: Vielleicht bin ich da auch schon im einen oder anderen auf die Füße getreten.
00:23:07: Das ist aber auch nicht ausschlaggebend.
00:23:09: Man kann doch nicht sagen, ich hab die da und da gesehen.
00:23:11: Da war die doof.
00:23:13: Da war die total blöd zu mir, wollte keine Fotos machen.
00:23:16: Aber vielleicht stand ich ja schon drei Stunden da, obwohl ich Migräne habe und habe Fotos gemacht und du bist als Letztes angestiefelt gekommen.
00:23:23: Weil du dich nicht anstellen wolltest, so wie alle anderen.
00:23:26: Und hast gedacht, ich fang die jetzt einfach noch ab, So, das weißt du ja immer nicht.
00:23:33: Ich bin da total vorsichtig geworden.
00:23:35: Ich finde, es gibt auch mittlerweile Leute, da habe ich mich selber erwischt, dass ich die früher nicht leiden konnte.
00:23:41: Und heute ja.
00:23:42: Aus Gründen, die ich jetzt auch nicht mehr einordnen kann.
00:23:47: Weil die vielleicht früher blöd waren.
00:23:49: Es gibt
00:23:50: Leute, die ändern sich ja auch.
00:23:52: Das hab ich auch.
00:23:54: Aber was uns trotzdem unterscheidet von allem, auch wenn man das hat, wie ich in dem Falle mit dir damals, den Schritt, den ich aber nie gemacht hätte, auch wenn ich dich damals nicht toll fand, ich hätte aber nie irgendwo kommentiert.
00:24:08: Die finde ich doof.
00:24:09: Wir dürfen uns das auch gar nicht anmaßen.
00:24:12: Nein!
00:24:12: Das ist ganz einfach so.
00:24:13: Wie gesagt, Tim ist mir gegenüber auch manchmal so ein bisschen rupig oder sonst was, aber du weißt doch nicht, wie es neunzig Prozent oder acht neunzig Prozent der Zeit aussieht, wo er zu mir steht, wo er mir den Rücken stärkt, wenn ich irgendwo auf Tour bin, es sagt, es ist überhaupt kein Problem, ich bleib bei dem Kleiden, mach dein Ding und wenn du abends noch was essen gehen willst, irgendwie, ist alles gut.
00:24:37: Weißt du, das sehen ja immer die Leute nicht.
00:24:40: Und wir sehen ja im Sommerhaus auch diese Pärchen in einer Extrem-Situation.
00:24:44: Die sind auf engsten Raum zusammen, müssen da diese blöden Kackspiele spielen, kriegen immer irgendwelche schlechtes Essen, irgendwelche billigen Tetrapakweine.
00:24:51: Aber Pa, auch bei dir privat, ich meine, du warst mit Tim damals da, du bist mit Tim immer noch zusammen.
00:24:56: Ihr habt ein Kind bekommen, ihr würdet gern mehr Nachwuchs bekommen, ihr seid verlobt miteinander.
00:25:01: Das ist schon, da bist du angekommen.
00:25:03: Ich kenne ja mehrere Geschichten von dir privat.
00:25:06: Da muss man sagen, das, was ich suche, das Glück, also bei dir ist es ja eingezogen.
00:25:10: Genau, aber das ist ja auch eine Sache dann auch von gegenseitigen Respekt, die Fehler des anderen akzeptieren und tolerieren.
00:25:24: Kein Mensch ist perfekt und es ist nicht so, dass wir morgens aufstehen und uns Herzen an die Scheibe malen und findest einen tollen Tag, mein Schatz.
00:25:36: Nee, also...
00:25:39: Schade.
00:25:40: Das ist schon herzlich und liebevoll miteinander, weil wir zeigen das ja auch unserem Sohn.
00:25:44: Unser Sohn soll eben das auch sehen.
00:25:47: Das ist uns auch sehr wichtig.
00:25:49: Also selbst wenn man mal irgendwie gerade eine Auseinandersetzung hat oder schlechte Stimmung oder man diskutiert gerade über was, dann sollte das eigentlich auf so einer Ebene passieren, dass das Kind nicht irgendwie Traumata mit sich zieht.
00:26:04: Das ist vielleicht
00:26:04: auch nicht mitkringt im Idealfall.
00:26:06: Ja, also ... Das ist halt wahnsinnig wichtig und das zeugt einfach von gegenseitigem Respekt und eben auch, sich einander so zu lieben und zu akzeptieren, wie man ist mit allen Fehlern und nicht aus jeder Kleinigkeit, aus jedem Ding irgendwie die riesen Elefanten zu basteln, der eigentlich gar nicht nur eine kleine Fliege ist.
00:26:29: Also, wenn ich, ich gucke ja auch, ich bin ja nicht viel, gucke ja gerade auch Temptation Island.
00:26:33: Ja, du bist ja reality süchtig, ich kann das ja, ich gucke ja mal zwei Verwarte.
00:26:37: Oder frage ich mich ja manchmal auch, sag ich, was ist das, was ihr da Beziehung nennt?
00:26:43: Ich kann das ja leider alles nicht gucken, aber ich glaube, weil ich noch auf der Suche bin und ich denke, wenn ich anfange mit Love Island, Temptation Island und das
00:26:49: alles, dann verlier
00:26:51: ich noch meinen letzten ... Hoffnung, glauben den richtigen Mann.
00:26:55: Wenn ich mir die angucke, dann fand ich die letzte.
00:26:58: Weil er wirklich das Gefühl jeder alles jederzeit machen kann.
00:27:01: Und das Wort, was früher mal wichtig war, Treue, glaube ich, heute abhandenkommt.
00:27:07: und Loyalität.
00:27:09: Treue ist ja der nächste Schritt.
00:27:11: Es geht ja eigentlich schon mit dem Respekt und mit den Toleranzen los.
00:27:16: Wo steht es?
00:27:17: Wo die sich schon eigen ... ihre Frauen und ihre Männer eigentlich schon mal gar nicht respektieren und tolerieren für das, was sie sind und für das, was sie machen.
