Max Weidner: „Ich bin kein Schubladen-Act“
Shownotes
Was macht Max Weidner im Schlager so besonders? Er pfeift auf Rollenklischees, Schubladendenken und die ewige „heile Welt“ 🎭 – und setzt stattdessen auf radikale Ehrlichkeit. Genau das hört man auch im neuen Antenne Schlager Star-Talk im Gespräch mit Anika Reichel.
Ob in seinen Songtexten, bei Instagram oder wenn es um private Rückschläge geht: Max spricht aus, was sich viele nicht trauen 💬. Warum bedeutet es echte Stärke, Schwäche zu zeigen? 💪 Kann man in einer Branche, die oft nach Perfektion schreit, wirklich „echt“ bleiben? Und welche Tabus darf man beim Mitsingen ruhig mal brechen? 🎶
Gemeinsam mit Anika geht es ans Eingemachte: bMax Weidner spricht offen über Doppelmoral in der Musikszene, über sein Liebesleben ❤️ und darüber, wohin seine musikalische Reise im noch jungen Jahr führen soll 🚀. Besonders wichtig ist ihm dabei ehrliche Selbstreflexion – inklusive der Erkenntnis, dass man auf einer Aftershowparty den Gin Tonic auch mal einen Tick zu lange genießen darf 😉🍸. Und dann wären da noch seine Tattoos: Was steckt eigentlich dahinter?
Aber jetzt ist du gefragt: Wie hat dir das Gespräch gefallen? Hinterlass uns gern Feedback und eine Bewertung in deiner Podcast-App ⭐ oder schreib uns direkt per Mail an startalk@antenne-schlager.de oder per DM auf Instagram an @antenneschlager 📩 @antenneschlager
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir sind zurück mit einer neuen Folge und ich kann euch jetzt schon mal sagen, das wird ein richtig privates Gespräch mit Max Weidner.
00:00:08: Wir kennen uns seit ein paar Jahren auch privat, aber so richtig viel Zeit hatten wir auch noch nicht zusammen.
00:00:12: Aber das Gespräch mit ihm, das geht wirklich tief.
00:00:15: Also, ich war sehr überrascht.
00:00:16: Wir haben über die Pläne für im Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr um Negativität ins Positive zu verwandeln.
00:00:32: Und wir sprechen über seinen sehr emotionalen Post, den es ja zum Ende des vergangenen Jahres gab, wo einige ihm unterstellt haben, er würde mit der Schlagerbranche abrechnen.
00:00:41: Warum er das aber wirklich gepostet hat und kein Schubladen-Akt ist und er findet das Schlager auch ein bisschen zeitgemäßer werden muss.
00:00:48: Das alles verrät er uns.
00:00:50: Also ein sehr offenes, ehrliches und auch sehr unterhaltsames Gespräch.
00:00:54: Das haben wir sehr viel Freude gemacht und ich hoffe, ihr habt jetzt auch viel Spaß beim Hören.
00:00:59: Juhu, ich freue mich und ich klinge vielleicht ein bisschen erschöpft zu Beginn dieses Podcasts, weil wir haben Blut und Wasser geschwitzt.
00:01:06: Es stand technisch unter keinem guten Stern und wir haben es geschafft.
00:01:10: Deswegen ist dieser Mann jetzt hier im Studio, es ist ein Glücksfall.
00:01:13: Max Weiner ist da,
00:01:14: hallo!
00:01:15: Servus Annika, hi!
00:01:16: Das war eine harte, schwere Geburt, weil wir hatten hier Erkabelprobleme, es ging alles kaputt und jetzt haben wir eine Lösung mit der Technik gefunden und du hattest zum Glück Zeit.
00:01:25: Ja absolut, wenn du mich anrufst und sagst, Max kommt vorbei.
00:01:28: Dann bringe ich natürlich ein bisschen Zeit mit.
00:01:30: Aber ich hätte den Gintonic eigentlich schon brauchen können.
00:01:32: Ich kann jetzt gleich wieder heimdüsen.
00:01:34: Ich hab's auch gedacht.
00:01:36: Wir wollen ja immer die Leute auch ein bisschen mitnehmen.
00:01:38: Also damit ihr nicht denkt, das ist hier alles immer, die Gäste kommen, man entspannt sich.
00:01:42: hier ist oft so, aber heute war es nicht so.
00:01:44: Ich glaub, wir haben eine Stunde jetzt hier technische Probleme gehabt.
00:01:47: Jetzt sind wir zusammen, haben Zeit, die Technik stimmt, der Gintonic, den gibt's in einer Stunde.
00:01:53: Wir wollen über vieles reden.
00:01:54: Max, wir sind angekommen, in zwanzig, sechsundzwanzig.
00:01:57: Ist ja immer so, Ich sage immer so, da liegt das Jahr wie ein weißes Blatt Papier vor einem und man kann jeden Tag noch selbst beschreiben.
00:02:04: Wie möchtest du da in sechsundzwanzig beschreiben?
00:02:06: Der Januar ist jetzt zwar um, wir haben Februar, also noch genug Zeit.
00:02:09: Was würdest du gerne Ende des Jahres auf diesem Papier drauf haben mit Haken hinter?
00:02:14: Wenn
00:02:14: wir jetzt träumen dürfen.
00:02:15: Man hat ja immer diese Vorsätze.
00:02:17: Genau.
00:02:17: Wenn man gesagt, komm, scheiß einfach drauf.
00:02:19: Andere sagen, im Januar jetzt brauche ich eine personelle Träne.
00:02:21: Wie das meine ich damit gar nicht
00:02:22: so.
00:02:22: Ich habe mein Beispiel gekündigt, schon mal.
00:02:24: Ach,
00:02:24: nein, ich bin sehr happy.
00:02:26: Ich kann nicht mehr ohne meine Personal-Trainerin.
00:02:28: Grüße gehen raus, ich liebe sie.
00:02:29: Die schaut gut aus.
00:02:34: Aber deswegen bin ich nicht bei ihr, sondern wegen Disziplinen und Ordnung.
00:02:37: Sehr gut,
00:02:38: sehr gut.
00:02:39: Du.
00:02:39: Ich bin ja so ein Typ, ich hab leider keine Glasskugel daheim.
00:02:42: Ich lass mich gern treiben.
00:02:43: Haben wir aber alle nicht.
00:02:44: Nee, das stimmt.
00:02:45: Das Leben ist ja immer so eine Wellenbewegung.
00:02:47: Und oft blämmt man und eigentlich führt der da oben Regier.
00:02:50: Und ich hab immer gesagt, Komm, Max, werd mal ein bisschen entspannter.
00:02:52: Das ist schon mal so ein Ziel.
00:02:54: Stresst dich einfach nicht rein.
00:02:57: Ist natürlich schwierig in der Musik- und Medienwelt.
00:02:59: Man muss ja immer funktionieren, immer höher, schneller weiter und stattfinden.
00:03:02: Aber ich hab mir gedacht, komm, hör jetzt einfach mal auf deinen Gefühl, lass laufen, geh wieder ins Studio, erfinde dich vielleicht auch ein bisschen neu jetzt.
00:03:09: Kann man noch nicht verraten.
00:03:10: Gutes
00:03:10: Stichwort?
