Anni Perka: „Also am Ende bist du dein größter Gegner“
Shownotes
„Es fängt gerade erst an!“ So heißt das neue Album der wundervollen Anni Perka, auf das Fans 7 Jahre warten mussten. Im Star-Talk mit Anika Reichel hört ihr hier, warum und wie es weiter geht. Anni ist aber auch eine beeindruckende Sängerin mit Gänsehautstimme und ein echtes Multitalent mit bewegter Geschichte: Von der Hamburgerin aus Leidenschaft zur (Wahl-)Bayerin und Spanien-Liebhaberin, von der Rampensau auf der Bühne zur glamourösen Model-Muse – und immer am Puls ihrer ganz eigenen Songs.
Natürlich will Anika Reichel wissen: Wie waren die letzten 7 Jahre für Anni Perka? Und was wir hören ist eine Geschichte über Durststrecken, Energie, neue Wege bis hin zum musikalischen Comeback. Dabei wird auch der Vorhang zur Schlagerbühne ein Stück weit gelüftet und es werden spannende Fragen beantwortet: Warum braucht ein Album heute manchmal so lange? Wie fühlt sich der Wandel in der Branche für Künstlerin und Fans an? Und wo steht der Schlager heute zwischen Singles, Streaming und dem Kampf um die letzten CD-Player? Anni nimmt uns mit auf ihre Reise durch Liebesglück, Selbstzweifel und die Kraft, „für seine Träume zu kämpfen“. Du erfährst, warum Ehrlichkeit heute mehr denn je in Beziehungen zählt, wieso negative Kommentare im Netz zwar weh tun, aber warum Anni trotzdem nie locker lässt!
Und natürlich wird auch gefeiert: Doppelte Release-Partys mit Herz, Studio-Emotionen beim Lieblingssong, schräge Reiseanekdoten (Kissen dürfen nie fehlen!) und wilde Träume von Duetten mit Semino Rossi und einer eigenen Band. Außerdem sprechen wir über das Auf und Ab zwischen privatem Glück, schlagerbunter Bühne, Model-Jobs, Lampenfieber und die Kunst, als Frau seinen eigenen Weg zu gehen – mit oder ohne Kinder, mit oder ohne gesellschaftlichen Druck.
Neugierig, was Anni im Studio zu Tränen rührt, welchen Musical-Traum sie sich unbedingt noch erfüllen will und warum es nie zu spät ist, neu durchzustarten? 🤩
Dann hör rein und gib uns gerne auch dein Feedback! Wir freuen uns über Likes, Sterne, Bewertungen und deine Nachrichten an startalk@antenne-schlager.de oder auch auf Instagram bei @antenneschlager. Lass uns wissen, was dich bewegt! 🌟
Transkript anzeigen
00:00:00: Schon wieder ist eine Woche um und wir sind da mit einer neuen Folge.
00:00:04: Und es geht so ein bisschen weiter wie in der vergangenen Woche mit Mitch Keller.
00:00:07: Denn auch diese Künstlerin ist seit vielen Jahren eine sehr gute Freundin von mir.
00:00:12: Und zwar geht es um die liebe Annie Perker.
00:00:15: Es fängt gerade erst an, heißt ja ihr neues Album, das am fierundzwanzigsten Oktober erschienen ist.
00:00:21: Und ihr fängt es wirklich gerade erst an.
00:00:23: Und ich kann da ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.
00:00:25: Es gab eine Zeit, da wollte Annie wirklich die Schlagerkarriere beenden.
00:00:29: Ja, als Helene Fischer-Double gestartet, war bei vielen, vielen Konzerten, dann ging es ja vor ziemlich genau zehn Jahren los bei Florian Silbereisen mit Tanz auf dem Vulkan, war auf einem absoluten Höhepunkt ihrer Karriere.
00:00:41: Das hielt dann auch ein bisschen und dann wurde es zunehmend schwerer.
00:00:45: und dann kam ja diese ganz besondere Zeit, wo Auftrittstechnisch auch nicht wirklich viel möglich war.
00:00:50: Ja, und der Zelt hat sich so überlegt, macht das wirklich noch so Sinn mit dem Schlager?
00:00:54: Ja, hat man da Chancen?
00:00:56: Und dann kam sie mit dem Team Düsseldorf zusammen und hat den Annie Perker Sound zwei Punkt null kreiert und mit dem Duett gemeinsam mit Dennis Wilms wurde das eine erneute Erfolgsgeschichte.
00:01:06: Und genau darüber werden wir reden über diese Höhen und Tiefen im Leben, über ihre glückliche Ehe mit ihrem Peter, wie sie sich so in ihrem neuen Heimat Bayern angekommen fühlt, denn sie hat ja Hamburg verlassen.
00:01:17: für die Liebe und wie das auch immer kommt, dass sie zwischen Bayern und Spanien pendeln, habt ihr vielleicht auch schon bei der lieben Annie gesehen.
00:01:25: Außerdem geht es natürlich um Musik, um Kollegen.
00:01:27: um die Branche.
00:01:28: Und vieles mehr, ich würde sagen, hört einfach selbst.
00:01:33: Und auch heute habe ich wieder Starbesuch bei mir im Studio.
00:01:35: Ich freue mich sehr.
00:01:36: Und die große Challenge ist ja immer, wenn Freunde zu Besuch sind, weil da muss man mal ganz genau aufpausen, was darf ich fragen?
00:01:42: Und was ist Privatleben?
00:01:44: Was eher nicht?
00:01:45: Annie Perker ist da.
00:01:46: Hallo!
00:01:46: Hallo,
00:01:47: ja schön, dich zu sehen und vor allem, dass man nicht ins Private zu sehr schweift,
00:01:51: plötzlich.
00:01:51: Obwohl du bist ja jemand, die auch über ihr Privatleben spielt.
00:01:54: Ein bisschen private Fragen.
00:01:56: Also sonst ist das ja auch langweilig und macht
00:01:57: keinen Spaß.
00:01:58: Du darfst sowieso
00:01:58: alles.
00:01:59: Ja!
00:02:00: Das wollte ich hören.
00:02:01: Schriftlich notiert, es ist überall drauf.
00:02:03: Auf Video, auf Aufnahme, es geht los.
00:02:04: Jetzt fangen wir an mit Privatfrage Nummer eins.
00:02:06: Nein, Spaß beiseite.
00:02:08: Du hattest eine ziemlich lange Pause, jetzt ist ein neues Baby da.
00:02:12: Wie lange ist das Alte oder das letzte Album her?
00:02:15: Sieben Jahre.
00:02:15: Also wirklich, es war eine lange Durststrecke jetzt.
00:02:18: Viele haben mich auch immer wieder ständig gefragt, wann kommt denn nun endlich ein neues Album?
00:02:23: Und jetzt kann ich auch wirklich sagen...
00:02:24: Da ist es.
00:02:25: Jetzt kommt das Baby.
00:02:26: Was hast du da geantwortet bei den sieben Jahren?
00:02:28: Warum kommt dein Album?
00:02:29: Weil ich keine Lust habe, weil man keine Alben mehr produziert, weil ich Zeit brauche.
00:02:34: Was ist denn da so eine Standardantwort, wenn alle Leute nerven?
00:02:36: Das
00:02:37: ist schwierig, aber ja, das braucht eine gewisse Zeit.
00:02:41: Ja.
00:02:41: Es hat sieben Jahre gedauert, die Songs erstmal auch zusammen.
00:02:44: Und man ist erstmal so ein bisschen eher Single für Single, hat man veröffentlicht.
00:02:48: Um dann zu schauen, geht man wirklich nochmal den Weg mit Album, weil da hängt natürlich sehr viel Arbeit dran.
00:02:54: Auch sehr viel Geld.
00:02:55: Und man muss sagen, Album ist nicht mehr wirklich angesagt, ne?
00:02:58: Die Plattenfirmen geben das natürlich den ganz Großen, dann gibt's aber auch gerne mal eine Schaltplatte dazu, weil das ja unheimlich wieder in ist, dieses Venue.
00:03:05: Und ich sag mal, alle, die aber nicht arige sind, auch im Schlager, fallen dann so ein bisschen drunter.
00:03:10: Und dann gibt's halt oft das Plattenlebe, auch muss jetzt ein Album sein, ganz schön teuer Single reicht doch.
00:03:14: Ja, es ist auch ein bisschen moderner alles geworden, ne?
00:03:15: Durch Streaming
00:03:16: läuft halt alles
00:03:17: fast nur noch über Spotify und Streaming.
00:03:19: Da wird dann nicht mehr so auf das Album geschaut, aber die Fans sind sehr dankbar.
00:03:24: Weil die wollen es am Ende auch in den Händen halten.
00:03:27: Also nicht nur ich als Künstlerin, findet es einfach toll, dass man das irgendwas in den Händen halten kann, sondern die Fans, die warten wirklich drauf, die wollen das mit nach Hause nehmen und trotzdem noch abspielen.
00:03:36: Wo auch immer sie es abspielen, weil man weiß ja nicht, wer ja heutzutage noch ein CD-Player hat.
00:03:40: Das stimmt.
00:03:41: Genau, aber es haben noch einige CD-Player und die Schlager-Fans sind zum Teil auch richtig verzweifelt, weil ich plaudermals aus dem Nähkästchen, ich habe letztens eine ganz süße Nachricht bekommen von einem Fan, der gesagt hat, liebe Annika, ich bin ein ganz großer Fan von Anne-Marie Eifel.
00:03:54: Und die ist doch eine Freundin von dir und die bringt ein Album raus, aber ich finde das nur zum Stream.
00:03:59: Und da kann ich nur per Paper bezahlen und das habe ich nicht.
00:04:02: Kannst du irgendwie Anne-Marie fragen, wie ich leicht an ein Album komme, wo ich so denke, krass, so ein Problem hatte ja früher niemand.
00:04:08: Du bist in den Medienmarkt gehüpft, hast dir dein Album rausgesucht, jetzt musst du überlegen, ah, wo gibt es das Album?
00:04:13: B, wie hole ich es per Streaming?
00:04:15: und er ist offenbar eben Fan von haptischen Dingen und CD.
00:04:19: Und dann habe ich gedacht, oh Gott, was machst du jetzt?
00:04:21: Und dann muss man sich um so eine Sache kümmern.
00:04:23: wo man ja vor fünf Jahren noch gedacht hätte, hey, Streamings, Idee, genau, im Medienmarkt, also jetzt mal böse gesagt.