00:27:26: Wo ich sage so, wenn ich gerade die einzige, aus welchem Grund seid ihr zusammen, wenn ihr auch übereinander nur lässert, ich glaube, guck mal, wir kennen uns schon so lange, habe ich jemals über Tim dort habe ich jemals was schlecht geredet über ihn, außer wenn ich mich manchmal so ein bisschen lustig mache, wenn er da gerade mal irgendwie ... Aber
00:27:44: kann ich mich ehrlich gesagt
00:27:45: ... Aber das machen wir beide, wo wir dann übereinander lachen mal, aber das ist ja ...
00:27:49: Auch über gemeinsame Freunde.
00:27:50: Auch das
00:27:50: ist ja eine Beziehung.
00:27:51: Haben wir auch noch nie ... Nein,
00:27:52: das gibt es nicht.
00:27:53: Also wenn ich jemanden nicht für das toleriere, akzeptiere, respektiere, was er ist und was er macht, dann ... brauche ich mit der Person nicht zu tun haben, dann brauche ich den nicht in meinem Freundeskreis, dann brauche ich den nicht in meinem Bekanntenkreis, dann brauche ich den auch nicht als Beziehungspartner.
00:28:10: Das verstehe ich halt irgendwie immer so alles nicht.
00:28:13: Das wird ja durch diese Formate vorgelebt.
00:28:15: Genau.
00:28:15: Und dann geht es ja auch weiter, das ist ja der große Rattenschwanz der Reality, wo ich ja das Gefühl habe, dass viele der ganzen Realitystars wissen, dass sie nur funktionieren, wenn sie eben keine intakte Beziehung haben?
00:28:30: Dauerhafte Beziehung haben.
00:28:32: Weil es schließt ja viele Türen.
00:28:33: Ich merke das ja bei mir, so was Anfragen angeht.
00:28:36: Also ich werde für einige Formate grundsätzlich schon nicht genommen, weil ich eine funktionierende Partnerschaft habe.
00:28:42: Ich bin eine traurige
00:28:43: Seele.
00:28:44: Okay, und dann kann man dich nicht...
00:28:45: Ich kann es du quasi schon mal... Also es wird nicht vorkommen, dass ich mit irgendeinem... mit irgendjemanden rummache oder mich auf irgendein Flirt oder so einlasse.
00:28:53: So.
00:28:53: Die Formate, die bauen nur darauf auf.
00:28:55: Es gibt ja Künstler, die bauen nur Künstlern, Anfangszeichen.
00:28:59: Die bauen ja nur auf ihre Technik-Leihen auf.
00:29:03: Die sind bei Temptation Island berühmt geworden, weil sie ihren Partner fremdgegangen sind.
00:29:08: Gehen dann mit dem nächsten Partner ins Sommerhaus
00:29:10: des Stars.
00:29:10: Und dann kommt vielleicht noch der Ex rein.
00:29:12: Dann kracht's im Sommerhaus der Stars, die sind nicht mehr zusammen.
00:29:15: Wir sehen uns wieder bei Prominent getrennt.
00:29:17: Und dann treffen wir uns wieder bei X on the Beach.
00:29:21: Oder dann treffen wir uns wieder bei
00:29:22: ... Stimmt, das hab ich so noch nie gesehen.
00:29:23: Bei
00:29:23: Kampf der Reality-Stars ist dann aber auch mein XX-Freund, mit dem ich vor zwei Jahren mal was angewandelt habe, der ist auch in der Sendlung mit drin.
00:29:34: Das heißt, du siehst ja, dass diese Sendungen und der Cast dieser Sendungen mittlerweile auch schon nur aufbaut auf ... Ex-Geschichten.
00:29:41: Eigentlich
00:29:42: Tinder im Fernsehen.
00:29:43: Also
00:29:43: das finde ich halt krass, dass das mittlerweile schon ein Marketing und ein Erfolgskonzept ist, eigentlich hier so ständig die Bettchen zu wechseln, auch bei den Frauen.
00:29:51: Wie gesagt, ich verurteile das in keinster Weise, aber wenn das zum Geschäftsmodell wird, finde ich das dann schon irgendwie
00:29:58: schwierig.
00:29:59: Ja, das hat dann für mich... Das hat leider so ein Geschmäckle.
00:30:04: Und
00:30:04: leider wird es dadurch halt auch, wenn andere junge Leute das sehen, sagen, die achtestes Beziehungsmodell von heute.
00:30:09: Richtig!
00:30:09: Das ist leider in der Quintessenz, wo es dann schwer zu vermitteln ist, so naja, bei einer Destroyer- und Loyalität ja schuhen ganz schön und nicht jedem Rock, den man irgendwie kürzelt.
00:30:16: Und da kommen wir genau daraus, was ich sagen wollte dieses, wenn das zum Geschäftsmodell und zum Konzept wird, dann... ist es natürlich auch zweitrangig.
00:30:27: Es werden Kinder in die Welt gesetzt, nach wenigen Monaten zwischen Reality-Stars.
00:30:32: Die Kinder werden selbstverständlich auch dann mit Gesicht überall gezeigt, wo ich natürlich, wogegen ich, das sage ich auch ganz ehrlich, einen absoluten Hass hege.
00:30:40: Also jeder, der sein Kind heutzutage noch irgendwo mit Gesicht zeigt, öffentlich im Internet oder im Fernsehen.
00:30:51: Der bekommt von mir wirklich keinen Respekt und keine Toleranz.
00:30:53: Weil er diese Toleranz und diesen Respekt seinem Kind gegenüber nicht hat, offensichtlich.
00:30:58: Weil du musst dein Kind beschützen.
00:31:00: Das ist unsere Pflicht als Eltern.
00:31:02: Und jeder, der sein Kind zeigt, hat diesen Respekt vor dem Kind nicht, sage ich ganz ehrlich.
00:31:06: Weil man muss heutzutage einfach aufgeklärt sein.
00:31:08: Ja, man
00:31:09: hat ja auch viele Möglichkeiten.