00:03:10: Ja, aber ich möchte jetzt einfach wieder richtig Glas geben und freu mich, ohne Ende auf alles was kommt.
00:03:15: Ich freu mich auch auf jeden Fall, weil du bist ein toller Künstler, ein spannender Künstler, vor allem auch ein sympathischer Künstler.
00:03:19: Also man lernt ja in der Branche nicht nur nette Menschen kennen, muss man jetzt einfach mal so sagen, aber viele nette.
00:03:24: Und du bist einer davon.
00:03:26: Und bei dir hab ich mich sowieso mal gefragt, wohin geht die Reise?
00:03:28: hat man ja auch ein bisschen auf Social Media.
00:03:30: Ich schätze das ja sehr, diese Ehrlichkeit, die du da an den Tag legst, weil man stellt ja schon fest, auf Social Media ist bei vielen ja immer alles gut.
00:03:37: Entweder ist man im Urlaub oder die Sonne scheint dann aus dem Pro.
00:03:40: Und ich habe das ja im vergangenen Jahr auch gemacht, als ich den Job gewechselt habe, gab es ein Tränenvideo von mir zum Ende des Jahres, ein relativ klares Statement und Leute haben mal gesagt, oh Annika, wie du so deine Emotionen transportierst, finde ich cool, dass auch mal jemand sagt, ich hatte einfach ein scheiß Jahr.
00:03:54: Punkt, Ausrufezeichen.
00:03:56: Und du machst es ja ähnlich, auch wenn du krank bist oder dich irgendwie was struggling lässt.
00:04:01: Du bist da schon sehr ehrlich.
00:04:03: Also was treibt dich da an, das zu machen, um eben auch mal zu zeigen, hey Leute, dreihundertfünfundsechzig Tage Sonne gibt's nicht.
00:04:09: Oder viele unterstellen ja auch ja, wird's ja dann nur liebe Komplimente, dass sie schreiben, alles wird wieder gut.
00:04:14: Aber mir geht's da überhaupt nicht drum, ehrlich gesagt.
00:04:15: Nee, mir auch
00:04:16: überhaupt nicht.
00:04:17: Vor allen Dingen, es ist halt nicht nur die heilige Schlagerwelt.
00:04:19: Jetzt werden wir so noch außen transportiert und viele Kollegen haben auch gesagt, Max, was war das für ein Post?
00:04:24: Du zeigst jetzt irgendwie Schwäche und ich so, nee, nee.
00:04:27: Das ist eigentlich eher Stärke.
00:04:28: Ich sag das, was ich viele nicht trauen.
00:04:30: Und ich war immer in so einem Punkt, wo ich komplett K.O.
00:04:32: war, ausgelaut, Blutdruck hat verrückt gespielt.
00:04:35: Ja, eben.
00:04:35: Und wenn du lange in der Branche dabei bist und immer Gas gibst und irgendwann merkst du dann, okay, der Akku ist langsam leer, dann beginnt halt auch der Körper zu sprechen.
00:04:44: Und ich hab für mich viel gemerkt, okay, du kämpfst und da und gegen irgendwelcher Macher in der Branche an.
00:04:49: Du läufst ins Studio, jeder will dir die Welt erklären, jeder weiß, wie's funktioniert.
00:04:54: Am Ende kennst du dich oft selber nicht mehr.
00:04:56: Also ging's mir dann am Ende wirklich.
00:04:58: Und es ist halt immer, wie gesagt, diese Wellenbewegung.
00:05:01: Bei mir ist es immer so, es geht schnell nach oben.
00:05:03: Du hast eine Show, dann hast du wieder Ewigkeiten nix.
00:05:05: Und die Leute meinen immer, diese berühmten drei Minuten im TV, wie geil das ist.
00:05:10: Aber es ist oft gar nicht mal so geil.
00:05:12: Natürlich, wenn du im TV bist, ja, das ist super.
00:05:15: Aber um die Shows zu bekommen, um dich dadurch zu boxen, dich zu behaupten, das ist wirklich ein Kampf.
00:05:21: Und ich bin auch wirklich so ein Mensch, der mittlerweile sagt, okay, ich lieb den Schlager ja schon immer.
00:05:24: Ich hab's mir tätowieren lassen hier,
00:05:26: Sex, Sex und Schlager.
00:05:27: Ja, unser Worte, unser
00:05:28: aller.
00:05:29: Ja, und ich lieb das ohne Ende.
00:05:31: Und das ist ja auch meine Leidenschaft.
00:05:32: Ich stand als dreijähriger Bub mit meinem Opa auf der Bühne und bin noch die Festzelle durch Bayern gezogen.
00:05:37: Und ich hab das wirklich inhaliert.
00:05:39: Also, ich lebe und lieb das wirklich.
00:05:41: Das ist nicht nur irgendwie so nach außen, der macht jetzt Schlager, weil's hip und modern ist.
00:05:45: Das muss ich ehrlich dazu sagen.
00:05:47: Aber ich... Du
00:05:48: lebst ihn.
00:05:49: Ja, total.
00:05:49: Aber ich hab nie gedacht, dass es wirklich so eine schwere Brage ist.
00:05:52: Das muss ich ganz ehrlich sagen.
00:05:54: Ich dachte mir immer so, okay, du bist in den ersten Shows, du hast da geguckt und die Kollegen kennengelernt.
00:05:59: Ja, wie du gerade gesagt hast, die Sunnet alle ist super.
00:06:01: Es gibt viele liebe Kollegen, die Anstelle ist ein guter Freund von mir.
00:06:06: Team Düsseldorf.
00:06:07: Ja, Team Düsseldorf, die gehören natürlich alle dazu.
00:06:08: Die sind
00:06:09: ja auch super.
00:06:09: Ja, total.
00:06:10: Und da merkt man auch, die sind so die jungen Wilden, die wollen Gas geben.
00:06:13: Und da hält man auch zusammen.
00:06:15: Und ich finde, wenn man aktuell diese Medien- und Schlagerwelt anschaut, es ist schon relativ viel gleich immer.
00:06:21: Du hast diese typische Speisekarte an Acts, wo ich sage, Mensch, so einen Haujunten Kaiser, die braucht man natürlich, die haben den Schlager mitgebracht.
00:06:27: Klar.
00:06:27: Und wie lange haben wir sie noch?
00:06:28: Ich meine, hauert jetzt auf Abschiedstour in diesem Jahr.
00:06:31: Michelle.
00:06:31: Ich gehe auf die Tour.
00:06:32: Ich schaue vorbei.
00:06:33: Auf jeden Fall, macht das.
00:06:35: Hau ich, ist super.
00:06:36: Aber ich finde auch, wir brauchen viel Platz für neue Aktien.
00:06:39: Weil wo steht denn der Schlager in fünf Jahren von mir aus?
00:06:42: Es ist echt so ein Thema, wo ich sage, okay, man muss auch mehr offen sein.
00:06:46: Man hat immer gesagt, boah, den Weiden können wir nicht einladen.
00:06:48: Der ist von Kopf bis Fuß tätowiert.
00:06:50: Dann hat da noch irgendeine Nase.
00:06:51: Was soll der Kerl aus den Noten beim Zucker sagen?