00:04:28: Oder besuch eine Autogrammstundentour, weil das auch früher öfters mal der Fall war, dass wir Künstler natürlich Autogrammstundentouren gemacht haben, wird heutzutage auch nicht mehr so oft gemacht, was ich echt schade finde, weil da konntest du sie halt wirklich auch noch vom Künstler bekommen, direkt mit einer Unterschrift.
00:04:44: Und ja, jetzt natürlich bei der Release-Party, ich werde eine Release-Party machen, und da werde ich natürlich auch das Album dabei haben.
00:04:50: Also wer so ein Album haben möchte, der kommt am besten
00:04:53: sehr, sehr gut.
00:04:54: Ja, Release Party, gutes Stichwort.
00:04:56: Und Anni Perker, lässt es doppelt krachen mit Release Partys.
00:04:59: Du hattest ja eine zum Album und du hattest ja dann auch noch eine in NRW.
00:05:03: Also du hast jetzt gedacht, wenn ... Dann feiere ich mich in diesem Jahr richtig.
00:05:08: Ja, wenn dann so richtig, es fängt gerade erst an und es geht wirklich richtig los bei mir.
00:05:12: Also steht einiges an.
00:05:14: Und die Nachfrage war wirklich auch so riesig.
00:05:15: Gerade im Ruhrpot, wo es da wirklich hieß, hey, kannst du nicht mal auch in den Ruhrpot kommen?
00:05:20: Haben wir dann realisiert bekommen.
00:05:22: und ja, eine schöne Sache.
00:05:24: Die Fans haben sich sehr gefreut.
00:05:25: Ich hatte tolle Gäste mit dabei, Midschkeller war mit dabei, Daniel Sommer, Pia Sophie.
00:05:30: Beim ersten Mal war Norman Langen dabei, die Pia
00:05:33: Marlowe.
00:05:36: Und Max Weidner war mein guter bayerischer Freund aus der neuen Heimat, war auch mit dabei.
00:05:40: Gutes Stichwort, du hast ja schon erwähnt, neuer Heimat.
00:05:43: Wir kennen dich natürlich als Hamburgerin, geborene, aber der Liebewegen bist du jetzt auch immer mehr in Bayern.
00:05:48: Und was ich auch lange nicht wusste, ich glaube, du hast nicht mal mehr deine Wohnung in Hamburg, ne?
00:05:52: Richtig, die ist
00:05:52: weg.
00:05:52: Ich habe sie jetzt auch aufgegeben, der Liebewegen.
00:05:54: Nein!
00:05:55: Ja, doch.
00:05:56: Also auf Dauer muss man schon sagen, es war totaler Quatsch, das irgendwie doppelt, irgendwie in einem Wohnort zu halten, auch finanziell.
00:06:03: Ich habe sie dann untervermietet, was mein Glück war.
00:06:06: Ja.
00:06:06: Aber trotzdem so eine Wohnung unterzuvermieten, dafür brauchst du natürlich auch erst mal... eine Zustimmung, zwei Jahre durfte ich das machen und jetzt habe ich sie endgültig aufgegeben.
00:06:15: Ihr wart ihr auch maximal entfernt, ich meine Hamburg, Bayern?
00:06:19: Es geht auch näher.
00:06:20: Hättet ihr auch Hamburg-Berlin sein können oder ich weiß nicht, Hamburg-Kanova oder irgendwas.
00:06:25: Hamburg-Bayern war halt auch so einmal durch die Bundesrepublik.
00:06:27: Wir
00:06:27: mögen es halt total gerne mit der Deutschen Bahn zu fahren.
00:06:31: Ja, ich höre die Ironie, der stimme direkt raus.
00:06:33: Ihr liebt es bestimmt so sehr wie ich mit der Deutschen Bahn gerne.
00:06:35: Fahre nämlich nicht so.
00:06:37: Außer sie fährt pünktlich, aber da muss man ja Glück haben.
00:06:40: Das ist streckenabhängig.
00:06:41: Kommt nicht so häufig vor.
00:06:42: Ja, mal sowas so.
00:06:43: Und wie gefällt es dir denn aber in Bayern?
00:06:46: Es ist schön.
00:06:47: Ich bin sowieso gerne der ruhigere Mensch im Privaten vor allem, also auf der Bühne natürlich nicht, da bin ich total die Krampensau.
00:06:55: Aber wenn ich dann zur Ruhe kommen möchte, mag ich es auch gerne, wenn es drum herum ruhig ist.
00:06:59: Also wir
00:07:00: wohnen
00:07:00: da auch wirklich schön im Grünen, schön ländlich.
00:07:03: Lanzhut ist ja auch eine wunderschöne Altstadt.
00:07:06: Also ich hab mich schon sehr dran gewöhnt.
00:07:08: Ja, das seh ich ja auch immer auf Bildern und das ist dir gefällt.
00:07:11: Aber nun muss man dazu sagen, ihr seid nicht nur im Bayern zu Hause, sondern mittlerweile ja auch in Spanien.
00:07:16: Ja,
00:07:16: das versuche ich dir ja schon jahrelang schmackhaft zu machen.
00:07:19: Ich weiß, ich komm doch, hab ich gesagt, jetzt lag es auch an dir, möchte ich mal an dieser Stelle sagen.
00:07:22: Aber ich hab's auf dem Schirm, da habt ihr so ein... Zweites Zuhause euch aufgebaut, also für alle, die jetzt sagen, wieso Spanien?
00:07:29: Ja, einfach eine Ferienwohnung, die wir auch vermieten über die Sommerzeit vor allem, weil es einfach zu heiß ist dort.
00:07:36: Und in Bayern ist es ja sowieso richtig schön im Sommer.
00:07:39: Und immer, wenn es geht oder gerade über den Winter, versuchen wir wegzufliehen und ja, die Sonne zu genießen.
00:07:47: Ja, und da ist es ja auch sehr lange warm da in eurer Ecke.
00:07:48: Ich glaube, da gibt es gar keinen richtigen Winter.
00:07:50: Was ist da Minimum, zwölf Grad wahrscheinlich oder so, ne?
00:07:53: Schnee kennt man nicht.
00:07:55: Wir haben alle zusammen Weihnachten dort gefeiert, das erste Mal in Spanien, so bei Elften unter Palmen.
00:08:02: Ich habe im Meer gebadet, am ersten Weihnachtstag.
00:08:04: Ach!
00:08:05: Ich
00:08:06: dachte, dafür muss man weiter weg als Spanien.
00:08:08: Es war
00:08:08: wirklich richtig angenehm.
00:08:10: Da wurde ein Riesen-Weihnachtsfestival am Strand gefeiert.
00:08:13: Also man muss sich das wirklich so vorstellen.
00:08:15: Fünfzehntausend Menschen auf diesem großen Strand.
00:08:17: Alle verkleidet in Weihnachtsmänner und so rot-weiß.
00:08:21: Barbecue, die bringen alle ihr eigenes Essen mit Getränke.
00:08:24: Also da musst du vielleicht dann doch mal Weihnachten nach Spanien kommen.
00:08:27: Ja, ich glaube, da werde ich enterbt.
00:08:28: Aber was ist mit Silvester?
00:08:29: War der da auch schon mal dort?
00:08:30: Da waren wir auch schon mal dort.
00:08:31: Da habe ich tatsächlich keine Pläne.
00:08:32: Mein Job ist geplatzt dieses Jahr.
00:08:34: ein Obdachlos-Selwester.
00:08:36: Ein Obdachlos so schlimm ist es nicht, aber er noch planlos, ohne Date.
00:08:39: Ich hab noch nichts an Silvester.
00:08:41: Dieses Jahr sind wir tatsächlich zu
00:08:43: Hause.
00:08:44: Silvester, schön gemütlich mit der Familie, liegt aber daran, dass wir mit der gesamten Familie Weihnachten dieses Jahr erst malig in Österreich feiern werden.
00:08:53: Im Schnee.
00:08:54: Hoffentlich ist Schnee da.
00:08:55: Wir wollen natürlich auch ein bisschen rodeln mit den Nichten, ein bisschen Skifahren unbedingt.
00:09:00: Und wir haben da so ein Haus gemietet, alle zusammen, ich glaub so knapp.
00:09:05: Ich glaube, das wird richtig schön.
00:09:06: Wow.
00:09:07: Spieleabende und ja, so wäre es dann in Bayern gemütlich zu Hause.
00:09:12: Na so ein Ärger, dann komme ich nicht, das ist mit so kalt.
00:09:15: Da muss ich doch jemanden hinterherfliegen in die Sonne.
00:09:17: Aber das ist schon ein schönes Kontrastprogramm.
00:09:18: Bayern, Spanien, also das finde ich total toll.
00:09:21: Und jetzt mittlerweile, ich meine, Peter und du, ihr habt euch gesucht und gefunden, möchte man sagen, die Hochzeit, ich war leider nicht dabei.
00:09:28: Das war nach der ominösen Zeit, die wir jetzt nicht benennen, wo wir in seine ganzen Nachholreisen nachholen musste, weil sonst alle Gutscheine verfallen werden und das für genau aus Wochenende, wo ihr wiederum auch eure Hochzeit nachholen musstet, die große, weil ihr nicht so konntet, wie ihr wolltet.
00:09:43: Das ist wirklich eigentlich für die Ewigkeit bei euch beiden, das kann man schon sagen.
00:09:46: Ich überlege immer so, welche coolen Paare ich in meinem Freundeskreis habe und ihr fällt mir immer als erstes ein.
00:09:50: Oh, wie süß.
00:09:51: Weil ich glaube, an dem Tag, wenn ich hören würde, ihr werdet nicht zusammen, dann würde ich denken, okay, jetzt machst du das Thema lieber nicht mehr auf.
00:09:57: Wahnsinn.
00:09:58: Ja,
00:09:58: es ist ein schwieriges Thema, also klar wünscht man sich das, aber heutzutage... Erleben wir auch im Freundeskreis, wir leben in so einer schnellen, schnellliebigen Zeit, so einer Wegwerfgesellschaft, würde ich schon fast sagen.
00:10:10: Gebe ich mir die
00:10:10: Mühe, gehe ich in die Diskussion.
00:10:12: Und wenn es problematisch wird oder sobald so die ersten Probleme kommen, oh nee, das wird mir zu kompliziert, zack, ausgetauscht.
00:10:19: Und das ist schade, man muss halt wirklich, es ist auch wie im Beruf, gerade wie bei mir im Schlager, man muss für seine Treube kämpfen, man muss dranbleiben und so ist halt auch nur mal eine Beziehung.
00:10:28: Es ist nicht immer nur schön, es ist auch ab und zu mal Arbeit.