00:31:10: Selbst wenn man sagt, ich mach mal ein Bild mit meinem Kind, man kann ja alles Mögliche aufs Gesicht bappen.
00:31:14: Genau.
00:31:14: Geht auch für Menschen, die vielleicht bei Social Media nicht ... Sie sehen sein wollen.
00:31:17: Das ist ja auch manchmal so.
00:31:18: Manche mögen es ja.
00:31:19: Gibt ja noch sehr wenige Leute, die wollen nicht so schön wiederher.
00:31:23: Da irgendein Kopf rauf, oder Schatz, oder was weiß ich?
00:31:25: Für
00:31:25: dich auch, finde ich völlig in Ordnung.
00:31:27: Und das meine ich eben.
00:31:28: Dann werden Kinder in die Welt gesetzt zwischen irgendwelchen Reality-Stars, die sich drei Monate kennen.
00:31:34: Und die Kinder, ja, dann gehen die Beziehungen kaputt.
00:31:37: Man hat schon wieder die nächste.
00:31:38: Und die Kinder erleben dann den fliegenden Wechsel der Partner.
00:31:43: Erleben dann vielleicht auch noch irgendwelche Rosenkriege zwischen den Eltern.
00:31:47: Beziehungsweise können das dann, wenn sie alt genutzt sind, alles schön nachlesen.
00:31:51: Das finde ich einfach ganz schlimm.
00:31:53: und dass das darf kein Geschäftsmodell sein, definitiv nicht.
00:31:57: Wir haben noch jetzt gesehen nach Promi Big Brother, wie schön das ist, Entertainer, die nicht mit, wie habe ich es mal genannt, kniggy knackig
00:32:06: oder...
00:32:09: Mit solchen Geschichten Präsenz sind und einfach nur unterhalten durch ihre... Art, dass du eigentlich Harald Glöckler und Desiree Nigg die Konste mit einer Flasche Sekt oben alleine sitzen lassen in dieser Wohnung und du hättest eigentlich gar nicht einblenden müssen, was da unten los ist.
00:32:26: Weil einfach Desiree Nigg und Harald Glöckler allein auf einem guten Niveau unterhalten haben.
00:32:35: Es ist schwierig geworden.
00:32:36: Ich hoffe, dass das noch mal ein bisschen nachfällt.
00:32:38: Ich hoffe es auch.
00:32:38: Diese krasse Trashblase, ich finde es ist auch ein bisschen viel momentan.
00:32:42: Und ich kann diese ganzen Bum-Bum-Sachen halt auch.
00:32:45: Und ich denke halt auch mal so, alle, die das heute sehen, müssen ja auch so denken.
00:32:48: Also so Themen wie Heirat, Verbindlichkeit, Loyalität und Treue ist ja, glaube ich, so.
00:32:53: Also es wird ja fast schon vorgelebt.
00:32:58: Oh Gott, du bist treu, eine monogame Beziehung.
00:33:01: Will ich nicht.
00:33:02: Ich fände es schön, wenn wir da wieder ein bisschen altmodischer werden würden, ja, mit all dem Abenteuer, aber da können
00:33:08: wir
00:33:08: uns ja alle des signieren.
00:33:08: Ich habe das auch noch nie gehört, sondern Vergangenheit kann ich mich nicht daran erinnern, dass, wenn du irgendwo jemanden, der dich jetzt vielleicht nicht kennt, wenn du sagst, ja, ich habe ein Kind.
00:33:19: dass die erste Frage direkt ist, bist du mit dem Vater noch zusammen?
00:33:23: Ja,
00:33:23: das war früher eigentlich, war das fast klar.
00:33:25: Aber jetzt haben wir ja sehr viel auch über Reality, finde ich, was ich auch mal richtig finde, gesprochen.
00:33:29: Nun hast du ja aber auch ein Album rausgebracht, der eigentlich
00:33:32: hoppt.
00:33:32: Hauptberuflich bist du ja Musikerin, das soll natürlich noch sagen.
00:33:35: Und auch Songweiterin, neu geboren.
00:33:37: Es hat lange gedauert, bis ein neues Album entstanden ist, aber hundert Prozent Anna-Marie Eifelt, weil bis auf einen Titel, glaube ich, sind ja alle selbst geschrieben.
00:33:45: Genau, also, neunzig Prozent selber geschrieben hier auf der ... auf dem wunderbaren Album.
00:33:51: Und ich sage immer, dass es nicht hundertprozent Anna-Marie Eiffelt ist, es ist Anna-Marie Eiffelt, zwei Punkt Null.
00:33:56: Es ist einfach eine Entwicklung, die in den letzten Jahren stattgefunden hat, auch seitdem ich Mama bin.
00:34:02: Du weißt es ja selber, was das auch privat.
00:34:05: Du hast mich ja privat.
00:34:06: Du
00:34:06: bist ordentlich geworden, also die Schiffskabine der Austade, los früher, war es, wie nahm zu nahm.
00:34:10: Ich
00:34:10: bin ordentlich geworden, ich bin auch pünktlich geworden.
00:34:13: Ja,
00:34:14: also meistens.
00:34:15: wo ich sage, wenn ich es selber an der Hand habe, dann ja.
00:34:18: Das stimmt.
00:34:18: Das stimmt.
00:34:19: Ordentlicher und püglicher.
00:34:20: Das kann ich wirklich schon mal.
00:34:21: Genau.
00:34:22: Und so ist es halt auch bei mir so musikalisch.
00:34:26: Also so, wie ich mich privat als Mensch weiterentwickelt habe und finde, ich bin besser geworden.
00:34:32: So finde ich es auch einfach musikalisch.
00:34:34: Ich habe meine Richtung gefunden.
00:34:35: Ich habe gefunden, was ich, was mir liegt, was ich gerne mache.
00:34:39: Ich habe die Tonarten gefunden, in denen ich auch gerne singe.
00:34:43: Und ich habe auch die Themen gefunden über die Singe.
00:34:47: Das ist ja auch nicht unwichtig.