00:06:54: Ja, und dann lauf ich dann in der Lederhosen rum und Mundart und keine Ahnung, dann wirst du schnell in so eine Schublade gesteckt.
00:06:58: Und es geben ja so auf den Keks, weil ich bin überhaupt kein Schubladen-Akt und vor allen Dingen auch kein Weispüler-Künstler, der irgendwie geleckt ist und irgendeiner... Na nun, na na, Backform entspricht.
00:07:09: Man sagt, so muss der Schlagerkünstler sein.
00:07:11: Mensch, jede Omi hat mittlerweile daheim die Enkelin mit einem Tattoo oder mit einem Nasen oder nicht im Nippelbier singt.
00:07:16: Dass die immer vielleicht gar nicht weiß.
00:07:19: Und am Ende ist es auch nicht tragisch.
00:07:21: Und wenn ich, also der Weid, übers Schnaxeln singt, also nicht Schnacken, sondern Schnaxeln, ist auch
00:07:26: weiliessig.
00:07:26: Ich weiß, ich weiß, das kenne ich.
00:07:28: Ich kenne ich hier.
00:07:29: Ja, natürlich.
00:07:29: Also bei dem Thema nur.
00:07:31: Da weiß ich, wie man das auch nennt.
00:07:33: Wir reden natürlich von Liebe machen, dann sagen die Leute, Und
00:07:43: ich?
00:07:44: Dann ist das kein Problem.
00:07:45: und dann denke ich mir... Sehr fix, was ist denn da los?
00:07:48: Ja, und es ist auch so ein bisschen... Ich hatte die Diskussion lustigerweise jetzt, wo wir grad beim Schnachsinn sind, da war ich Podcast darüber, nur
00:07:54: über das Thema.
00:07:55: Aber mit Jay Khan hatte ich das.
00:07:57: Als ich so meinte, ey, wie toll ist es, dass ihr ein Duett habt, du und Anna, und das ist halt darum, geht das ein Pärchen an der Basis, kommt eine Frau rein, auch wollen wir nicht dazu holen, und die Frau hat die Idee.
00:08:07: Und er sagt, guck Jay mich an und sagt, Annika, du bist die erste Journalistin, die auf dieses Duett gut reagiert, und B, die es auch verstanden hat, dass die Frau die Person dazu... und ich so, na ja, es steht aus meinem Leben, dein Spaß beiseite.
00:08:20: Aber ich hab so gedacht, warum denn nicht, ist doch toll.
00:08:23: Und er war völlig und sagt so, das findet er richtig gut, dass ihm mal jemand nicht sagt, das geht nicht.
00:08:29: Also Roland Kaiser kann das machen, aber ihr könnt doch jetzt nicht darüber singen.
00:08:32: Wo ich sage,
00:08:33: warum
00:08:34: denn nicht?
00:08:35: Also, Hand hoch, die Paare, die zu Hause vielleicht sogar schon mal das Thema hatten oder die sich's insgeheim ... Leute sprechen ja meist nicht, aber wie viele Leute da draußen sind in Beziehungen und wünschen sich eigentlich ins Geheimmann Dritten dazu zu holen.
00:08:47: Darüber kannst du jetzt aber nicht singen.
00:08:49: Du, das ist so scheinheilig auch immer.
00:08:52: Es ist scheinheilig.
00:08:52: Und ich komme ja wirklich aus dem Kuhdorf.
00:08:55: und letztens habe ich ein Video gedreht in einer Kirche bei uns, in einer Kapelle.
00:08:58: Ich habe ein Song, A Goodie Zeit.
00:09:01: Und ich stehe hier im Performen oben an.
00:09:02: so ein Christbaum gucken, ist so geil.
00:09:04: Dann kam hier eine Kommentare von Leuten aus dem Nachbardorf.
00:09:07: Wie kann man das machen?
00:09:08: Das ist ein heiliger Ort.
00:09:09: Und ich so, ich singe von der guten Zeit.
00:09:11: Und ich glaube, der Herrgott da droben, wenn es den wirklich gibt, der hat sicher Bock auf Kunst, auf offene, lässige Leute, aber sowas engständig.
00:09:18: Also mich regt das ja so auf.
00:09:20: Früher bin ich da auf den Stammtisch gegangen und dann haben sie gesagt, ach.
00:09:23: Der Künstler, Brotlose Kunst, kann man davon überhaupt leben.
00:09:26: Brotlose Kunst.
00:09:27: Muss ich jetzt den Kantorauszug mitbringen hier?
00:09:30: Oder wenn du eine Lady kennenlernst auf dem Dorf, da fragen die Eltern erst mal, ja verdient denn der Buhr überhaupt was?
00:09:34: Ist
00:09:35: das noch so?
00:09:37: Vielleicht soll ich diese Frage im Dating auch mit reinnehmen?
00:09:40: Anika, wenn du dann einmal bei Silvereisen warst, dann nein, der Porsche steht vor der Haustür.
00:09:44: Ja, natürlich.
00:09:45: Aber mir zwei.
00:09:46: Also, Entschuldige bitte.
00:09:48: Ich hab gesehen, mit was du hier kommst.
00:09:49: Also, er mag's so.
00:09:51: Wir machen ja hier auch ein bisschen Spaß.
00:09:52: Ja, es ist wahrscheinlich wirklich so, dass die Leute das denken.
00:09:55: Man hat da so ein ganz anderes ... Man hat so ein ganz anderes Wahrnehmen.
00:10:00: Und ich glaube auch immer, was immer noch wirklich ein großes Problem ist.
00:10:03: Und ich plädiere, glaub ich, fast in jeder Podcastfolge dafür.
00:10:06: Hört auf mit diesem Schuppeladendenken.
00:10:09: Es ist wirklich jeder so, oh, blonde, halbwegs gut aussehende Frau, Single, Odi muss ja das und das alles machen.
00:10:15: Und guck dir den Mann, der ist titowiert und so, oh, der ist bestimmt so und so.
00:10:18: Wir
00:10:19: haben dieses, wir müssen Menschen immer in Schubladen stecken.
00:10:23: Das
00:10:23: nervt.
00:10:24: Ich glaube,
00:10:24: das ist unser größtes Problem, was wir in der heutigen Zeit haben und was durch Social Media aber befeuert wird.
00:10:29: Und die Leute drücken dir immer diese scheisse Kette auf.
00:10:31: Und ich denke mir, Leute, warum denn eigentlich?
00:10:34: Und auch wenn man immer sogar diese Künstler urteilt, dann denke ich mir immer bei uns... Wenn man auf dem Dorf lebt.
00:10:40: Da beschleißt die Nachbarn den Mann, da ist es überhaupt kein Problem, singt der Weidner, aber irgendwelche freche Themen, dann drehen die durch, das kann er doch nicht machen.
00:10:47: Ja,
00:10:48: weil du in Spiegel fährst.
00:10:49: Ich merke, Leute, über Schnachseln singen, über Schnachseln reden, jeder Schnachsel, jeder macht's.
00:10:54: Also irgendwie, die Zeit verbreitet, aber reden darf man nicht darüber oder singen, dann denke ich mir, Leute, seid ihr spiesig?
00:11:00: Ich rede auch gerne über Schnachseln, warum nicht?
00:11:02: Ja, warum nicht?