00:10:32: Klar, und ihr arbeitet aber, ich kann mir bei euch immer gar nicht vorstellen, dass ihr überhaupt arbeitet, weil ihr wirkt immer so, es gibt ja so Paare, die erlebt man zusammen und dann denkt man so, da ist schon ein bisschen Krawallpotenzial drin, zur Temperamentvolle oder einer, reicht ja dafür.
00:10:44: Und bei euch ist es immer, ihr wirkt immer so ausgeglichen, so lieb miteinander, ich habe euch noch nie gesehen, wo ich so dachte, oh jetzt fällt ein böses Wort, oder jetzt werden sie vielleicht anecken, ein bisschen.
00:10:52: Also bei uns ist es natürlich einfacher, dadurch, dass wir so ein bisschen Beruf und Beziehung auch vermischen, was immer nicht ganz so gut ist, weil
00:11:00: natürlich
00:11:01: Peter auch mich sehr, sehr viel unterstützt, worüber ich unglaublich dankbar bin.
00:11:05: Aber man macht sich natürlich auch sehr angreifbar.
00:11:07: oder die Beziehung.
00:11:08: Und ich finde, wenn man dann abends im Bett liegt und dann wirklich immer noch diskutiert über Veranstaltungen oder die nächsten Pläne oder die nächsten Songs, dann hört es irgendwann auf.
00:11:17: Also man muss den Schalter finden und den zum richtigen Zeitpunkt auch betätigen.
00:11:22: dass man sagt, hey, ab jetzt bitte nur noch privat und jetzt wollen wir wirklich auch nur noch das Paar sein.
00:11:26: Also ich finde es schön, dass man trotzdem auch gemeinsam arbeiten kann.
00:11:30: Das kann funktionieren.
00:11:32: Muss aber nicht.
00:11:32: Muss
00:11:32: aber nicht.
00:11:33: Und ja, aber wenn es funktioniert, ist es natürlich schön.
00:11:36: Das ist gut.
00:11:37: Das kennen wir, glaub ich, beides aus dem Umkreis.
00:11:40: Kann funktionieren mit Privat und Beruf, kann aber auch manchmal so, oh nee, es redet ja schon wieder davon.
00:11:44: Ein bisschen unterscheidet ihr euch zum Glück, ihr seid ja nicht beide Sänger.
00:11:48: Das wäre auch noch mal eine andere Nummer.
00:11:50: Dann kommt ja noch so was, wie so ist der gebucht und die nicht.
00:11:53: Aber so war es ja fast ein bisschen, dass Peter sich dich in deinen seinen Job mit reingenommen hat.
00:11:58: Damals, als die Bühnen geschlossen waren.
00:12:02: Gutes Modelbusiness war auch schwieriger, war aber besser möglich als Auftritte vor Menschen.
00:12:06: Und da bist du ja so ein bisschen in das Model-Business auch eingetraut.
00:12:09: Ach reingerutscht, ja so ein bisschen
00:12:10: reingerutscht durch den Peter, wo ich auch sehr dankbar bin, weil das war eine Zeit, wo wirklich nicht viel war.
00:12:15: Man hat natürlich auch irgendwo die Bühne vermisst und ich komme ja auch ursprünglich aus dem Schauspiel, Tanz, Gesangbereich.
00:12:23: Also ich habe ja Musical studiert und von daher liegt es ja nahe, dass man sowas auch gerne macht und in solchen Welten auch eintaucht.
00:12:30: Und durch Peter hatte ich dann das Glück, dass wir auch ab und zu als Paar gebucht.
00:12:35: waren.
00:12:36: Natürlich waren Paare gerade in dieser besagten Zeit
00:12:39: besonders
00:12:40: willkommen aufgrund der Nähe.
00:12:42: Da muss man natürlich auch ein bisschen kuscheln und sich nahe kommen.
00:12:45: Witzigerweise haben wir uns auch genauso kennengelernt bei so einem Job, wo wir uns nahe
00:12:49: kommen mussten.
00:12:50: Ja siehst du das kann dann manchmal klappen und die große Liebe entstehen wie bei euch.
00:12:54: Aber du machst es ja immer noch ein bisschen.
00:12:55: Man sieht dich ja immer noch in Model-Shooting.
00:12:57: Also das hast du ja nebenbei quasi laufen lassen.
00:12:59: Ja also selbstständig quasi selbst und ständig so wie man das kennt oder so wie du das wahrscheinlich weil ich auch kenn's.
00:13:06: Man ist immer unterwegs, gar nicht so viel zu Hause.
00:13:10: Also wirklich immer von A nach B nach C am Rum reisen.
00:13:14: Aber ich brauch
00:13:14: das auch.
00:13:15: Also ich bin so ein Mensch, ich brauch diese Action.
00:13:17: Ja?
00:13:18: Okay.
00:13:18: Mir fällt es eher schwer.
00:13:20: Also Peter sagt dann auch oft so, ja jetzt komm mal zur Ruhe und lass mal eine Runde Wellnissen dann im Hotel.
00:13:25: Nee,
00:13:26: das ist so langweilig.
00:13:27: Wirklich, ja?
00:13:27: Bist du so ein ... Ja.
00:13:29: Adrenalin.
00:13:31: Ach.
00:13:31: Das hätte ich gar nicht gedacht bei dir.
00:13:32: Ich hätte gedacht, du kannst voll gut hier so, über acht Stunden liegen irgendwo und so.
00:13:36: Ach, Schülli, wann ihr lieg, das liest.
00:13:37: Also schon mal so auf der Couch gemütlich zu Hause, schön Netflix.
00:13:41: Aber trotzdem generell, ich mag es einfach unter Leuten zu sein, ich mag es rauszugehen, was zu erleben, Veranstaltungen zu besuchen.
00:13:49: Ja,
00:13:49: das findest du.
00:13:50: Das hätte ich gar nicht gewusst.
00:13:51: Ja, Freunde treffen und auch Veranstaltungen, da gehe ich noch d'accord.
00:13:54: Aber so mache ich auch einfach meine Ruhe, wo ich so denke.
00:13:56: Also ich bewundere immer eure Reisefreude.
00:13:58: Also wirklich dieses A nach B und dort im Hotel schlafen und dort schlafen und wieder hier schlafen, wo ich so denke, oh Gott, das wäre jetzt nicht.
00:14:05: Da hätte ich schon meinen Kissen immer nicht.
00:14:06: Das würde mich schon nerven.
00:14:07: Das habe ich ja immer dabei.
00:14:09: Das Schleppchen von A nach B, dein Kissen?
00:14:10: Ja, das ist
00:14:11: so eine Sache, die habe ich so als Kind.
00:14:14: Habe ich immer mein kleines dieses vierzig mal vierzig Kissen und das habe ich
00:14:17: heute noch.
00:14:18: Und also nicht das gleiche Kissen, das ist
00:14:21: schon ein neues,
00:14:22: aber es ist immer noch das kleine Schlafkissen, weil ich kann nur so geschlafen.
00:14:26: Ja und manchmal bist du ja auch in Hotels, wo du so denkst, wer hat denn diese Kissen ausgegraben, davon zwei Metern, wo du gar nicht weißt, wie das so richtig knaut, damit du am nächsten Tag irgendwie halbwegs noch Halsmuskeln hast.
00:14:36: Und ich komm so wie, oh Gott.
00:14:38: Ich bin aber auch sehr pingelig, was Kissen angeht.
00:14:40: Ich
00:14:40: auch.
00:14:41: Und ich merk's auch schnell.
00:14:42: Kissen und Decke, also Decke finde ich auch sehr wichtig.
00:14:44: Ja, das ist auch grad so in diesen südlichen Ländern, wenn ihr da nur so ein Laken hast.
00:14:48: Das
00:14:49: ist ja jedes Mal auf einer Schlagerreise, bei der ich seit hundert Jahren bin, da schläft man ja mal in so einem Laken.
00:14:54: Das ist für mich jedes Jahr aufs Neue befremdlich, weil ich so denke, wo ziehst du jetzt das Laken noch hin?
00:14:57: Dann
00:14:57: am besten bei so einem zweimal zwei Meter.
00:14:59: Ja, und dann festgebunden auch noch am Bett, wo du das nicht mal strampeln kannst.
00:15:02: Also es ist alles manchmal sieben.
00:15:04: Also dafür bewundere ich euch, dass ihr das mitmacht.
00:15:06: Ich hätte wahrscheinlich schon Rücken, Bandscheibe und alles.
00:15:09: Ja, wir werden
00:15:10: auch manchmal belächelt bzw.
00:15:11: Es ist so bewundert von Freunden, die dann sagen, mein Gott, wie macht ihr das überhaupt?
00:15:16: Und wisst ihr überhaupt manchmal noch, wo ihr seid oder in welchem Bett?
00:15:20: Das ist so blöd, wie das klingt, in welchem Bett ihr gerade aufgewacht seid.
00:15:24: Es ist schon
00:15:24: manchmal
00:15:25: so, dass man dann doch den Weg zur Toilette sucht und so denkt, ich dachte, ich war jetzt eigentlich zu Hause, aber nee, stimmt, ich bin ja gerade in Berlin.
00:15:32: Ich bin ja
00:15:32: ganz voran, wo lauf ich diesmal.
00:15:34: Ist ja schon mal passiert auf der Bühne, dass du eine falsche Stadt genannt hast oder falschen Ort?
00:15:39: Ist ja das irgendwann mal passiert, dass du vielleicht ... Genau deswegen noch dachte ich, ich war doch da.
00:15:43: Und dann bist du in einem anderen vielleicht Dorf.
00:15:45: Ich glaube,
00:15:47: nee, ich glaube, das ist mir noch nie passiert.
00:15:48: Das ist noch nie passiert.
00:15:49: Nein,
00:15:49: nein, nein.
00:15:50: Ich
00:15:50: hatte ja einmal einen Blackout bei einer Ansage.
00:15:53: Und es war nur eine Band hier im Wintergarten.
00:15:55: Wind, kann ich auch sagen.
00:15:57: Also auch noch ein leichter Name, Wind.
00:15:58: Und die ganzen Scheinwerfer, die ganzen Leute gucken.
00:16:01: Und Michael Niekammer, damals mein Co-Moderator auf der Bühne.
00:16:04: will, dass ich halt den Namen sage und jetzt holen wir sie und ich habe einen Blackout.
00:16:08: Und er hat es Gott sei Dank halbwegs gecheckt und mit mir das dann zusammen.
00:16:11: Da stehst du auf der Bühne, redest hin, weißt ja auch wer kommt.