00:34:51: Man muss ja auch die Themen haben, die ein interessieren und die einen beschäftigen, mit denen man sich auseinandersetzen will.
00:34:57: Ich bin zum Beispiel nicht der Typ Andrea Berg.
00:35:01: Tausendmal belogen.
00:35:02: Genau.
00:35:03: Da gab es ja Gründe.
00:35:04: Genau.
00:35:05: Ich bin eben eher der Typ, der ... Ich singe halt wirklich über ... Auch in schweren Zeiten weitermachen und ...
00:35:13: Liebe.
00:35:13: Genau, über Liebe, Selbstfindung und ... Kraft, Motivation einfach, ne?
00:35:19: Also, bei mir ist ganz viel ... Bei mir ist ganz viel so, steh auf.
00:35:24: Steh auf, Mädchen, Songs.
00:35:26: Was ja auch passt.
00:35:27: Ich find's ja auch gut, wenn Künstler Musik machen, die zu ihnen passen.
00:35:30: Ich hab auch manche Leute gehabt im Interview, die gesagt haben, was soll ich jetzt über Thema XY singen?
00:35:34: Und ich meine, Andrea Berg, das sind ja biografische Songs.
00:35:37: Auch da kann man ja nicht sagen, Andrea Berg hat Glück gehabt, dass du mich tausendmal belogen.
00:35:41: Ja, ist einer ihrer größten Hits.
00:35:43: Aber der ist halt auch zu dreitausend Prozent biografisch.
00:35:45: Und auch die Gegenseite, die es betrifft, macht ja heute Witze darüber.
00:35:49: Auch eine Kerstin Ott, die halt sagt, ne, dann singt's halt über Regenbogenfahr.
00:35:53: Sie singt.
00:35:53: Also, absolut.
00:35:54: Und du stell
00:35:55: dir jetzt
00:35:55: mal vor, es wäre anders.
00:35:56: Und stell dir vor, du würdest jetzt eine Kerstin Ott über Betrug und teuer
00:36:01: in der Partnerschaft
00:36:02: singen hören.
00:36:03: Das macht keinen Sinn, genau wie Andrea Berg teilweise keinen Sinn macht, sage ich jetzt mal über die wilden Partienächte zu singen.
00:36:11: Du wirst aber auch sagen, Schön, Andrea, dass man so nach erlebt ist, aber irgendwie kaufe ich es dir nicht wirklich
00:36:16: ab.
00:36:16: Genau, das ist halt diese entweder wirklich Liebeskommersongs oder ich werde lächeln, wenn du gehst, also diese Trennungstrenden, weil sie es erlebt hat, aber eben auch die ganz großen Liebessongs.
00:36:23: Auch völlig in
00:36:24: Ordnung.
00:36:26: Also ein Künstler ist ein Künstler und jeder hat seine Identität.
00:36:30: Also ich muss nicht alles bedienen, ne?
00:36:33: Also wenn jetzt einer zu mir kommt und sagt, Anna, mach ich, du müsstest aber auch mal so eine richtig krasse Apreschi-Nummer machen, wo ich sage, kann ich gerne machen.
00:36:41: Ich bin keine Jukebox.
00:36:42: Weißt du,
00:36:44: wenn ich nicht fühle und mit meinem Leben noch nie bei einer Apreschi-Party war,
00:36:48: dann
00:36:49: ist es für mich schwierig, darüber ein Song zu machen.
00:36:52: Wenn ich es irgendwann fühle, weil ich die Apresci Party meines Lebens hatte, dann ist das was anderes.
00:36:57: Aber wenn so Leute zu mir kommen oder sagen, oh, du müsstest mal so einen richtigen Male machen, das läuft doch so gut, wo ich sage, nee, bin ich aber nicht.
00:37:06: Da musst du auch auf Malle auftreten, das musst du dann halt auch fühlen.
00:37:08: Das
00:37:08: ist für mich dann halt wirklich auch schwieriger, um zu setzen, wo ich sage, da bin ich halt einfach nicht ... Ansprechpartner Nummer eins.
00:37:16: Und du hast schon recht, du hast mich tausendmal belogen.
00:37:20: Du besingst ja die Liebe in verschiedenen Facetten.
00:37:22: Und die hat ja Gott sei Dank auch viele Facetten.
00:37:24: Man kann ja, keine Ahnung, über einen versuchten One-Night-Stand genauso singen wie über, keine Ahnung, vielleicht auch mal eine verbotene Affäre oder man lässt sichs erzählen.
00:37:31: Es muss ja auch nicht alles biografisch sein.
00:37:33: Ich sag
00:37:34: ja, es sind ja auch Songs zum Beispiel auf dem Album, wie Ich Tanze Dich aus meiner Seele, wo ich aus erster Hand eben mitbekommen habe, wie eine Frau über Jahre betrogen wurde.
00:37:47: Und dass alles ans Licht kam und deswegen auch solche Zeilen entstanden sind.
00:37:51: Ich sah ihren Wagen bei dir an der Straße, ich sah ihren Namen bei dir auf dem Handy.
00:37:56: Das sind alles Dinge, die so passiert sind, die genau so waren.
00:38:00: Daraus dann ein Song zu machen, ist dann natürlich auch so eine Geschichte für sich.
00:38:05: Man wurde inspiriert und dachte sich, das schäme ich eher aus.
00:38:09: Und man hört sich das dann an und
00:38:11: denkt mal so.
00:38:11: Das bewegt einen ja auch, weiß das bewegt mich ja auch.
00:38:13: Du weißt das ja, wie ich mich immer so auch in andere so reinversetzen kann.
00:38:17: Mich bewegt das ja auch extrem.
00:38:19: Also so, ich sehe, ich sage immer gutes Beispiel, Falco, der sich damals mit Jenny seinen größten Hitter erarbeitet hat.
00:38:27: Natürlich hat er noch nie eine Frau irgendwo mitgenommen und vergewaltigt.
00:38:31: Aber
00:38:31: es ist einfach,
00:38:33: es war einfach ein Thema, was ihn zu dieser Zeit bewegt hat und kriegt gleich Gänsehaut.