00:11:03: Also wir machen an dem Podcast zusammen, tolles Thema, ich glaube, es hat unendliche Möglichkeiten, dieses Thema.
00:11:08: Aber hast du gesagt, Ich glaube, es hängt auch immer vom Künstler an.
00:11:11: Weil zum Beispiel Andreas Gabayé mit Hula-Balu.
00:11:14: Wenn man auf den Text achtet, ist ja thematisch, erhält sich ja da auch in dieser Gerauzone.
00:11:17: Das funktioniert ja wieder.
00:11:19: Hula-Balu.
00:11:20: Nur nicht aussprechen.
00:11:22: Durch die Blume.
00:11:23: Aber was soll man denn noch für Worte finden?
00:11:24: Ich meine, Schnackseln ist ja schon eine niedliche Art, das zu sagen.
00:11:27: Man kann
00:11:27: es ja auch anders sagen.
00:11:29: Ich möchte jetzt nicht den Song von Tim Peters zitieren, wo das Wort sehr deutlich gesungen wird.
00:11:34: Und ob
00:11:34: das finde ich cool?
00:11:35: Mega!
00:11:36: Mega!
00:11:36: Und wer fühlt das nicht?
00:11:37: Also wer fühlt denn das nicht, dass er manchmal das Schnackseln mit dem Expert nachvermisst und denkt, boah, das war einfach... Du, das
00:11:43: ist wie wenn du in der Dirty Talk machst und du schreibst irgendwie... Ich finde es ja auch furchtbar, wenn du das so durch die Blume schreibst.
00:11:49: Das macht mich auch überhaupt nicht
00:11:50: an.
00:11:50: Nee, das war nicht... Und es ist toll.
00:11:53: Wo wir uns die denken, wo ist die der Thematisch heute?
00:11:55: Nee,
00:11:55: aber ich find das geil, wenn man auch im Schlager sagen kann, wir sind irgendwie zeitgemäß.
00:11:59: Klar.
00:11:59: Die Wortwolle, die hat sich ja auch verändert.
00:12:02: Überlegt doch mal.
00:12:02: Früher Roland Kaiser, gut, das war auch schon frech und anrühchig.
00:12:05: Wir müssen jetzt nicht hier Hand in Hand am Palmenstrand immer.
00:12:07: Kann man auch machen.
00:12:08: Hat alle seine Daseinsberechtigung, aber nicht langweils.
00:12:11: halt irgendwann.
00:12:12: Das
00:12:12: ist halt direkter, ne?
00:12:13: Damals war es halt südlich von
00:12:14: mir.
00:12:15: Genau.
00:12:15: Was man damals überhaupt nicht ... Also, ich hab's nicht begriffen als Kind.
00:12:18: Bis er irgendwann mal jemand dachte, achtet mal bitte auf den Text südlich von mir.
00:12:21: Und was der Kaiser da beschreibt, dachte ich südlich von mir.
00:12:24: Bis ich verstanden hab, um was es da geht, um's schnachseln.
00:12:26: Hat auch ne Weile gedauert, aber da war ich ja klein.
00:12:28: Aber ich meine, warum nicht auch du, deine Freundin und ich?
00:12:31: Geil.
00:12:32: Machen was zusammen.
00:12:33: Mein Gott, ja, machen was.
00:12:34: Also, let's go.
00:12:35: Wenn man Lust drauf hat, ich finde, das könnte man alles ein bisschen offener.
00:12:39: Dieses Blumige, das braucht doch kein Mensch.
00:12:40: Nee, überhaupt nicht.
00:12:41: Es sei denn, man ist sehr romantisch und möchte das Mittelalter auflegen.
00:12:44: Ich hab ja damals mit meinem Kollegen Julian David gesagt, wie lustig wäre es, wenn wir uns einen Tag X rauspicken und dann sprechen wir so wie im Mittelalter.
00:12:52: Da haben wir damals Game of Thrones geguckt,
00:12:54: die Serie.
00:12:55: Und haben gesagt, wie toll wäre es, wenn wir einen Game of Thrones Tag ausrufen.
00:12:59: Und wir sprechen so wie die.
00:13:00: Die hat nämlich auch immer so eine besonderen Redewendung.
00:13:04: Und wir reden, wie die Leute im Mittelalter.
00:13:07: Was würden die Leute denken
00:13:08: um uns herum?
00:13:09: Und das haben wir leider nie gemacht.
00:13:10: Aber ich glaube, es wäre sehr lustig geworden.
00:13:12: Das wäre sehr witzig.
00:13:13: auch alles so ein bisschen mit ganz anderen Worten.
00:13:16: Und war trotzdem aber irgendwie eindeutig.
00:13:20: Also vielleicht lässt du dich davon auch inspirieren.
00:13:22: Vielleicht nehmen wir darf noch ein paar Worte.
00:13:23: Das ist eine Idee.
00:13:24: Oder direkt.
00:13:25: Ich meine, der Weg, du merkst ja, der Weg geht ja zu direkt.
00:13:28: Terre.
00:13:28: Es darf noch nicht jeder, aber ich glaube, der Weg ist so ein bisschen wirklich auch geebene durch gewisse Songs.
00:13:34: Ich finde das wirklich toll.
00:13:35: Dahin müssen wir.
00:13:36: Ja, da
00:13:36: müssen wir.
00:13:37: Und warum auch nicht?
00:13:38: Ich finde, früher gab es halt immer nur Lieder übers Reisen.
00:13:41: Das war so Rote Sonne von Barbaros und so in dem Stil.
00:13:44: Es war so ein bisschen Reisebürokatalog.
00:13:46: Auch schön, gibt es ja heute auch noch.
00:13:48: Hat ja auch viele Fans, auch ein tolles Thema.
00:13:50: Dann finde ich die jungen Leute.
00:13:53: müssen halt auch ein bisschen frecher singen, weil ich glaube, das würde euch jetzt irgendwie so ein Dreißigjähriger da steht und irgendwie das so verblühmt singt und doch alle sagen, was stimmt mit dem nicht.
00:14:03: Das passt ja auch nicht zu dem dann.
00:14:04: Also entschuldigung.
00:14:05: Also dir würde es jetzt auch schon optisch nicht passen, weil wie du schon sagst, tätowiert, frech und dann singst du da irgendwie so.
00:14:10: Zum
00:14:11: Beten geh ich in die Berge, dann sagen die genau, da weiter geht es zum Beten in die Berge.
00:14:14: Genau.
00:14:16: Und das ist ja immer das, was ich sage.
00:14:18: Ich finde Authentizität, diese schwierige Wort, ist am wichtigsten, als Künstler, weil ich persönlich habe so oft Künstler schon gehabt im Interview, die mir irgendwas verkaufen wollten von ihren neuartigen Wechsel.
00:14:30: und sie machen jetzt das und das und ich habe so gedacht.
00:14:33: Ich bin professionell, ich stelle zu dem Thema noch mehrere Fragen, aber mein ganzer Körper, mein ganzes Radar hat gesagt, ähm, genau, das macht jetzt XY, weil die Plattenfirma gesagt hat, da ist der Viren oder kein anderer.
00:14:44: Richtig.
00:14:45: Ja, das Edikett kommt dann irgendwie drauf und ab geht's.
00:14:47: Muss man,
00:14:48: ja.