00:16:15: Und in dem Moment, wo du sagst, wie so eine geistige, ich will Wind sagen, ist mir nicht eingefallen.
00:16:19: Wäre der nicht ein, hätte ich da alleine stand.
00:16:23: Aber sowas passiert, sowas ist menschlich, ich find sowas auch authentisch, bei mir passiert es zum Beispiel eher, wenn es darum geht zu sprechen dann auf der Bühne oder irgendwelche Moderations, also so spontane Sachen fallen mir dann doch einfacher, aber wenn ich dann irgendwie an was festhänge und mir denke so Gott, was wollte ich jetzt eigentlich sagen, dann bringt mich das so aus dem Konzept.
00:16:42: Also mein Vater hat auch immer gesagt, Mädchen, red nicht so viel, sing lieber.
00:16:47: Das kannst du besser.
00:16:49: Ich hab das netter gesagt.
00:16:51: Ganz lieb von meinem Papa,
00:16:52: nicht?
00:16:52: Aber das hast du ja gut geübt.
00:16:53: Ich finde mittlerweile kannst du ja auch super sprechen, also auch auf Bühnen.
00:16:55: Ja, also mit der Zeit, also zehn Jahre bin ich ja jetzt schon dabei.
00:16:59: Also wenn ich mich an meinen allerersten Auftritt oder ja Bühnenauftritt erinnere, dann war es wirklich so, hallo, ich bin Anni Perker, ich bin zwanzig Jahre alt und ich singe euch jetzt
00:17:09: ein Lied.
00:17:10: Genau, ich singe euch jetzt ein Lied.
00:17:13: Aber ist das irgendwie schön, wenn man drüber nachdenkt oder auch weiß, wo man herkommt und die Wurzeln auch nie vergisst oder auch was für Auftritte man hatte.
00:17:21: Also ich hatte wirklich große Auftritte vor mehreren Tausend Menschen.
00:17:26: Aber ich hatte genau das Gegenteil auch.
00:17:28: Also das Kleinste war, glaube ich mal, fünf Menschen und drei Hunde in einem Autohaus.
00:17:33: Oh Gott, ja.
00:17:34: Fünf Menschen.
00:17:36: Ja vielleicht, vielleicht waren es auch sieben.
00:17:37: Ja, aber das ist schon auch, aber das ist noch viel schlimmer, weil dann sieht man die auch alle und denkt, wenn jetzt einer schlecht gelaunt guckt, dann ist mein Auftritt, also da müssen die anderen fünf ja sehr viel Applaus machen.
00:17:47: Aber das ist auch
00:17:48: das Spannende, ich finde das genau das Spannende an unserem Beruf, so als Künstler, du hast halt nie die gleiche Situation, du hast eigentlich nie die gleiche Bühne, du hast nie die gleichen Menschen, also du hast auch immer aufs neue...
00:18:01: Adrenalin.
00:18:01: Adrenalin,
00:18:02: was ich ja so gerne liebe und immer wieder diesen Kick.
00:18:05: Das ist auch irgendwo meine Aufgabe.
00:18:08: Natürlich bin ich immer aufgeregt, ich finde, das gehört dazu.
00:18:11: Ich finde, wenn das weg ist, wenn es irgendwas falsch, dann ist man nicht hundert Prozent mit dem Herzen dabei.
00:18:16: Aber dieser Kick und auch dieser Wunsch danach.
00:18:20: es auch perfekt zu machen und die Menschen auch glücklich zu machen.
00:18:23: Das macht es aus.
00:18:24: Das glaube ich auch der Respekt vom Beruf.
00:18:25: Ich glaube, wenn man die Kolla hat mal in irgendeinem Interview gesagt, wenn man kein Lampenfieber mehr hat, dann hat man den Respekt vom Beruf verloren.
00:18:31: Und da ist glaube ich viel Wahres dran.
00:18:33: Ich glaube, solange man so ehrfürchtig, immer noch auch beim Fünfhundertsten-Auftritt die Bühne betritt, hat man noch so diesen Respekt vom Beruf und auch noch so diese Dankbarkeit, diese Rozelvererdung, wie du ja so sagst.
00:18:44: Ich glaube, wenn das dann so nachlässt und man irgendwie sagt, mein Gott, der Drainoster-Auftritt, ich glaube irgendwann spüren das.
00:18:49: Wenn man
00:18:49: das nur noch so
00:18:50: runtererrat
00:18:51: hat.
00:18:52: Genau.
00:18:53: Da fehlt dann irgendwie das Herz.
00:18:54: Und du hast schon gerade gesagt, du hattest Auftritte vor ganz vielen, du hattest Auftritte vor ganz kleinen Publikum.
00:18:59: Du hast angefangen als Helene Fischer-Dubel, die meisten Wissensjahr.
00:19:02: Da hattest du natürlich wahnsinnig viele Auftritte, weil das war ja auch so die Zeit, wo Helene auch so ihren Peak hatte, Hochschoss.
00:19:08: Da waren natürlich die Dubels gefühlt ja super gefragt, weil Helene zu teuer wurde.
00:19:13: Muss man auch sagen, aus Veranstalter Sicht, wenn jemand dann eine tolle Stimme hat, so wie du.
00:19:18: Warum nicht das Double nehmen als irgendwie zweiehunderttausend Euro für Helene Fischer, wo der Preis dann lag?
00:19:22: Und dann hast du ja aber zwei Fünfzehn, also im Prinzip ja zehnjähriges Bühneubiläum, als zur Liste angefangen.
00:19:28: Tanz auf dem Vulkan, wir alle wissen das bei Florian Silbereisen, großer Erfolg.
00:19:33: Und dann kam ja aber auch zum Knick innerhalb deiner Karriere.
00:19:38: Und das war ja auch der Punkt, wo ich ja auch privat von dir war.
00:19:41: Es wurde ja schon überlegt, hast auch zu sagen, Schlager, Musik, ist das so alles, was für mich die Sicherarchie in den TV-Shows, da warst du ja kurzzeitig fast schon am überlegen, in anderen Weg zu gehen.
00:19:53: Ja, man macht sich natürlich Gedanken oder vor allem lernt man auch Leute, also nicht immer die positiven Seiten kennen und immer die Leute, die es wirklich ehrlich mit dir meinen und auch die angenehmen Leuten, sondern auch genau das Gegenteil.
00:20:06: Und die ist einem dann so ein bisschen schlecht machen und ausreden.
00:20:10: Und das war jetzt irgendwie... Also das Wichtige ist, dass man sich nicht darauf einlässt, also dass man sich nicht irgendwas einreden lässt.
00:20:18: Also egal sowieso, im Leben sollte man sich nicht auf andere verlassen und sich was einreden lassen, sondern immer wissen, was man selber möchte.
00:20:26: Aber der Weg war nicht immer einfach.
00:20:28: Natürlich gab es dann auch so ein Auf und Ab.
00:20:31: bei mir.
00:20:31: Es war dann ein bisschen ruhiger, aber ich habe eher neue Energiegeschäfte daraus.
00:20:35: Also es war dann trotzdem auch eine Zeit, wo man privat dann ein bisschen mehr das Glück suchen konnte und sich darauf fokussieren konnte.
00:20:43: Aber ich finde, ganz wichtig ist immer, dass man einen gefässigten Background hat.
00:20:48: Also sprich Familie, die einem immer den Rücken stärkt, ein Partner, der wirklich immer da ist und der dich dann auch immer aus dem dunkelsten Loch wieder so aufhebt und sagt hey, nein.
00:20:59: Und am Ende bist du Es ist immer nur du alleine, also am Ende bist du dein größter Gegner.
00:21:04: Ja, in jeder Situation.
00:21:05: Und dein Kopf vor allem.
00:21:07: Dieses Overthinking, das berühmte, wie man es jetzt ja nennt, dieses Denken und Denken und Denken und dann kommt vielleicht Zweifel und denkt man so, Mensch, aber ich hab doch die Stimme, dann sagen alle, oh, du hast so eine tolle Stimme, du müsstest viel weiter oben sein.
00:21:17: Ist man aber nicht und schon ist man ja drin in dieser ... Spirale und denkend und denkend.
00:21:23: Und es ist natürlich auch schwer, weil gefühlt ist ja auch jeder im Schlager, wo Schlager läuft gerade.
00:21:30: Und es kommen ja viele von außen auch rein, weil gefühlt in der Zeit lang ging ja fast gar nichts bei deutschsprachiger Musik, selbst die Pop oder die Deutsch.
00:21:37: Pop-Künstler haben ja so ein bisschen verloren.
00:21:40: An Grip sind in kleinere Hallen gegangen und irgendwie geführt, war ja Schlager.
00:21:43: Das einzige, was so funktionierte.
00:21:45: Dank eben Leuten wie Helene Fischer, Roland Kaiser, dann wieder Maite Kelly, die da so kamen.
00:21:50: Aber so kam auch immer mehr von außen.
00:21:52: Ja, ja.
00:21:52: Und dann wird es ja auch immer mehr und immer mehr und immer mehr.
00:21:54: Und dann denkt man auch so, was mache ich jetzt so?
00:21:57: Den Platz mehr so ein bisschen, ja.
00:21:58: Genau.
00:21:59: Also das ist ja auch schön.
00:21:59: Deswegen finde ich es ja umso toller.
00:22:01: Dann kamst du ja zurück und wie?
00:22:03: Ich glaube so ein bisschen waren ja schon deine ersten, seitdem du eigentlich im Team ... du doch bist, weil er wie so Annie Perker, zwei Punkt Null, wie ich immer so gesagt habe.
00:22:10: Und dann kam ja dein Duett mit Dennis Wilms.
00:22:12: Und das ist ja wirklich, das war ja in so einer Duett-Hochphase, ihr wart fast die ersten.
00:22:16: Und das ist ja reingeknallt.
00:22:18: Das ist ja bis heute ein Hit.
00:22:20: Ja, Wahnsinn.
00:22:21: Also wirklich, es gehört auch auf jede Bühne immer, wenn
00:22:23: wir Auftritte
00:22:23: haben, leider nicht so viele gemeinsam.
00:22:26: Wir suchen uns dann immer
00:22:27: einen
00:22:27: passenden Duettpartner, also ich dann immer mit dem passenden Dennis und dann bei Dennis wiederum ist immer eine Annie Perker mit auf der Bühne.
00:22:34: Das ist immer ein sehr lustiger Moment und wir hätten das damals auch nicht gedacht.
00:22:38: Es war eigentlich eher aus so einem Spaß
00:22:41: heraus,
00:22:42: kam die Idee.