00:38:39: einfach gesagt hat, dass daraus mache ich den Song jetzt.
00:38:42: Und das ja auf dem Index kamen, Genie.
00:38:44: Also großer Hit ja bis heute.
00:38:45: Ich weiß noch, als Kinder habe ich es gar nicht verstanden.
00:38:46: Ich habe es Jahre später erst verstanden, um was es da überhaupt geht.
00:38:50: Aber ich meine mutig, dass solche Themen damals landet der alles noch auf dem Index.
00:38:52: Kennst
00:38:53: du den Song Runny Ray Train?
00:38:55: Ja, genau
00:38:57: das habe ich auch erst jahrelang.
00:38:59: Für mich eins der Guides wieder und ich immer gute Laune, wenn ich das gehört habe als Kind und dann so, okay, Kindesentführung, krank, Kinder verkaufen.
00:39:06: Wahnsinn,
00:39:07: ne?
00:39:08: Das meine ich ja, das sind ja alles Themen, die die Künstler sicherlich nicht selbst aus erster Hand erlebt haben, aber die einfach bewegt haben.
00:39:15: Und wenn mich irgendein Thema bewegt, was ich von außen mitbekomme, wie ich weiß mal, ich habe mal ein Song geschrieben über den Tod von Michael Jackson, weil mich das so gepackt hat.
00:39:25: Der Song, his fame is not the same.
00:39:28: Also, der Ruhm ist nicht der gleiche.
00:39:31: Und die Zeilen waren dann teilweise, es war damals noch ein Englischer Song, die Zeilen waren dann teilweise, wenn eine Puppe dein einziger Freund ist, weil ich dieses Bild im Kopf hatte, wie Michael Jackson's Zimmer, und das saß diese Puppe.
00:39:46: So wie das, so wie so eine einzigartige Puppe.
00:39:47: Ja, und deswegen, da habe ich auch ein Song draus gemacht, weil mich das damals so bewegt hat.
00:39:52: Es
00:39:53: muss ja auch nicht immer biografisch sein.
00:39:55: Ich finde, ich glaube, es ist ein Thema, was... bewegen muss, was man in Worte finden muss.
00:40:00: Also bei euch gerade als Song weiter müsst ihr dann auch Worte für gewisse Themen finden, aber wie du schon sagst, du bist ja auch ein Mensch, der bei manchen Themen ja auch mit dran ist und ich glaube es gibt auch Themen, die man einfach sagt,
00:40:09: was?
00:40:09: Da ist das
00:40:10: jetzt passiert, da mach ich grad so Affären.
00:40:12: Es muss ja selber nicht erleben, aber wenn man jetzt eine Freundin hat, die dann erzählt, stell dir mal vor, ich bin fremdgegangen oder ich bin die Affäre gerade von XY und man erzählt dann eine Story, ist man ja als Freundin auch hautnah dran und denkt ja selber so, was, wirklich nein.
00:40:25: Wie
00:40:25: gesagt, ich saß ja auch da und war so.
00:40:27: Ja, und wenn da so eine Fremdgeh-Geschichte nach hundert Jahren rauskommt, ich meine, warum nicht darüber Songs machen und haben ja auch viele schon erlebt.
00:40:34: Also Fremdgehen ist ja wieder aktuell irgendwie ein großes Thema gefühlt.
00:40:36: Ich erinnere
00:40:36: mich ja daran an dieses Waffen.
00:40:39: Wahnsinnig bewegendes Songwriting für Daniel Aminati.
00:40:42: Es ging eben um die Geschichte seiner Frau.
00:40:44: Die Krebskrank
00:40:44: ist.
00:40:45: Er hat uns
00:40:47: das alles erzählt und wollte dafür Songs gesucht, auch zu dem Thema.
00:40:52: Und da haben wir auch ein Song geschrieben, auch mit Tanja.
00:40:55: Und da saßen wir wirklich am Ende da bei der letzten Zeile.
00:41:00: Ich bleibe.
00:41:01: Auch wenn du nicht mehr da bist und da war ich so, oh Gott, es ist uns alles gelaufen.
00:41:08: Wir haben dieses Demo angehört, er hat das ja dann auch selber eingesungen.
00:41:11: Und dann saßen wir wirklich so da und so, oh Gott.
00:41:14: Also das ist schon krass, wie gesagt.
00:41:17: Also es braucht für Songwriting, finde ich, ein extremes Empathie empfinden, du musst dich.
00:41:25: Eigentlich, du musst in dem Moment, wo du für ein Künstler schreibst, der Künstler sein.
00:41:28: Deswegen könnte ich auch schlecht für ein Künstler Song schreiben, der mir jetzt total zu wider ist.
00:41:34: Weil ich sage, der ist mir jetzt voll unsympathisch oder der war mir
00:41:37: vielleicht gar keine Zugrass.
00:41:38: Oder
00:41:38: der war mir gegenüber mal ekelig oder so.
00:41:40: Da hätte ich total Schwierigkeiten, irgendwie ein Song zu schreiben.
00:41:44: Aber so gerade Leute, die du dann menschlich dann auch kennenlernst und so war es ja bei Daniel, weißte, saß dann zusammen, haben wir ganz lange geredet.
00:41:50: Da war das dann so richtig hart, wirklich dann, das war wirklich dann so unser Schicksal eigentlich so gefühlt, was wir da, wir waren
00:41:57: voll
00:41:58: in der Seele drin.
00:42:00: bei diesem Songwriting und das finde ich dann halt auch so krass oder wie damals bei Irene, wo sie ...
00:42:06: Das Abschiedsalbum ist großartig.
00:42:07: ... ihren Abschied und wir diese Story auf my life gemacht haben mit dem, das schöne rote Kleid, fast noch wie am ersten Tag.
00:42:15: Ja, das war großes Kino.
00:42:16: Wo sie dann auch gesagt hat, oh, das ist sicher.
00:42:18: war auch wirklich immer dieses Kleid getragen.