00:14:48: Ja, und ich denk mir dann noch immer wieder in der Medienwelt, wie viele Leute sind da, die das wirklich leben, die dafür brennen?
00:14:55: Und dann werden Leute eingekauft in Shows.
00:14:57: Die gar nicht dahinter stehen, wo du backstage da sitzt, die sagen sogar, ey, schlocker, scheiß, ich hab alles schon erlebt.
00:15:02: Ich hab immer gedacht, wie doof bist du?
00:15:03: Du sitzt jetzt hier in nem Kreis, dann behalts wenigstens für dich, wenn du schon so deppert bist.
00:15:08: Aber ich bin auch der Meinung, jeder der TV guckt, jede Oma, jeder Opa, wer auch immer.
00:15:13: hat mittlerweile dieses Radar.
00:15:14: Die können jetzt nicht genau fachkundig erklären, was jetzt da vielleicht das Problem ist, aber die Song einfach kommt bei mir an, fühle ich oder fühle ich nicht.
00:15:22: Genau, das ist es.
00:15:22: Und ich glaube, da stellt sich dann relativ schnell raus, hat jemand Erfolg oder nicht, oder ist er eben echt oder nicht, ja?
00:15:28: Ich glaube, dass es immer mehr dorthin gehen wird, der Weg, dass die Leute wirklich, also ich hoffe es, aber ich glaube, das erklärt auch Phänomene, warum es manchmal auch nicht um Gesang geht, weil ja ganz oft auch Leute sagen, oh, na guck mal, also stimmlich bin ich ja allen voran und trotzdem dümpel ich irgendwie.
00:15:43: Das ist ... Wichtig?
00:15:44: Also ich finde es immer noch wichtig, weil ihr seid Sänger und ich finde, das wäre jetzt so, wie wenn ich sagen würde, ich bin Moderatorin und ich kann nicht einen Satz gerade sprechen, wäre auch schwierig irgendwie.
00:15:54: Und wenn ihr jetzt auf der Bühne steht, live singt und da ist jeder dritte Ton irgendwie im Nirgendwo, würde man auch so denken, es gibt noch andere Jobs.
00:16:01: Deswegen ist Singen, finde ich, bei mir ziemlich weit oben.
00:16:04: Ich würde auch als Veranstalter, ehrlich gesagt, von jedem Akt, für den ich überhaupt nur ein Euro Ausgebe immer live gesungen verlangt.
00:16:10: Das wäre, was ich machen würde.
00:16:11: Also ich würde mich gar nicht auf Vollplay weg einlassen.
00:16:13: Das ist einer derjenige, ist heiser, extra angereist und die Stimme ist irgendwo.
00:16:18: Das wäre bei mir schon so was.
00:16:19: Aber ich finde, der Rest ist Charakter, Personality und das Gefühl, wenn man da steht als Gast, und da stehe ich ja auch oft, nehme ich dem oder der, das da oben jetzt ab.
00:16:29: Ja, man muss ein Handwerk irgendwie können.
00:16:31: Das ist die Grundbasis, aber wie du sagst, man merkt relativ schnell, wer feiert.
00:16:35: Letztens haben wir bei Tim Peters... Ja,
00:16:37: da haben wir uns getroffen.
00:16:38: ...auf einem Konzert.
00:16:40: Und das ist auch so ein Paradebeispiel, wie geil und fresh kann deutscher Schlager sein.
00:16:44: Und das ist wirklich auch so ein Weg, wo ich sage, okay, da entwickeln wir uns in eine geile und gute Richtung.
00:16:49: Mega
00:16:49: gut.
00:16:49: Also Soundtechnisch stimmt, da sind wir uns über den Weg gelaufen.
00:16:52: Also ja, wirklich eskaliert zwei Stunden.
00:16:53: Ich kam schweißgebadet aus diesem kleinen Klub.
00:16:55: Das war ja so warm.
00:16:56: Also vielleicht doch, weil er sich ausgezogen hat, aber es war an sich warm.
00:16:59: Also, ich meine, wann gab's das mal, ne?
00:17:01: Dass ein Schlagerstar oben ohne Aufnahmbühne steht.
00:17:04: Ich gefeiert, das ist mehr endlich.
00:17:06: Hier geht, hier geht, jetzt sind wir nicht mehr bei den Six-Facts, jetzt sind wir beim Schlagerkonzert.
00:17:09: Getreut, Album, Motto, Sex, Drugs, Rock'n'Roll, wie ich immer sage, ohne Drugs.
00:17:13: Ja, genau.
00:17:14: Ja, total.
00:17:15: Ja, bin ich voll bei dir.
00:17:17: Und die Drohke, die brauchen wir nicht, weil er ein Gin Tonik.
00:17:18: Dann trinken wir dann danach.
00:17:20: Genau.
00:17:21: Aber letztens, wir haben auch wieder so eine Meldung.
00:17:23: Weiß nicht, ob du das mitbekommen hast auf Facebook, Instagram.
00:17:26: Kommt das Thema Howard Carpendale und Helene Fischer.
00:17:29: Howard Carpendale meckert, weil Helene Fischer zu freizügig auf der Bühne ist.
00:17:33: Ach so?
00:17:33: Okay, ich habe eine Interviewanfrage bekommen.
00:17:36: Und man hat mich gefragt, was hältst du denn davon?
00:17:38: Und ich so, naja, ganz ehrlich, ich verstehe die Problematik überhaupt nicht.
00:17:42: Vor allem so, ist es so freizügig hier, Lena?
00:17:44: Nein.
00:17:44: Ich habe das gar nicht so, also ist es so noch sehr angezogen eigentlich.
00:17:47: Genau,
00:17:47: der erste Mal hat die den Schlager wirklich revolutioniert.
00:17:49: Schon
00:17:50: mit dem Beat.
00:17:51: Super, super schön zum Anschauen.
00:17:53: Und ich hab gesagt, naja, also, für dich, wie die Fische, wie die einmal die Lederhosen aufknöpfen.
00:17:56: Also,
00:17:58: äh, ich find das überhaupt
00:17:58: nicht... Piep!
00:18:00: Sorry, aber ich, ich, da denk ich auch, warum überhaupt so eine Diskussion?
00:18:03: Natürlich weiß ich nicht, ob das genau der Oton vom Howie so war.
00:18:06: Oft wird's ja wirklich so... Ich glaub
00:18:07: nicht.
00:18:08: Ich glaub nicht.
00:18:08: Ich
00:18:08: weiß.
00:18:08: So packt, wie sie es gerade wieder brauchen.
00:18:11: Aber es hat mich wirklich ein bisschen verwundert, weil ich mir dachte, okay, gerade dahin will ich ja, oder dahin soll ich schlage.
00:18:17: Früher, vor Jahren, was war das?
00:18:18: Madonna und Britney Spears, waren es die beiden?
00:18:20: Ja,
00:18:21: mittlerweile fast zwanzig Jahren.
00:18:23: Das war ja ein Riesenskandal.
00:18:24: Hey, oder wenn Robbie Williams halb nackt, da steht Hazel.
00:18:27: Ja.
00:18:28: Punkt, Punkt, Punkt zu.
00:18:29: Oder Justin Timberlake, der beim Superbowl da, Janet Jackson, wie wir uns jetzt nicht hier freigelegt hat.