00:22:42: Durch mich tatsächlich, ich habe ja den Tiger Enten Club immer verfolgt und fand das immer sehr spannend, wollte eigentlich gerne.
00:22:49: selber in der Sendung teilnehmen als Kind noch damals.
00:22:53: Und dann habe ich gesehen, oh, der Dennis, der macht auch alles mit dem Paul Feig, meinem Produzenten.
00:22:59: Und dann haben wir uns kennengelernt bei Immer wieder Sonntags.
00:23:01: Wir haben ein bisschen auch Backstage, so wie man halt unter Kollegen ist, bisschen gequatscht, bisschen ausgetauscht, auch über seine Songs.
00:23:08: Und dann habe ich einfach ganz frech gefragt, so, ja, du Dennis, wie sieht es denn aus?
00:23:12: Könnten wir vielleicht mal ein Duett miteinander aufnehmen?
00:23:14: Fand er die Idee cool und dann haben wir es eigentlich relativ schnell in die Tat umgesetzt.
00:23:19: Sehr gut.
00:23:20: Und das ist dann durchgeschlagen.
00:23:21: Also das ist wirklich bis heute ein mega Erfolg auf allen Tanzflächen.
00:23:25: Und ihr wart damals in dieser Duettzeit auch mit die Ersten.
00:23:28: Deswegen könnt euch das auch keiner nehmen.
00:23:29: Danach kam ja gefühlt jede Woche ein neues Duett.
00:23:32: Aber da ihr so diese Meinsteine gesetzt hat, wie Jahre zuvor, warum hast du nicht reingesagt, konnte euch keiner antasten.
00:23:38: Ihr wart ja schon da, der Hit war schon warm gespielt quasi.
00:23:41: Genau,
00:23:41: ja.
00:23:42: Nächstes wird auch immer ein ganz besonderer Moment bleiben und auch ein besonderes Duett, weil ich mein das erste Mal, ich sehe mal das schönste
00:23:48: Mal.
00:23:49: In allen Dingen des Lebens, wie man so schön sagt.
00:23:51: Und deswegen dürfen wir das natürlich auch drauf auf dem aktuellen Album.
00:23:55: Es fängt gerade erst an, ob da mal den Bogen zu schlagen wieder.
00:23:59: Und du hast ja gesagt, sieben Jahre hat es gedauert.
00:24:01: Und deswegen sind natürlich aber auch die Singles der vergangenen Jahre alle gesammelt auf diesem Album.
00:24:06: Also du hast ja ganz oft mir auch immer gesagt, das ist ein Single-Album, weil man kennt die Singles ja an sich schon.
00:24:11: Aber jetzt haben ja quasi deine Fans mal alle kompakt, plus aber eben auch noch neue Songs.
00:24:15: Genau, also ein paar neue Überraschungen mussten natürlich auch mit drauf, also zum einen die neue Single, es fängt gerade erst an, auch Albumtitel.
00:24:22: Genau.
00:24:23: Dann haben wir einen besonderen Titel, also der wirklich mir sehr besonders am Herzen liegt.
00:24:27: Das Glück ist jetzt, ist eigentlich mein absoluter Lieblingssong vom Album.
00:24:31: Da haben wir uns dazu entschlossen, dass es eine ganz besondere Version gibt, eine Akustikversion, also wirklich sehr, ja auch authentisch, sehr viel Amni steckt da drin, auch sehr viele Emotionen, da kam auch wirklich, da kam gefühlt die ganzen zehn Jahre nochmal hoch bei mir.
00:24:45: im Studio, als ich das eingesungen habe.
00:24:47: Ich habe auch die eine oder andere Träne vergossen.
00:24:49: Das
00:24:49: ist schön.
00:24:50: Also ist es auch wichtig, finde ich.
00:24:51: Das zeigt ja, dass es sich dann selber auch berührt als Künstlerin.
00:24:54: Ja, total.
00:24:55: Und
00:24:55: einen Song, den kennt man noch gar nicht, lasst mich nie mehr los.
00:24:59: Und sonst kennt man alle, weil irgendwas für immer bleibt, das kennt man auch.
00:25:03: Manchmal sagt man so bei Songs, weil viele waren ja auch ganz vorne im Airplay, die kennt man natürlich alle.
00:25:08: So grad sexy, gefährlich, liegt immer, lügt mich an.
00:25:10: Das war natürlich immer präsent im Radio.
00:25:13: Das waren ja einfach unfassbar gute Airplays.
00:25:14: Hättest du das selber gedacht, dass sich das noch mal so switched, also von mega erfolgreich zu struggling und sagen, ist das so der richtige Weg?
00:25:24: Oder mache ich vielleicht komplett was anderes zum Duett hin und dann ein Airplay hit nach dem nächsten?
00:25:29: Ja, das erwartet man, also ich habe eh, ich gehe immer in die Sachen immer ohne Erwartung rein.
00:25:33: Natürlich hat man Wünsche und Träume, man arbeitet darauf hin, man ist wirklich fleißig und das ist natürlich das beste Kompliment, was mir jemand geben kann, wenn ich sehe, hey, das geht auf, die Songs werden gespielt im Radio, die Leute wünschen sich das explizit.
00:25:48: Die Menschen singen das vor dir, wenn du ein Konzert gibst, alle Texte mit und das ist das beste Kompliment, was man als Künstler bekommen kann, dass die Songs einfach ankommen, angenommen werden und im besten Fall auch noch wirklich aus den Herzen der Fans auch spreche.
00:26:04: Also dass ich quasi die Fans anspreche mit meinen Songs.
00:26:07: Also es kommen ganz viel oder ganz oft hatte ich die Situation schon, dass die Leute mich darauf angesprochen haben.
00:26:12: Der Song berührt mich so, weil es genau meine Story ist.
00:26:15: und auch dürfen wir das, wo ich mir dachte, so ja, mal gucken.
00:26:19: Ecken wir so ein bisschen an mit diesem Titel.
00:26:21: Nein.
00:26:22: Aber da habe ich ganz viel Zuspruch bekommen.
00:26:24: dass die Leute wirklich gerade in so einer Situation feststecken und sie können das total nachempfinden.
00:26:30: Ich glaube, dürfen wir das gerade in der heutigen Zeit?
00:26:32: Wir hatten es vorhin, also wo auch Beziehungen so oft auf dem Prüfstand sind und wo alles auch so leicht ist, ich sage mal, auch durch Social Media und durch die Flötter rein.
00:26:39: Und irgendwie sind die Leute auch ein bisschen, früher war halt Treue Nummer eins.
00:26:43: Das ist bei vielen auch immer noch im Kopf, aber viele leben das ja auch nicht, muss man mal fairerweise sagen.
00:26:48: Also wie oft man ja hört, dass irgendwelche Leute eben dann doch trotz Beziehung da eben mal gucken oder vielleicht auch da sogar fremdgehen am Ende des Tages.
00:26:55: Und dann dürfen wir das natürlich für die Leute, die genauso der Situation sind, jemanden toll finden, aber wo noch nichts passiert ist, sind ja genau.
00:27:03: Und ich glaube, es gibt total viele.
00:27:05: Weil Fakt ist ja, es gibt ja nun nicht auf der Welt nur diese eine Person, die man attraktiv findet.
00:27:09: Also auch in einer glücklichen Ehe wird ja immer mal jemand kommen, wo man sagt, oh no.
00:27:13: Der ist aber schon, wenn der selbe das vielleicht auch
00:27:15: macht und der ist
00:27:15: Single, Bums ist man drin in so einer Situation und denkt, dürfen wir das nicht?
00:27:18: Ich bin weiradet,
00:27:19: eigentlich nicht.
00:27:21: Ja,
00:27:21: gerade in unserem Beruf, was wir auch machen, ich meine auch als Künstler, du triffst so viele verschiedene Künstler und auch mit einer tollen Geschichte und es ist immer spannend und natürlich, die Gefahren, sag ich mal, sind im Leben immer da.
00:27:34: Ja, also wäre auch komisch, wenn nicht, dann müssen wir alle nach der Ehe mit dem Ja-Wort.
00:27:39: Einfach blind werden, dann wär's egal.
00:27:40: Aber die Frage
00:27:41: ist nur, am Ende dürfen wir das oder nicht.
00:27:45: Und du musst dir immer am Ende selbst noch in den Spiegel schauen können.
00:27:48: Und vor allem einfach ehrlich sein.
00:27:49: Also ich finde, Ehrlichkeit
00:27:51: ist das wichtigste
00:27:52: Nummer eins, auch in einer Beziehung.
00:27:54: Also auch wenn mal was passiert, kommt ja im Leben vor, muss man einfach ehrlich sein und dann das entweder beenden oder dran arbeiten.
00:28:02: Auf jeden Fall.
00:28:03: Oder dann am Ende kommt draußen, warum hast du nicht reingesagt?
00:28:05: Das ist dann der nächste Schritt.
00:28:07: Da ist das Kind schon in den Boden gefallen, wie ich immer so sage.
00:28:10: Also das ist auf jeden Fall ein großartiges Album.
00:28:12: So viel kann ich schon mal sagen.
00:28:13: Ich bin ja eh großer Fan deiner Stimme.
00:28:15: Das weißt du auch deiner Musik.
00:28:16: Und ich finde, dass einfach das Team Düsseldorf es geschafft hat, deine Stimme aufs Optimum herauszuholen.
00:28:22: Also ich finde so deine Anfang-Songs, die haben das auch alle gezeigt.
00:28:25: Du weißt bitte melde dich bis heute mein Alltime favorite von dir.
00:28:28: Dann war das mal so ein bisschen, naja, da war es so ein bisschen so ein.
00:28:32: Das ist so im Radio gespielt worden, aber es war nicht so, das ist Annie.
00:28:35: Und jetzt haben die das aber geschafft, Paul Feig und Daniel Sommer wirklich einen Sound für dich zu kreieren, den du hörst, wo du sagst, das ist Annie Perker.
00:28:43: Das ist ja das, was man als Künstler oder Künstlerin auch braucht.
00:28:46: Ja, und ich glaube, das ist unfassbar wichtig.
00:28:48: Also, dass wenn nach den ersten Sekunden auch der Zuhörer zu Hause genau weiß, hey, das ist doch Ami.
00:28:55: Und das ist so wichtig.
00:28:56: Also, dass ich wirklich schon inzwischen so einen eigenen Stil habe, mit dem ich mich identifizieren kann.
00:29:01: Es wird immer ein bisschen moderner, also es klingt natürlich moderner.
00:29:04: Mega.