00:42:21: Ich hatte damals ein rotes Kleid immer bei der Hitparade an.
00:42:25: Da hatten wir alles Gänsehaut und Tränen in den Augen.
00:42:27: Das ist dann wirklich geil, ne?
00:42:29: Wenn du dich dann so reinfühlst in die Leute.
00:42:32: Wenn du die Dankbarkeit siehst von Künstlern, weil gerade Leute, die nicht selber für sich Song schreiben, gibt es ja doch einige, die dann Songs auf den Leib geschrieben bekommen in Songwritingcamps, die machen sich auch nackig.
00:42:43: Die sagen vor, dahin soll die Reise gehen, ich will die Themen singen.
00:42:47: Ich bin gerade in der Trennung oder das habe ich gerade erlebt.
00:42:50: oder die machen sich ja schon sehr nackig und dann kommt ihr halt.
00:42:53: und wenn ihr dann noch mit einem Song so zu dreitausend Prozent in die Kerbe trifft, dann macht das ja auch mit jemandem was sehr total krass.
00:43:01: Das ist ja auch dieses Wording, das ist ja das A und O, dann ein Text zu schreiben und ich mache ja oft die Texte.
00:43:08: Weil ich, ja gut, ich mach ja beides.
00:43:10: Ich kann ja komponieren und texten, aber manchmal übernehme ich auch die Texte komplett.
00:43:14: dann, weil ich vielleicht in einem Team bin, wo die anderen Songleiter sagen, ich bin nicht so voll, ich bin nicht so gut in Texten.
00:43:20: Oder ich hab halt eine Tanya, die sich irgendwo im Raum einschließt und nach einer Stunde mit einem fertigen Text rauskommt.
00:43:26: Jetzt würde ich auch gerne noch meinen Teil dazu beitragen.
00:43:29: Und das ist dann halt so schön, dass wir dann immer auch so zusammenarbeiten.
00:43:33: Ich dann, wie gesagt, auch manchmal solche Wörter finde.
00:43:37: Also es ist ... Es ist manchmal so die Einfachheit der Wörter, die aber einfach in der richtigen Sekunde, mit der richtigen Melodie, dann einfach viel zu tief gehen.
00:43:48: Ich finde, bei mir zum Beispiel ist es bei dem Album Neugeboren, es ist der Song Neugeboren.
00:43:53: Ja.
00:43:54: Wo in dem Song ja das Wörding ist, viel zu lange wusste ich nicht wohin.
00:43:59: Ich war nur das, was die anderen wollten, dass ich bin.
00:44:03: So, wo ich sage
00:44:03: so.
00:44:04: Ja, so schön und es passt.
00:44:06: Ja.
00:44:07: Zu hundert Prozent mit Neugeboren.
00:44:09: Neugeboren ist sowieso, wenn man die Nummer hört und dich kennt dazu, weiß man auch, okay, das.
00:44:15: Also das bist du, das ist biografisch.
00:44:17: Also wenn man deine Wiede ein bisschen kennt von Hause, ich glaube, wenn man dich privat kennt, dann kann man noch mehr diesen Song fühlen.
00:44:22: Mein Song ist ja Hallo, den fühle ich sehr.
00:44:24: Ja, Hallo ist ja genau.
00:44:24: Hallo ist ja auch das Gleiche.
00:44:26: Genau, das ist ja sehr ähnlich.
00:44:28: Das ist ja auch so ein Worthing drin zwischendurch, was einfach tief, was einfach sehr deep geht, wo ich auch jedes Mal schlucken muss, wenn das kommt, wo ich sagen soll.
00:44:37: Krass.
00:44:39: Ich konnte das ja ganz lange auch gar nicht, hätte ich mir gar nicht vorstellen können, das live zu singen.
00:44:42: Ich bin jedes Mal geholt.
00:44:43: Ja, und du hast es ja vor allem vor ein paar Jahren, da war das Album ja noch nicht drauf.
00:44:46: Ich glaube, es war vergangenes Jahr oder so, wo du es ja an plackt und noch gesungen hast, nur mit der Gitarre begleitet.
00:44:51: Da war es ja Premiere und ich dachte, was haut es denn jetzt raus?
00:44:53: Und ich kannte das Lied auch noch.
00:44:54: Und ich stand nicht da heulen vor der Berufung und dachte, oh nein,
00:44:56: das ist ja ein bisschen so heute
00:44:58: so.
00:44:58: Das Lied war ja, das geht so tief gerade, wenn man, also ich kann euch nicht empfehlen, wenn ihr gerade einen Moment habt, wo ihr ein bisschen struggelt, also dann fließend drehen, dann hört es euch an.
00:45:07: Hat das was Militatives, aber nur an schwachen Tagen.
00:45:10: Wenn man die Balladenversion hört, an Tagen, wo man eh schon nicht so in seiner Mitte ist, ist der Song echt krass.
00:45:16: Also der macht damals mit mir so viel gemacht, weil das kam zu einem Pump, wo ich halt auch sehr total am... und ich kann den an schlechten Tagen... ist manchmal immer noch schwer, wo ich so denke, oh Gott, ich fühl mich auch so.
00:45:26: Und dann laufen sofort diese Tränen.
00:45:28: Also gerade so diese Zeile ist da jemand, der mich wirklich liebt.
00:45:31: Und wenn du in so einem Pump bist, die gleich wiedertränen, irgendwo du denkst... Krass, ich frag mich das wirklich.
00:45:35: Und dann hörst du diese Berlin-Version.
00:45:38: Also bei mir ist es immer die Berlin-Version, wenn ich darauf mehr reagiere und denke, ich frag mich das auch gerade, ob da jemand ist, der mich wirklich liebt.
00:45:44: Und hörst du das an schlechten Tagen?
00:45:46: Ich habe schon Rots und Wasser bei dieser Nummer gehört.
00:45:49: Also das muss man wirklich hören, weil ein bisschen gut gelaunt ist.
00:45:52: Ja, deswegen
00:45:53: haben wir noch die Schlagerversion draufgemacht, die so ein bisschen dann wieder so... Kann man sich da wieder so ein bisschen
00:45:58: freuen.