00:18:34: Also, die Amis waren ja viel größere Skandale.
00:18:37: Das ist ja keine
00:18:38: Sau, was?
00:18:38: Weil ich meine, das ist schon da eine nackte Brust, ob beim Superbohr oder ich meine, das ist schon eine Nummer.
00:18:42: Das muss man erst mal bringen.
00:18:43: Da verstehe ich noch, dann die Leute sagen.
00:18:45: Das ist deine Nummer zu.
00:18:47: Bin ich bei dir?
00:18:47: Aber
00:18:48: Helene, also sie läuft ja jetzt nicht rum im BH und Slip.
00:18:50: Nein.
00:18:51: Und dann denke ich mir, dreht doch im Schlager nicht alle durch und vor allen Dingen.
00:18:54: Man kann es ja mal ganz ehrlich sagen, es sagt ja immer keiner.
00:18:57: Die Schlager-Exts, die sind auch nicht gerade die Bravesten.
00:18:59: Das sind wilde Hunde dabei.
00:19:01: Manchmal auf der Shoparty, ich saß da oft da, Fan von gewissen Künstlern, dachte ich mir, okay, die Bumsparade des deutschen Schlauers oder was.
00:19:10: Kann ja jeder machen, aber ich war leicht verwundern, macht mir krass.
00:19:16: Du kommst so jetzt als achtzehnjähriger mein erster TV-Auftritt.
00:19:19: Ja.
00:19:19: Und dacht mir, es gibt's doch nicht, was ist ja eigentlich los.
00:19:22: Das ist auch alles voll okay.
00:19:24: Ich finde, dass die Schlagerleute gut feiern können auf jeden Fall.
00:19:26: Das
00:19:26: finde ich auch.
00:19:27: Also, wenn man ja immer so denkt, oh, naja, Schlageln, alle brav, dann ist die, aber also jetzt mal so hinter den Kulissen, das ist schon knallt, schon bei den Aftershow-Partys.
00:19:35: Also, alkoholtechnisch und auch vor allem zeitentechnisch.
00:19:38: Ich erinnere mich an sehr vieles Marge-Overboard-Aftershows, da war ich nicht vor fünf im Bett.
00:19:42: Einmal sogar Glanzleistung, da bin ich im Hotel.
00:19:45: hab ich mich meinen Kleid ausgezogen, mich richtig angezogen, bin mit meinem Koffer zum Flughafen und hab nach Berlin geflogen.
00:19:50: Das war richtig, das sind Fantasie, mein Verhängnis geworden, früher um fünf.
00:19:54: Und ich hab mein Hotelzimmer gar nicht genutzt, weil ich direkt von der Afterschule zum Flughafen, weil du nicht vorher
00:19:59: wegkamst, bin
00:19:59: auf dem Parfels gelaufen, mit Tanja Lasch, Schuh in der Hand und um fünf irgendwann, oh nee, oh nee, so, ich geh.
00:20:07: Also, feiern können
00:20:07: wir.
00:20:08: Ja, absoluto.
00:20:09: Ich muss sagen, da sind wir bestimmt wie die Rockkünstler.
00:20:14: Schlimmer vielleicht sogar.
00:20:15: Der Schlager ist nicht so brav.
00:20:17: Das macht schon Spaß mit den Leuten.
00:20:19: Ja, voll.
00:20:19: Und das finde ich ja so cool.
00:20:20: Also, ich finde, alles hat seine Daseinsberechtigung.
00:20:23: Auch die braven, schnulzigen Schlager, die haben ja
00:20:25: auch was.
00:20:26: Ja, der Mix macht.
00:20:27: Jeder kann sich aussuchen aus dem riesigen Feld, was es sein.
00:20:31: Mehr Elektrobeats, mehr Ruhe, mehr im sanfte Themen, mehr vielleicht ein bisschen dreckige Themen.
00:20:37: Wo ist der Geschmack?
00:20:37: Schau, du bist eine Diätentok, Berliner Currywurst und eine Diätentok in Schweinsbrotten.
00:20:41: Du brauchst die
00:20:42: Diätentok.
00:20:42: Ja, total.
00:20:43: Oder wie hat letztens in meinem Coaching jemand gesagt, du belegst das Sandwich ja auch immer anders.
00:20:48: Mal lässt du den Deckel weg, mal ist noch ein Salatblatt mit drauf, mal eine Tomate und dann dachte ich so, ja, du ist ja nicht jeden Tag ein Sandwich mit einer Gokke drin.
00:20:55: Also auch da belegst du es anders.
00:20:57: Und so kann man es ja ein bisschen auch mit Geschmack.
00:20:59: Und das Schöne ist ja auch, dass der Schlager oder ihr als Künstler, ihr habt ja auch das feierwütige Publikum.
00:21:04: Also jetzt reden wir von uns Künstlern, die lange feiern.
00:21:06: Ah, das ist ja nicht nur die Künstler, sondern die Fans.
00:21:08: Ich bin ja seit ... Drei, zehn Jahre auf einer Schlagerreise auf Mallorca mit dabei.
00:21:12: Da sind die letzten früh fast im Bett, wenn ich schon wieder Frühstücke.
00:21:16: Das ist schon auch.
00:21:17: das Publikum kann, feiern, wenn sie wollen.
00:21:19: Die kennt total feiern.
00:21:20: Es ist so ein dankbares Publikum.
00:21:21: Das liebe ich so an den Schlagerleuten.
00:21:23: Das Geile ist früher Schule.
00:21:26: Ich hab da meine ersten Songs aufgenommen.
00:21:28: Die waren nicht besonders geil, die waren eher schlecht.
00:21:31: Ich war auf dem Pausenhof und wurde wirklich oft belächelt.
00:21:35: Ja?
00:21:35: Ich hab die ersten Ladies kennengelernt und die haben mich nur von der Musik eigentlich gekannt.
00:21:40: Und dann stand ich in der Dorf, das ist am Dresen.
00:21:42: Ich immer schön brav mit einer Cola.
00:21:43: Und dann sagt die meine Lady zu mir, hey, lass mal quatschen und du bist doch der Sänger.
00:21:47: Und ich so, ja, ja, da bin ich.
00:21:49: Nach fünf Minuten sagt ihr, dass du mir eigentlich bist ganz cool.
00:21:51: Und ich so, wieso eigentlich?
00:21:52: Den scheiß den du machst, es geht gar nicht.
00:21:56: Also das Typ komme ich jetzt irgendwie gut an, nur die Mucke feiert sie nicht.
00:21:59: Und der Knaller kommt ja jetzt erst.
00:22:00: Die, die früher mir gesagt haben, boah, Scheißschlager, es widert mich an, es nervt ohne Ende.
00:22:05: Die triffst du jetzt im Bierzelt bei uns in Bayern.
00:22:09: Ja.
00:22:09: Massen wir, stehen auf der Bierzeltbank und dann können die jeden Text.
00:22:14: Und dann bin ich mir so frech und gehe hin und sage, nein.
00:22:17: So uncool ist der Schlager doch nicht.
00:22:18: Nein, die Helene und der Gaber, die sag ich ja, wenn es nur die zwei sind, die den Schlager jetzt hinten machen, also am Ende, ich sag immer, auch wenn es nicht jeder zu gibt, aber Schlager ist halt geil und auf Schlager kannst du immer feiern.