00:29:05: Und das finde ich, da bin ich auch ein Fan von.
00:29:07: Also nicht so diese klassischen Schlagersounds von damals, sondern wirklich so ein bisschen gemischt mit dem Poppigen.
00:29:14: Vielleicht auch so ein bisschen achtziger Jahre Klänge, so wie das auch schon damals bei Tanz auf dem Vulkan war.
00:29:18: Genau.
00:29:19: In die Richtung.
00:29:20: Ja und Tanzbar.
00:29:21: Also die Leute haben einfach Lust zu tanzen zu den Songs und gute Laune zu
00:29:25: haben.
00:29:25: Die Schlager fänden sowieso die Tanzen unheimlich gerne.
00:29:28: und vor allem ist es bei dir, du bist vom Themen-Spektrum auch weiter geworden.
00:29:31: Also du bist auch trotzdem, dass du jetzt nicht sagst, ja ich selber habe eine glückliche Ehe, Alles ist gut.
00:29:36: Du singst trotzdem, du hast ja auch ein Leben davor gehabt.
00:29:38: Und du besingst aber trotzdem im Themen, wodurch du auch mehr Leute reißt.
00:29:42: Du besingst trotzdem immer ein sexy, gefährlich So, oh, der kann mir gefährlich werden.
00:29:46: Oder jemanden, den man toll findet, wo man genau weiß, der lügt einen an.
00:29:49: Und er hat wahrscheinlich noch fünf andere neben einem.
00:29:51: Und trotzdem sagt man, hey komm, lüg mir ins Gesicht, weil ich kann sowieso nicht ohne dich.
00:29:55: Ich meine, habe ich dir gesagt, eine Situation, die kann ich besingen seit ein paar Jahren.
00:30:00: Dadurch holst du uns natürlich auch ab und jeden auf eine andere Art.
00:30:03: Du holst dich glücklich verliebten ab mit den glücklicheren Songs, aber die nicht so glücklichen wie mich in der Liebe jetzt.
00:30:09: Dann mit ihm auch mal so Tricky-Themen, so nach dem Motto, ja, sie hat vollkommen recht, lügt mir ins Gesicht.
00:30:14: Ich bin eigentlich auch genauso doof, was antworte ich wieder.
00:30:16: Dabei hat er noch fünf andere.
00:30:17: Wir machen das ja alle mal so in Zeiten der Unvernunft.
00:30:21: Ja, aber das gehört zum Leben dazu.
00:30:23: Und ich finde, es ist auch toll, wenn man nicht nur über die schönen positiven Sachen auch die Songs schreibt.
00:30:28: Also über die Liebe natürlich.
00:30:30: Liebe ist Thema Nummer eins in gefühlt jedem Schlagersong.
00:30:33: Aber trotzdem auch, dass man auch mal die ... Schattenseiten oder auch mal die Kehrseite vielleicht zeigt, so wie es mit Komm und Glück mir ins Gesicht, dass man schon auch darauf hinweist, hey, es ist nicht immer alles nur toll.
00:30:45: Genau, man muss ja auch immer bedenken, es ist ja auch nicht immer alles biografisch, also nur weil man selber jetzt glücklich verliebt ist, heißt es ja nicht, dass man über Seitensprünge oder über eben so eine verwirrten Liebesumstände auch mal singen darf.
00:30:57: Also ich finde, das würde euch ja auch wahnsinnig einengen als Künstler, wenn es jetzt heißt, oh, also die Annie Berger, die ist ja verheiratet, die ist ja sehr glücklich mit dem Peter.
00:31:05: Wir sehen ja nur Pärchen-Stories, warum singen die jetzt?
00:31:07: lügen wir ins Gesicht?
00:31:09: Das wäre ja ein bisschen, das heißt ja, du müsstest bis an dein Lebensende, Karriereende nur noch singen, ich bin frisch verliebt, die Liebe ist so schön.
00:31:16: Das wäre auch langweilig.
00:31:17: Ja, wobei auch da, es ist schon ein bisschen, also eigentlich jeder Titel autobiografisch oder Songs, Geschichten aus meinem eigenen Leben, die mir selber passiert sind oder die ich halt auch aufgrund von Freunden oder so mitbekommen habe.
00:31:30: Und das ist auch so ein Song gewesen, wo ich auch selbst mal in so einer Situation feststeckte und dachte, okay, ich komme hier nicht mehr raus.
00:31:37: Eigentlich will ich diesen Menschen, aber ich weiß ganz genau, Der hat eigentlich noch was anderes am Laufen und man ist eigentlich nur zweite Wahl und man darf nie zweite Wahl sein.
00:31:47: Nein, immer die erste Wahl lerne ich auch gerade.
00:31:50: Und jetzt gucke ich mir auch mal das Booklet an.
00:31:51: Wenn es schon mal CDs gibt, muss man auch mal sich das Booklet ein bisschen angucken.
00:31:54: Tolle Fotos ja auch wieder drin.
00:31:56: Ja, aber du bist ja sowieso mal... Also kein Wunder, dass man nicht auch für Model-Jobs bucht.
00:31:59: Du hast ja so dieses... Du hast einfach so diesen gewissen Glow auf Fotos.
00:32:03: Das ist ja sehr wichtig.
00:32:04: Glow auch hier auf
00:32:05: meiner Stirn,
00:32:06: glaub ich.
00:32:06: Nein, wenn ich mich auf Fotos anstelle, wie sonst, hast du immer diesen Blick.
00:32:11: Du kannst zwischen sexy, gefährlich und eben so süß guckend.
00:32:14: Dein Blick sagt alles.
00:32:15: Dein Blick sagt alles.
00:32:16: Du hast alle Facetten mal verschmitzlächelnd, mal wieder ein bisschen sexy.
00:32:20: Du kannst das wirklich gut.
00:32:21: Ja, aber auch so
00:32:22: ein bisschen alle Seiten von mir zeigen.
00:32:25: Du bist locker vor der Kamera, würd ich jetzt mal sagen.
00:32:28: Ich bin ja so, mir sagt man nachher so, Oh mein Gott, bei Bildern.
00:32:31: Video, da gibt mir ein Video, was ich machen muss, mache ich.
00:32:34: Oder Mikrofon
00:32:35: zu sprechen.
00:32:36: Das wäre sonst auch schwierig, das habe ich gelernt in all den Jahren.
00:32:39: Aber bei Fotos denke ich so, was muss ich jetzt machen?
00:32:41: Lächeln.
00:32:42: Lächeln mal ehrlich.
00:32:44: Und du siehst
00:32:45: aber immer
00:32:46: so aus wie ein, zwei, drei, ich bin aufgestanden, hey, here we go.
00:32:49: Das hat vielleicht auch mit meiner Vergangenheit
00:32:51: so ein bisschen zu tun oder auch mit meiner Ausbildung, Musical-Ausbildung, da macht man natürlich auch viel mit Schauspiel
00:32:56: und
00:32:56: auf der Bühne.
00:32:57: einfach, dass man generell künstlerisch irgendwie auf der Bühne tätig ist und da fällt einem natürlich auch.
00:33:03: Fotos machen ein bisschen leichter.
00:33:05: Vielleicht als mir dann so als Leier, die das nie wollte, alles.
00:33:09: Wie ein Mikrofon wollte.
00:33:10: Aber Musiker, gutes Stichwort, wäre das nochmal ein Thema für dich?
00:33:13: Immer noch nach wie vor.
00:33:14: Julian David macht es ja bestens vor.
00:33:16: Ich wollte
00:33:16: gerade sagen, Daniel Johnson von Team Fünf auch ein Musiker nach dem nächsten.
00:33:20: oder der Joey, Händle
00:33:21: auch aktuell.
00:33:23: Also ich finde, das hat auch gerade wieder so ein Folien-Hype und ich warte eigentlich auch noch auf dem Moment.
00:33:27: Also ich bin immer noch nach wie vor totaler Musical-Fan, hab's leider nie so richtig machen können.
00:33:33: Ich hab immer so kleinere Theatergeschichten gemacht in Hamburg, aber vielleicht, wenn da mal so eine... Die perfekte Rolle für Anniperka, wobei kommt, oder falls ihr die habt, dann schreibt mich an.
00:33:44: Bitte.
00:33:44: Ich bin da.
00:33:45: Uns Bescheid geben, aber wenn du jetzt mal träumen dürftest, wir dürfen ja auch immer ein bisschen träumen.
00:33:49: Was wäre so ein Musical, wo du sagen würdest, da müsste man mich nicht lange bitten.
00:33:52: Sofort.
00:33:53: We will rock you.
00:33:55: Und welche Rolle da?
00:33:56: Also einfach nur das Musical oder?
00:33:58: Einfach nur das Musical, weil ich die Musik einfach liebe und auch von Kind auf an irgendwie, ich glaube Queen hat mich schon geprägt.
00:34:04: Ja.
00:34:05: Also mein ersten Auftritt.
00:34:06: Nicht auch.
00:34:06: Ja, wirklich.
00:34:07: Ja, mein ersten Auftritt war mit Queen Radio Gaga.
00:34:10: Wirklich?
00:34:11: Ja, seitdem ist es irgendwie geprägt.
00:34:14: dass das so mein Weg ist und deswegen gehört zu meiner Geschichte dazu.
00:34:18: Ach, siehst du da was Neues gelernt?
00:34:19: Das wusste ich nicht, da verbindet uns ja nicht.
00:34:21: Ich bin ja ein großer Freddie Mercury-Fan und Queen-Fan, also auch geprägt, weil mein Papa mir das wahrscheinlich als Kind von früh bis spät immer vorgespielt hat.
00:34:28: Ja, mir nämlich auch.
00:34:28: Also bei uns liegt
00:34:29: es immer.
00:34:30: Wenn ich so alte Videos angucke von hier, ach ja, schon wieder was von Queen.
00:34:33: Ja,
00:34:34: alle Songs, Radio Gaga, na klar.
00:34:35: Und dann irgendwie auch, bei mir war das auch so, ich war dann in Sanzibau und das hat das Geburtshaus tatsächlich von Freddie Mercury, was ich nicht wusste.
00:34:43: Vorstand.
00:34:44: Ich hatte richtig so, dachte ich so, das ist das Geburtstag von Freddie Mercury.
00:34:47: Es ist einmal so, wenn man mit jemandem was verbindet und man ja auch nicht mehr die Chance hat, denjenigen zu treffen und zu sehen, dann ist es ja wirklich noch mal so magischer, finde ich.
00:34:56: Und das ist genau das, warum ich es auch liebe und mein Beruf so liebe, weil Musik hat so eine Magie.