00:45:59: Ich tanze es ein bisschen weg.
00:46:01: Es ist wirklich, also diese Balladenhersion von dieser Nummer, die geht richtig, richtig tief.
00:46:05: Aber es kann ja auch, man soll ja, wenn die Tränen da sind, man soll ja Gefühle nicht wegdrücken.
00:46:09: Also kann man sie mit ihr nie draus lassen.
00:46:11: Auch, ich mache das auch manchmal gerne.
00:46:12: Ich hatte das an Elian sein Geburtstag so extrem, da war ich plötzlich total nah am Wasser gebaut.
00:46:17: Sie weiß noch, da bin ich von deinem Geburtstag nach Hause gefahren.
00:46:19: Das war dieses Jahr.
00:46:20: Und auch der Kleine wird schon drei.
00:46:22: Habe ich mir auch, ich weiß gar nicht mal, welches Songs es im Besonderen waren.
00:46:26: Ich glaube, das waren tatsächlich seine Lieblingslieder, die er immer gehört hat zum Einschlafen als Baby.
00:46:30: Als
00:46:31: Baby.
00:46:32: Die Französischen, was ich immer so gerne höre.
00:46:35: Und dann hab ich das dann so gehört.
00:46:36: Und du liefst mir auch so die ganze Zeit runter.
00:46:39: Ich lass das jetzt raus.
00:46:41: Nicht, dass ich morgen am Geburtstag dastehe mit einem Kuchen.
00:46:44: Und
00:46:45: du sagst, wie machst du mich?
00:46:47: Gut, war verweint nicht.
00:46:50: Also, ich hab das dann lieber vorher alles rausgelassen, bevor ich dann diese komische verheulte Mutter bin, die alle ganz komisch finden.
00:47:00: Aber es ist ja gut, dass wir diese Emotionen noch haben.
00:47:02: Ja, ich hab die auf jeden Fall.
00:47:04: Ich find's auch schön, die noch zu haben.
00:47:06: Ich stell die feuchtsweise total abgeprüht und würd
00:47:08: ganz schnell merken.
00:47:10: Emotionen machen uns Menschen aus.
00:47:11: Ich find's
00:47:11: auch schön, dass ich bei meinen Auftritten immer noch manchmal bei bestimmten Songs, wenn die anfangen oder wenn ich bestimmte Zeilen singe, dass ich da immer noch selber Gänsehaut bekomme.
00:47:21: Oder wie bei Hallo oder Neugeboren ist mir einfach kurz hochsteigt oder in Anmoderation.
00:47:26: Wenn ich was erzähle, beflieg mit mir, das ist auch immer ganz krass.
00:47:29: Da erzähl ich ja dann immer von meiner Schwangerschaft.
00:47:31: Und das ist dann auch immer.
00:47:33: an manchen Tagen beginne ich den Song dann auch mit Drehen und manchmal nicht.
00:47:38: Also und das finde ich aber immer noch schön, dass du siehst, dass ich selber merke, dass mich das bei meinen Auftritten, wenn ich singe, wenn ich auf der Bühne stehe und arbeite, dass immer noch was passiert emotional und ich nicht da stehe wie eine Maschine und einfach alles.
00:47:54: Perfekt, singe und meine vorgeschriebenen Moderation runterrattere und ja, in jeder Stadt dann quasi das immer anpasse und ich sage, nee, also bei mir kommt das schon auch immer von Herzen, so.
00:48:07: Also, was ich mache, mache ich auch immer wirklich so, wie ich es gerade in dem Moment fühle.
00:48:14: Und bei mir ist es auch manchmal so, wenn ich Tage habe, wo ich sage, so, heute fühle ich das gar nicht, das und das Lied, dann lass ich es raus und singe dann über ein anderes.
00:48:22: Sag, ich habe Bock, das Lied mal wieder zu singen, weil ich ... Ich muss ja bei meinen Auftritten auch Freude haben.
00:48:29: Und diese Spielfreude nenne ich das immer.
00:48:31: Also im Musical oder beim Schauspiel sagt man immer Spielfreude.
00:48:35: Spielfreude
00:48:35: ist echt schönes Wort.
00:48:36: Ja, und das muss ich ja auch haben.
00:48:38: Ich muss ja die Leute merken, dass ja ob ich Spaß habe auf der Bühne oder ob ich gerade ja einfach nur mein Ding runterrattere.
00:48:44: Genau.
00:48:45: Ja, das ist auch wichtig.
00:48:46: Und solange man, ich sage ja immer, authentisch sein ist ja das Wichtigste.
00:48:49: Ja.
00:48:50: Und manche Dinge fühlt man und manche fühlt man nicht.
00:48:52: Und wenn man Sachen nicht fühlt, dann sollte man sie...
00:48:54: Jeder Klag ist anders.
00:48:55: Jede Tag ist immer anders.
00:48:57: Und
00:48:57: ihr habt ja, du hast ja ein Portfolio, also
00:48:59: ich
00:49:00: kann nur sagen, neu geboren.
00:49:02: Tolles Album, ich hab's ja schon komplett gehört.
00:49:05: Ich finde, alles ist toll, mein Favorit ist Hallo.
00:49:07: Das bleibt auch so unneu geboren, das sind meine beiden Favoriten.
00:49:10: Wobei, ich hab auch noch mehr die ganzen Abtempo-Nummern auch.
00:49:12: Aber Hallo ist einfach, da hatte ich die größte Emotion.
00:49:15: Da hast du einfach auch die Geschichte dazu.
00:49:17: Du hast genau vor Augen, wann du das erste mal gehört hast.
00:49:20: Und das macht da noch immer
00:49:21: was aus.
00:49:21: Und dieses Struggle, wo ich dachte, jetzt singt die das hier.
00:49:24: Und ich bin gerade überhaupt nicht, ich bin gerade wirklich auch noch so.
00:49:27: Und dann kommt diese Zeile, ist da jemand, der mich wirklich liebt.