00:22:29: Also das ist halt wirklich so.
00:22:31: Also ich auch nicht immer nur Schlager, obwohl ich das wirklich überwiegend höre, ich lebe das wirklich und trenne dafür.
00:22:36: Aber ich brauche auch mal eine Abwechslung von Techno-EDM und keine Ahnung, da gehen wir in den Techno-Club.
00:22:41: Also ich finde das super cool.
00:22:42: Abwechslung
00:22:43: halt.
00:22:43: Also ist, glaube ich, auch in meiner ganzen Zeit, also ich wollte ja eigentlich nicht beim Schlager landen, radio-technisch, ich wollte ja eher so, ich habe mich ja so hier vor dem AMV-Bereich gesehen.
00:22:52: Und ich habe es auch schon öfter mal erzählt im Podcast, weil wirklich für mich, als ich dann die Zusage damals als Praktikantin hatte, noch bei einem anderen Sender, der aber eben Schlager gemacht hat, da saß ich wirklich weinend.
00:23:02: Bei meinen Eltern habe ich gesagt, nein, ich wollte doch über was Cooles machen.
00:23:06: Und ich höre doch gar keinen Schlager.
00:23:08: Und ich kenne die doch alle nicht.
00:23:09: Und was soll ich denn?
00:23:10: Ich war tot traurig.
00:23:12: Und meine Mama guckte mich an und sagte, weißt du, du hast so lange gebraucht oder so lange dran gearbeitet, jetzt beim Radio Fuß zu fassen, weil damals war es noch schwerer als heute.
00:23:22: Und jetzt gehst du diesen Weg.
00:23:23: Du hast da jetzt erstmal ein Praktikum.
00:23:25: Guck, was du daraus machst im Idealfall deiner Ausbildung.
00:23:28: Und dann schauen wir weiter.
00:23:29: und dann am Ende, ob du jetzt da ein Hip-Hop-Song oder ein Schlagersong anmoderierst.
00:23:33: Das Handwerk bleibt doch dasselbe, was du lernst.
00:23:36: Und dann bin ich da gelandet, kam ja relativ schnell in eine Morningshow und hab dadurch die ganzen Künstler kennengelernt und hab dann irgendwie gedacht, die sind alle herrlich verrückt, die sind alle unheimlich dankbar, ich bin gekommen, um zu bleiben.
00:23:46: Und jetzt sind so viele Jahre vergangen und ich kann es mir jetzt gar nicht mehr vorstellen, als Moderatorin nicht im Schlager zu sein, weil ich so viel Spaß da hab an den Menschen ein.
00:23:54: Ich liebe das, ich liebe wirklich meinen Job in der Hinsicht.
00:23:58: Aber jetzt kommt die wichtigste Frage überhaupt.
00:24:00: Deine Eltern sind sicher super stolz?
00:24:02: Ja.
00:24:03: Aber ich weiß, die mögen keinen Schlager.
00:24:04: Genau, die mögen
00:24:05: keinen Schlager.
00:24:05: Dann haben sie deine Sendung.
00:24:07: Ja, ab und an.
00:24:08: Meine Großeltern haben es immer eher gehört.
00:24:10: Mein Opa, der leider nicht mehr da ist, meine Oma und meine Eltern hören aber mittlerweile zum Teil Schlager.
00:24:16: Also, diese große Kaiser-Fans, die mögen sie schon sehr.
00:24:19: Und die würden jetzt nicht zum Konzert gehen, waren aber auch schon mal auf einer Schlagerreise mit.
00:24:23: Sie haben sich dem Thema geöffnet, sind stolz.
00:24:26: Und ich höre halt sehr auf die Frage von Leuten, die ich kennenlerne.
00:24:29: Sag mal, hörst du auch privater Nurschlager?
00:24:31: und ich so, nein, nur weil ich den Job mache, höre ich nicht privat Nurschlager?
00:24:36: Aber ich interessiere mich halt für Menschen.
00:24:38: Und wenn du jetzt hier vor mir sitzen würdest, würdest eine Opa schmettern, würde ich mich auch für dich als Mensch interessieren.
00:24:42: Und ich glaube, das ist dann das Erfolgsrezept.
00:24:45: Und nicht, dass ich eure Biografien alle auswendig kann.
00:24:47: Total.
00:24:47: Kann ich auch nicht.
00:24:48: Aber man merkt, du beliebst Ausschlage.
00:24:50: Also auch wenn du im Publikum stehst, man beobachtet dich so ein bisschen und du saugst es wirklich, detailliert auf und grad haben ja drüber gesprochen, du schaust genau auf, was gehen die Leute steigern, was feiern die?
00:24:59: Ich
00:25:00: mache Recherche halt am Publikum.
00:25:02: Das ist super, und es sollte so mancher Redakteur wirklich machen, weil wenn du oft die Leute triffst bei Events, die meckern meistens, oh, es sind immer nur die gleichen Leute in den Shows, natürlich gibt es Redakteure, die sagen, ja, ein wichtiger TV-Mann sagt dem mal zu mir, ja, man muss aber auch immer schauen, dass man die gleichen drin hat, weil wenn jetzt ein Fremder an deine Haustürklingel ist, ja auch nicht rein, du brauchst im Endeffekt immer dieses Wohlfühlgefühl, das du transportieren willst, verstehe ich voll.
00:25:26: Und wenn man über die Entwicklung vom deutschen Schlager spricht, dann muss man sagen, okay, seid offener, seid Leitgechilder, traut euch mehr, riskiert mehr, auch wenn man mit alten Künstlern spricht, die früher Platte-Deals unterschrieben haben, die in Shows waren.
00:25:40: Oft hast du fünf Minuten von der Show noch Sachen abgeändert, weil sie gerade noch auf der Rotte rauf hatten.
00:25:43: In der heutigen Zeit, wenn der Künstler nicht fünf Stunden vor der TV-Show im Backstage sitzt, drehen alle durch.
00:25:48: Mit
00:25:48: Outfit und allen.
00:25:49: Natürlich das Telefon fünfmal.
00:25:51: Also keiner hat mehr diese Risikobereitschaft.
00:25:54: Das stimmt.
00:25:55: Viele Leuten fehlt halt auch wirklich, ich sag das ganz ehrlich, viele werden so in der Newcomer, was nimmt dann sich raus?
00:26:00: Die Expertise, viele sprechen Überschlager, viele wollen dir die Welt erklären, sind aber mit der Materie null bewandert.
00:26:07: Das ist, wenn du mit einem Veganer in den Steghaus gehst, das geht halt nicht auf die Erkrankung.
00:26:10: Genau,
00:26:11: das geht nicht auf.
00:26:11: Und
00:26:12: aus dem Grund glaube ich, gehen viele Sachen schief funktionieren nicht und das ist brutal schade.
00:26:17: Das ist wirklich schade.
00:26:18: Aber es hat alles auch ein bisschen immer mit Interesse.
00:26:20: Das ist so, ich finde, die Leute, manche sehen es dann halt nur als Job und dann dümpelt man so ein bisschen dahin.