00:35:03: Also Magie, Musik ist so wichtig in jeder Form.
00:35:07: Also du hast immer sofort gleich Erinnerung und das schafft nur Musik.
00:35:10: Ja.
00:35:11: Das schafft wirklich nur Musik.
00:35:12: Und jeder verbindet auch was mit Musik, gerade so mit seinen Lieblingssongs.
00:35:17: Man hört dann den Song und denkt, da hatte ich schlimme Liebeskummer oder den habe ich beim Abi beigesungen oder musste den singen.
00:35:24: oder beim uns war zum Beispiel von Juli damals geile Zeit, war bei uns im Abi-Jagg ein Song, den wir alle zusammen da performt haben, die ganzen Abschlussleute.
00:35:33: Und es sind so, wenn der Song heute mal irgendwann wieder am Radio auftaucht, sitzt sich da und denkt, krass, das war dein Abi.
00:35:39: Und bei Queen ist es dann so, wie bei dir.
00:35:41: Da denkt man dann an den Papa und denkt, das habe ich ja als Kind offenbar achthundert Millionen mal gehört.
00:35:47: Bei mir ist es zum Beispiel auch, um im Schlagerbereich zu bleiben, Semine Rossi so.
00:35:51: Immer wenn ich ihn höre oder auch sehe bei einer Veranstaltung, dann sehe ich sofort meine Großeltern.
00:35:57: Ja?
00:35:57: Und erinnere mich an alle schönen Momente bei Ihnen, wo das lief.
00:36:00: Es sind leider beide nicht mehr da, aber das sind halt so Momente, immer wenn ich Semino Rossi höre, habe ich sofort die Bilder.
00:36:07: Siehst
00:36:07: du, das ist bei mir mit Nicky.
00:36:08: Mein Opa war, warum auch immer, ohne bayerische Wurzeln, ein ganz, ganz großer Nicky-Fan.
00:36:13: Und deswegen habe ich als Kind dieses bindebayerische ... Ich habe ja nichts verstanden.
00:36:17: Heute habe ich erst mal festgestellt, wenn ich die Songs heute höre, dass ich das alles komplett falsch gesungen habe, weil ich es einfach als Kind ja noch weniger gerafft habe, den bayerischen Dialekt.
00:36:27: Und ich habe das als Kind natürlich immer falsch mitgesungen, aber ich kenne alle Nickiesongs bis heute.
00:36:31: Das ist schon schön, Musik verbindet.
00:36:33: Und aber pro Musik, was während der noch so, jetzt haben wir was Musiker gesprochen, was wären denn musikalische Wünsche noch, die du dir gerne erfüllen würdest?
00:36:40: Hättest du vielleicht auch mal so ein Duettpartner oder irgendwas, wo du sagen wirst, das würde ich so innerhalb meiner Karriere gerne noch mal machen?
00:36:47: Du-Ed-Partner, um beim Thema Simino Rossi zu bleiben, wäre schon ein großer Wunsch.
00:36:55: Da würde ich auch meine Großeltern im Himmel unfassbar stolz machen.
00:36:58: Auf jeden Fall.
00:37:01: Das wäre so ein großer Wunsch, ansonsten musikalisch für mich selber.
00:37:06: Es fängt gerade erst an, es geht so richtig los, habe ich das Gefühl.
00:37:09: Und vielleicht, wenn man so rumspinnt in fünf Jahren, dass man ... Eventuell auch mal selbst eine Band auf der Bühne hat, weil das ist was, also ich liebe es live mit Band zu performen.
00:37:19: Ich habe ja das große Glück, dass ich ab und zu mit einer Band unterwegs bin und das ist einfach so ein krasser Unterschied, dass es einfach live ist live.
00:37:27: Ja, das macht dir Spaß, ne?
00:37:28: Du könntest ja auch mal so irgendwann... wenn es dann mit die Zeit hergibt und natürlich auch man genug Karten verkauft und anplagt oder so.
00:37:35: Anplagt mit Friends und dann bräuchtest du halt auch andere Leute, die stimmgewaltig sind, weil alles, was anplagt ist, da brauchen wir ja Leute, die wirklich gut live singen.
00:37:43: Also jetzt sagen alle, naja, es sind ja Sänger, aber live ist es ja immer noch mal eine andere Geschichte, muss man sagen, geht auch für viele amerikanische Künstler, die man dann live sieht und denkt, oh!
00:37:51: Platte war schöner, aber da bräuchte es dann halt so ein großer
00:37:56: Fan davon.
00:37:56: Weil das sind so die echten Töne und die Intimen Momente.
00:37:59: Also jetzt auch zum Beispiel bei meinem Schlagerfeeling, bei meinem Album Release hatte ich ja auch einen Gitaristen dabei.
00:38:06: Und wenn man dann wirklich an Plakt anfängt und so wirklich akustisch sinkt, das hat nochmal eine ganz andere Wirkung und auch auf die Menschen.
00:38:15: Die kriegen dann ein Gänsehaut und dann sieht man erst so richtig was Musik.
00:38:19: Also wie magisch Musik sein kann und was sie anrichten kann.
00:38:22: Ja, vor allem finde ich auch selbst die Abtempo-Nummern kriegen an Plakten noch mal eine ganz andere Bedeutung.
00:38:27: Also zum Teil, wenn der Text sich dann verändert.
00:38:29: Also ich finde auch manchmal Songs, die schnell sind, wenn die plötzlich langsam werden, stellt man erstmal fest, was für eine Emotion in dem eigentlich tanzbaren, schnellen Text steht und das ist dann komplett anders.
00:38:40: Ja, genau so wie zum Beispiel einmal zu oft von mir, ist ja wirklich ein richtiger
00:38:43: Abterkursong.
00:38:45: Den habe ich dann auch mal akustisch gemacht und auf einmal plötzlich kriegt der Song eine ganz andere Bedeutung und du denkst so, wow, so habe ich den Song noch gar nicht gesehen.
00:38:53: Der kann ja wirklich emotional sein, auch vom Text her.
00:38:56: Ja, weil es dann minimalistisch ist und die Leute sich dann auch mehr auf die Stimme, deswegen meine ich ja, da muss man halt live on point sein, weil da ist ja fast nur die Stimme und nur eine leichte musikalische Begleitung und da kriegen die da eine ganz andere magische Bedeutung für mich.
00:39:08: Gut, also das können wir noch mal umsetzen.
00:39:10: Ich kann der Massimino Rossi fragen, was er zum Diät sagt.
00:39:12: Er kommt nämlich bald auch.
00:39:14: Hab schon eine Zusage und Semine und ich kennen uns seit vielen Jahren.
00:39:17: Und waren auch schon zusammen Steakessen.
00:39:18: Da könnte ich ihn ja mal fragen und sagen, Assimino, ich hätte da jemanden.
00:39:22: Du kannst ihm ja mal einen großen Wunsch mal mitteilen.
00:39:24: Das
00:39:24: mach ich.
00:39:25: Ich kenne ja da nichts.
00:39:25: Ich vernetze ja immer alle hier.
00:39:27: Dafür ist der Podcast auch da, dass sich die Leute unter da vernetzen kann.
00:39:30: Weil irgendwann kommen sie ja alle her und kann ich sagen, du übrigens die Annie.
00:39:34: Die würde gerne mal.
00:39:35: Was können wir denn da machen?
00:39:37: So, ist eingetütet und ansonsten deine Release-Konzerte liegen auch hinter uns.
00:39:43: Jetzt hast du sieben Jahre gebraucht für ein neues Album.
00:39:45: Sonst klingt vorwurfsvoll, nicht gebraucht, dir Zeit genommen.
00:39:49: Warten jetzt alle wieder sieben Jahre?
00:39:51: Nee, aber ... Wenn ich jetzt so daran nachdenke, darüber nachdenke, also sieben ist ja auch eine schöne Zahl, ist meine Glückszahl und irgendwie,
00:40:00: es hat vielleicht
00:40:01: auch alles, was mit dem Glück zu tun.
00:40:03: Das Glück ist jetzt, ist ja auch ein Song auf meinem Album.
00:40:05: Aber ich werde mir natürlich jetzt nicht noch mal so lange Zeit lassen, weil es geht wirklich... Wirklich los, also
00:40:12: das
00:40:12: fängt an.
00:40:13: Wir haben schon Pläne und da steht einiges im Programm und ich freue mich, weil wer weiß, wo die Reise hingeht, es wird vielleicht sogar auch ein bisschen anders werden.
00:40:21: Oh, und können wir irgendetwas schon sagen?
00:40:22: Irgendwas ganz Kleines?
00:40:23: Irgendwas verraten?
00:40:25: Kleiner, sechsundzwanziger Ausblick?
00:40:27: Du gehst in Mutterschutz und machst ganz kleine Musik.
00:40:29: Ganz
00:40:30: kleiner.
00:40:30: Spaß.
00:40:31: Darauf wollten wir nicht hinaus.
00:40:32: Nein.
00:40:34: Nee, kann ich noch nichts sagen.
00:40:35: Ach, Mann.
00:40:36: Du hast gesagt, du verrätst ja alles.
00:40:38: Also ist das ja wirklich... Nein, die Mutter frage, brauchst du, wenn wir keine Angst haben, weil ich bin selber eine Frau und kriege graue Haare, wenn dann irgendwann die Fragen kommen.
00:40:48: Ja, jetzt bist du aber langsam überreistlich und du hast ja immer noch keinen Partner.
00:40:50: Wie ist denn das mit dem Kinderwunsch?
00:40:52: Da hat jeder sein eigenes Tempo A und es gibt sogar auch Menschen ohne Kinder auf dieser Welt, die auch ein schönes Leben haben.
00:40:58: Was sie im Glück sind.
00:40:59: Und trotzdem sich selber.
00:41:00: Genau, das ist eh eine sehr, sehr intime Frage und ich reagiere da auch inzwischen sehr allergisch drauf, weil du weißt ja wirklich nicht, was dahinter steckt.
00:41:09: Du weißt nicht, ob dieser Mensch eventuell wirklich keine Kinder haben möchte oder eventuell sogar keine Kinder kriegen kann.
00:41:16: Und das ist ein sehr wundepunkt.
00:41:17: Das ist Wahnsinn, das ist mir aber lustigerweise und nicht lustigerweise, das Wort passt gar nicht.
00:41:21: Das ist mir erst in den vergangenen Jahren so aufgefallen, weil früher war man ja immer so spaßenshalber und klar, wenn man befreundet ist, hat das auch noch mal so einen anderen Move.