00:49:31: Also, ganz großes Kino.
00:49:33: Ja,
00:49:34: und ich wollte dich auch noch ganz förmlich einladen.
00:49:37: Große Überraschung, Trommelwolle.
00:49:38: So Hochzeit.
00:49:39: Nein, nicht ganz.
00:49:41: Da streue ich natürlich Blumen.
00:49:42: Aber es geht um den Valentinstag.
00:49:46: Oh!
00:49:47: Ich dachte, wenn wir schon meinen Geburtstag immer nicht zusammen feiern, dann feiern wir zumindest den Valentinstag zusammen.
00:49:52: Ja,
00:49:53: aber wenn Tim immer hat, Tim dann nicht.
00:49:55: Also, ob ich besagen Partner habe, weiß ich nicht.
00:49:57: Da kommt er mit.
00:49:58: Ansonsten kommt er mit.
00:50:00: Da findet nämlich in meiner Heimatstadt Dessau-Rosslau im Mitteldeutschen Theater bei großen Dieter Hallervorden mein neu geborenen Konzert statt mit Ben.
00:50:09: Am Valentinstag.
00:50:10: Am Valentinstag in Dessau-Roslau.
00:50:13: Neugeboren, das große Konzert mit Livemusikern auf der Bühne.
00:50:16: Ich habe auch einen ganz besonderen Star, Überraschungsgerast.
00:50:20: Mein
00:50:20: zukünftigen Traummann.
00:50:22: Oh Gott, ich glaube nicht, wenn ich dir sage, wirst du jetzt kommen.
00:50:30: Es kommt.
00:50:31: Wobei,
00:50:31: Traummann.
00:50:31: Wenn du zu mir liebst und mich vielleicht noch auf ein kleines Mittag essen einlädst, dann verrate ich dir, wer es ist.
00:50:37: Aber
00:50:38: dann musst du umso mehr lachen, wenn ich dir sage, wer es ist, wenn du sagst, gerade mein zukünftiger Traummann.
00:50:43: Du kannst ja im Schlager eigentlich überlege, gerade wenn wir im Schlagerbereich jetzt wären und mit Traummann, das wird auch schwierig.
00:50:50: Doch eine Person gibt sich im Schlager attraktiv.
00:50:52: Das erwähnen wir aber jetzt nicht in dieser Folge.
00:50:54: Nein, gar nicht.
00:50:56: Nein, überhaupt nicht.
00:50:57: Das erwähnen wir jetzt nicht.
00:50:58: Du weißt es auch.
00:50:59: Wenn du tief in dich gehst, weißt du, wie es ist.
00:51:01: An dieser Stelle verabschieden wir uns.
00:51:03: Das entfüllen wir in der nächsten Folge.
00:51:05: Welchen männlichen Schlager ist da ich attraktiv finde?
00:51:09: Bleibt
00:51:09: unbedingt dran.
00:51:10: Bleibt unbedingt dran.
00:51:11: Kommt zum Valentinstag.
00:51:12: Da habe ich einen Valentin-Teen-Date für ...
00:51:15: Und wenn du einen Partner hast?
00:51:17: Genau, Bewerbungen laufen jetzt.
00:51:19: Drei Monate Zeit kann noch klappen.
00:51:21: Genau, dann kann der gerne mitkommen.
00:51:22: Bewerbungen jetzt hier unter diesem Podcast.
00:51:24: Ich freue mich.
00:51:25: Und sage viel Erfolg
00:51:27: mit Leuten.
00:51:28: Mit Foto und Video.
00:51:29: Wir wollen euch auch sprechen hören.
00:51:30: Genau, und die Abnahme macht diese Frau.
00:51:32: Die kennt nämlich mein Beuteschema.
00:51:35: Wir wollen auch schöne Stimmen hören.
00:51:37: Genau, und
00:51:37: die Frau kennt mein Beuteschema.
00:51:38: Sie wollte mich ja schon mal mit einem Mann verkoppeln, der genau eigentlich mein Beuteschema wäre.
00:51:42: Es war nur leider einseitig.
00:51:44: Deswegen sagen wir an dieser Stelle Tschüss.
00:51:46: Kauft euch alle das Album und ist toll.
00:51:48: Ja
00:51:48: oder streamt es einfach.
00:51:50: Also ihr könnt es auch.
00:51:51: jeder Klick zählt.
00:51:52: Und wie gesagt, wer sehnsuchtacht kommt am vierzehnten, zweitens zu meinem Konzert.
00:51:56: Dann sehen wir uns alle und machen's gut aus.
00:51:57: Wer
00:51:57: es nicht aushält, der kommt auf unsere Social-Media-Seite.
00:52:01: Aber keinen Hate da lassen.
00:52:02: Hate ist besser.
00:52:02: Nein, nur Liebe.
00:52:03: Nur
00:52:03: Liebe.
00:52:04: In diesem Sinne, tschüss.
00:52:05: Ach, das war doch ein herrlicher Mädels-Talk, ne?
00:52:08: Ich hoffe, wir sind euch nicht zu viel ins Schnattern geraten, aber ich glaube, da waren sehr viele spannende Erkenntnisse.
00:52:14: Und vor allem auch mal so ein Blick hinter die Kulissen, wie es so ein bisschen auch im Reality TV abläuft.
00:52:19: Das fand ich wahnsinnig spannend.
00:52:21: Und kommende Woche, da geht es natürlich weiter.
00:52:24: Und da machen wir mal einen extra Ausflug, denn da kommt nicht ein klassisches Sänger-Do, sondern zwei Schauspieler von gute Zeiten, schlechte Zeiten, die aber den Schlager in ihrer Rolle gelebt haben.
00:52:36: Und zwar die Rede ist von Gieser Zach und Lars Pape, uns bekannt als Michi und Ivi.
00:52:42: Und was die beiden zu erzählen.
00:52:43: haben zu ihrem Ausflug in Sachen Schlager.
00:52:45: Das hört ihr in genau einer Woche.
00:52:47: Ich freue mich auf euch.
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