00:41:30: Aber das hat sich bei mir verändert, wo ich auch... älter geworden bin und nicht mehr in den zwanzig an war.
00:41:34: Und wo dann wirklich auch oft so vom Seite mal immer so kam, das ist ja immer noch kein Mann, aber die Uhr tickt schon.
00:41:41: Also wenn du noch ein Kind willst, dann muss das mit dem Mann aber auch bald, wo ich so dachte, sag mal, kriege ich jetzt hier Druck nicht mal von den eigenen Eltern, sondern von so ganz ungewohnter Seite.
00:41:50: Was soll das so?
00:41:51: Und ich dann irgendwann gemerkt habe, wie ich in Strugglen kam und wie... ich plötzlich manchmal fast depressiv zu Hause saß und gedacht habe, na ja, stimmt ja, wenn du jetzt kein Mann hast.
00:42:00: Und dann ist es, und manchmal so durchgerechnet habe, wie lange ich für alles brauche und mit eine völlige Panik verfallen bin, bis ich mal irgendwann ein Posting gesehen habe, wo eine Frau gerade ihre Schwangerschaft verkündet hat und die gesagt hat, dass es ihr wichtig ist, an der Stelle zu sagen, auch alle Frauen zu implizieren, die vielleicht kein Kind bekommen können.
00:42:17: Und dass sie die mit, dass sie nicht möchte, dass die getriggert werden durch den Post.
00:42:20: Das ist ihr durchaus bewusst.
00:42:21: Und die hat so einen emotionalen Post gemacht und habe ich dann runtergeschrieben.
00:42:25: Danke für diese tollen Worte.
00:42:27: Und dann habe ich die Meinung geändert.
00:42:28: Dann dachte ich, wie vermessen von Journalisten eigentlich zu sagen, Annie, jetzt bist du doch mit Peter schon so viele Jahre verheiratet, du bist ja auch schon über dreißig, wie ist denn mit dem Kind?
00:42:36: Eigentlich übergriffig.
00:42:37: Ja schon, vor allem man darf nicht vergessen, dir gegenüber sitzt immer noch ein Mensch und du kannst nicht in diesen Menschen reinsehen und der Mensch hat vielleicht selber gerade seine eigene Geschichte oder sein eigenes Päckchen zu tragen und muss vielleicht selber erstmal damit klarkommen.
00:42:49: Und wenn dann noch von der Seite, also das ist... Also egal, ob das Thema Kind ist oder so, aber auch Social Media.
00:42:57: Wir machen uns ja wirklich alle angreifbar, dadurch, dass wir öffentlich auf Social Media zu finden sind.
00:43:02: Aber jeder Kommentar, der wird von uns gelesen und wir nehmen das auf.
00:43:06: Also wirklich manchmal an die Menschen möchte ich ihnen einfach sagen, hey, denkt darüber nach.
00:43:12: Da hinter sitzt immer noch eine Seele.
00:43:13: Ist doch egal, dass wir jetzt in der Öffentlichkeit stehen und ein Star sind vielleicht oder ein Schlagerstar.
00:43:19: Wir sind auch nur Menschen am Ende des Tages.
00:43:22: Ja, weil es genau so ist, gerade Social Media tut zum Teil so weh und ich habe das Gefühl Frauen kriegen da manchmal noch mehr ab, weil sobald ein Outfit ein bisschen enger aussieht, ist die Schwanger.
00:43:33: ach, die hat ja zugenommen, boah ist die Dürre.
00:43:35: Nur so und man denkt so, Leute und schon gar nicht dieses Bodyshaming.
00:43:39: Also guckt alle in den Spiegel, kehrt alle vor eurer eigenen Haustür und lasst den Frust nicht an anderen aus.
00:43:44: Das machen ja zum Teil die gute Zeiten, schlechte Zeiten.
00:43:46: Schauspieler sehr gut und das ist ja auch gerade eine Schwanger mit vierzig an den Männern und die macht das ja sehr oft.
00:43:51: Ich finde es auch echt schade, dass man das so öffentlich breit treten muss, seinen Frust rauslässt oder auch in Form negativer Kommentare.
00:44:00: Warum muss man das machen?
00:44:02: Dann schaut doch einfach weg oder Entfolge der Person.
00:44:06: Ja, ich sag immer, es gibt einen Vollknopf.
00:44:08: Geht doch einfach rauf und dann schüß.
00:44:10: Ich bin sowieso ein Mensch.
00:44:11: Ich möchte nur positive Menschen um mich herum.
00:44:14: Wenn da wirklich jemand ist, der die ganze Zeit nur negativ ist, das tut mir nicht gut.
00:44:18: Und dann muss ich mich auch von gewissen Leuten trennen, was ich auch schon in den zehn Jahren gelernt habe und mich auch getrennt habe von gewissen Menschen, die mir einfach nicht gut tun.
00:44:27: Weil das ist nicht gut, du hast nur dieses eine Leben.
00:44:31: Die saugen dir, ich nenn's ja mal Energieräuber.
00:44:32: Die saugen dir die Energie, ohne dass du weißt, warum die gesaugt wird.
00:44:36: Dann sitzt du aber zu Hause und denkst, Gott, bin ich erschöpft.
00:44:38: Warum eigentlich?
00:44:39: Weil der Energieräuber dir gezogen hat, gezogen hat, gezogen hat.
00:44:43: Aber da bist du auch, du bist ja da auch so ein feinfühliger Mensch, glaub ich, wie ich.
00:44:46: Und du nimmst dir ja sowas auch sehr schnell an, so negative
00:44:49: Weibs.
00:44:49: Ja, man nimmt sich das zu Herzen.
00:44:51: Natürlich denkt man, zerdenkt man auch alles.
00:44:53: Ich bin auch ein Mensch.
00:44:53: Aber so negative Kommentare lass ich eigentlich gar nicht mehr so richtig nah an mich ran.
00:44:59: Das ist auch gut.
00:45:00: Also dürfen wir auch nicht, weil das macht das Leben nicht schöner.
00:45:03: Deswegen bitte da draußen nochmal der Appell, auch mal dreimal überlegen, was man runter schreibt und manchmal vielleicht das einfach auf dem Blatt Papier schreiben und wegschmeißen, wenn man es loswerden möchte.
00:45:10: Man sieht es keiner und man ist es trotzdem los geworden.
00:45:13: Genau.
00:45:14: Also, wo ich immer so denke, lass doch eure Wut nicht, dann nehmt euch doch das Kopfkissen, da kann man auch reinboxen, wenn man schlechte Laune hat.
00:45:20: Muss man ja nicht sagen, du bist aber dick geworden, weil man schlechte Laune hat.
00:45:23: Und vielleicht ist einem einer grad selber gesagt hat.
00:45:26: Weißt du, ich denke immer so, wir sind ja immer so ein Spiegel.
00:45:28: Ganz oft sind es ja Menschen, die selber grad so einen Kommentar bekommen, die es dann auf den anderen quasi auskippen.
00:45:33: Wieso?
00:45:33: Ich hab Müll abbekommen und dir gebe ich jetzt aber den Mülleimer und kippe ihn über dich aus.
00:45:37: Geht's mir besser?
00:45:38: Weil es einfach ist.
00:45:39: Also durch das Internet ist es halt einfach geworden.
00:45:42: Wahrscheinlich, wenn dir die Person gegenüberstehen würde, würde sie sich nicht mehr trauen, was zu sagen.
00:45:47: Aber schönen Kommentar.
00:45:49: Es tut ja nicht weh.
00:45:50: Man kriegt keine Reaktion.
00:45:52: Man denkt sich so vielleicht, ach, ich verletze jetzt niemanden damit.
00:45:54: Ist sie
00:45:55: eh nicht.
00:45:55: Oder so,
00:45:56: ja.
00:45:56: Wir lesen alles.
00:45:57: So, das möchte ich noch mal sagen.
00:45:59: Und abschließend, unsere Zeit ist leider schon um, möchte ich sagen, es fängt grad erst an.
00:46:03: Ich finde, besser zu deinem Albumtitel auch nicht wählen können, weil es fängt, glaub ich, bei dir grad erst an.
00:46:08: Das Tal der Tränen, was du durchlaufen bist, ich glaube, es war wirklich ein Teil der Tränen.
00:46:11: Ich habe es ja privat auch miterlebt, ist zu einem hoch geworden.
00:46:14: Ich glaube, du bist auf dem Berg.
00:46:16: Der Berg geht ja immer noch höher.
00:46:17: Aber ich glaube, das Tal der Tränen ist überwunden.
00:46:19: Das wird auch nicht mehr kommen.
00:46:20: Und deswegen freue ich mich sehr auf die nächsten Jahre mit dir.
00:46:23: Meine Liebe, meinen Support hast du als Freundin, als Moderatorin.
00:46:26: Und ich freue mich, wenn du ganz bald wieder zu uns kommst.
00:46:29: Ich freue mich auch und ich sage ganz herzlichen Dank für dieses wunderschöne Gespräch mit dir.
00:46:33: Es war mal wieder ein Chest.
00:46:35: Wie unter Freunden, als wären wir gerade... im Urlaub gemütlich.
00:46:39: Ja
00:46:39: und das machen wir als nächstes.
00:46:41: Dann kommen die Bilder aus Spanien.
00:46:43: Es ist gesetzt.
00:46:43: Sehr gerne.
00:46:44: Vielen Dank.
00:46:45: Tschüss.
00:46:46: Eine tolle Frau.
00:46:48: Ja also ich finde sie immer so inspirierend.
00:46:50: Vor allem halt in Sachen Liebe Annie und ihr Peter.
00:46:53: Also die beiden wirklich ein tolles Pärchen.
00:46:56: Und da waren noch ganz viele Tipps auch dabei für uns Singles.
00:46:58: und vor allem finde ich Das größte Learning aus diesem Gespräch niemals aufgeben.
00:47:04: Es geht immer weiter und immer zum Positiven, wenn man daran glaubt.
00:47:08: Das war die Podcast-Folge mit Anni Perker und kommende Woche.
00:47:11: Da geht es weiter mit einer starken Frau, und zwar Anna Karina Wojczak.
00:47:15: Wir sprechen auch da über das neue Album Über den Dschungel natürlich, wo sie ja im Januar dabei war und viele verschiedene andere Themen.
00:47:22: Denn auch Anna Karina Wojczak weiß, was die Höhen und Tiefen des Lebens bedeuten.
00:47:27: Also in einer Woche neue Folge.
00:47:29: Ich freue mich.
00:47:29: auf euch!
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