00:26:25: Aber bei dir ist natürlich so, du lebst es, aber wie war eigentlich dein Werdegang überhaupt in die Musik?
00:26:29: Also, du hast jetzt schon immer mal angedeutet als Boop schon, aber wie ist, wie ich da in den Sommer, nämlich letztens auch, da waren auch interessante Erkenntnisse, wie war denn dein Werdegang in die Musik bis dann zum ersten größeren Auftritt?
00:26:40: Du, hab ich erzählt.
00:26:41: Drei Jahre alt, mit einem Opa auf der Bühne.
00:26:43: Optisch, ähnlich wie heute, Lederhosen.
00:26:45: Nur noch
00:26:45: keine Tattoos mit drei.
00:26:46: Und
00:26:46: die Windel hab ich damals noch gebraucht.
00:26:48: Die brauch ich heute auch nicht mehr.
00:26:49: Das ist schon mal beruhigend.
00:26:50: Die kommt aber wieder irgendwann.
00:26:52: Stimmt.
00:26:53: Dann bin ich mit meinem Opa noch die Festzelti gezogen durch Bayern.
00:26:56: Und war da wirklich als kleiner Zweck immer mit dabei.
00:26:59: Damals aber wie Milly Vanilly.
00:27:00: Ich hatte so eine Quetschendumhängung, so ein Aquarium.
00:27:03: Aber du konntest
00:27:03: singen, deswegen der Vergleich nur.
00:27:06: Dann bin ich hier so rum und hab da so eine Show abgezogen.
00:27:09: Und der Opa sagt immer, Du bist halt so ein kleiner, süßer Typ, das finden die Omis jetzt noch super toll, aber du beherrschst ja dieses Teil nicht.
00:27:16: Es ist ja nur Deko und er hat den Probraum, da hat er mit seinen Kollegen geprobt mit der Band und ich habe hier rumgeklimpert wie verrückt.
00:27:23: und irgendwann hat er mir diese Quetschen abgenommen.
00:27:25: und er so, hör auf jetzt, wir müssen wirklich proben und es ist keine Geschichte, es ist wirklich so wie es damals eben war.
00:27:33: Ich habe losgelegt zu singen.
00:27:35: Und Opa war begeistert und sagt, der Mensch, der Bur trifft irgendwie schon.
00:27:38: Kann
00:27:38: er besser als Quetschchen.
00:27:39: Die
00:27:39: Töne, jetzt gucken wir mal, wo es hinführt.
00:27:41: Dann wollte ich halt da immer wieder mit und da hat er mich dann eben schon gefördert.
00:27:45: Und da saß ich noch da eben im Wärtshaus und ich wirklich mitgedrillert, also wirklich wie im Bilderbuch.
00:27:50: Und dann habe ich irgendwie eine klassische Gesangshausbildung gemacht.
00:27:53: Akademie für Musik und Medien.
00:27:54: Ich habe da mein Diplom gemacht, zum TV-Moderator, drei Jahre.
00:27:56: Ich habe da mein Studium gemacht.
00:27:58: Cool.
00:27:58: Kommen eigentlich genau von...
00:28:00: Du bist ja mein Kollege quasi.
00:28:01: Also ohne
00:28:02: TV, aber moderater.
00:28:03: Bring
00:28:03: mir natürlich brutal viel auf der Bühne, fand ich superteuer.
00:28:06: Und dann ging es relativ frilos mit auch zehn, hab ich meinen ersten Plattenvertrag unterschuldigen.
00:28:10: Erste Show beim Stefan Ross irgendwann mal.
00:28:12: Fernsehgarten, Silber Eisen und die ganzen Shows, Ross Anthony.
00:28:16: Und hab da langsam eben Gas gegeben und mich immer weiterentwickelt und mich immer durchgeboxt und durchgekämpft.
00:28:23: Toll.
00:28:23: Ich hab mir das immer simplerer vorgestellt, die ganze Gaurier.
00:28:26: Aber wenn man wirklich dafür brennt und es lebt, dann hält man auch durch.
00:28:30: Und ich glaube, das Wichtigste überhaupt ist ja die sehr Ausdauer.
00:28:33: Sie finden Talente sehr extrem wichtig, wie du gerade gesagt hast, ein Künstler sollte singen können.
00:28:38: Aber Geduld.
00:28:39: Aber Geduld.
00:28:39: Und das haben wir alle nicht, sind wir mal ehrlich.
00:28:41: Also, ich weiß nicht, ob du ein geduldiger Mensch bist.
00:28:42: Ich stand in der letzten Reihe als Geduld verteilt, ich lerne es grad.
00:28:45: Als die Geduld verteilt wurde, stand ich hupend im Stau, oder?
00:28:47: Wirklich,
00:28:48: also ich bei Wimpern und Geduld stand ich wirklich in der aller, aller letzten Reihe.
00:28:52: Wimpern hab ich nicht bekommen und Geduld auch, nicht wirklich gar nicht.
00:28:54: Das
00:28:54: regt mich so furchtbar auf, das ist für mich so schlimm.
00:28:57: Und dann denkst du dir so, du schaust zurück, so dein Werdegang, und losgelegt so mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit,
00:29:07: mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, mit, Fünf Jahre schon, findest du das Kurzsache, der zu mir, hab ich gesagt, fünf Jahre muss man erst mal scharfen durchzuhalten.
00:29:16: Total.
00:29:16: Er sagt, für ihn kommt es voll.
00:29:17: Er wär gern schon woanders nach fünf Jahren, aber nur hat nicht jeder den Benz-Zucker-Effekt.
00:29:22: Manchmal braucht man echt lange.
00:29:23: Alleine, ich denke, wie lange ich von der Schule gewartet hab, dann wirklich bis ich beim Radio Fuß gefasst, ewig hat das gedauert.
00:29:30: Wo ich so dachte, oh, deine Jahre ziehen vorüber.
00:29:33: Und dann hat's aber irgendwie ging's dann auf.
00:29:35: Ja.
00:29:35: Ich glaube,
00:29:35: ich möchte das noch eine Weile machen.
00:29:37: Also alle den Podcast hören.
00:29:40: Ich glaube, Qualität und Fleiß setzen sich immer irgendwie durch.
00:29:42: Natürlich Vitamin B und zur richtigen Seite am richtigen Ort.
00:29:45: Das stimmt schon alles irgendwie.
00:29:47: Das
00:29:47: hatte ich irgendwie nie.
00:29:47: Ich bin irgendwie ohne Vitamin B durchgerutscht.
00:29:50: Nein, total.
00:29:50: Total.
00:29:52: Was Tolle ist, ich finde das total toll.
00:29:53: Ich hatte das so ganz selten.
00:29:55: Ich krieg das mal bei Freunden mit, die dann sagen, jetzt ist mein Ex-Chef dort und dort.
00:29:58: Das hat er mich dort hingeholt.
00:29:59: Und einmal ist bei mir auch tatsächlich, da war es, Vitamin B
00:30:02: auch.
00:30:02: Oder sagen wir mal, so ein Quentchen.
00:30:05: So richtig Zeit, am richtigen
00:30:06: Ort, so was.
00:30:07: Ich glaube, man braucht alles irgendwie besser.
00:30:09: Ich glaube, das Universum muss einen auch ein bisschen lieb haben.
00:30:11: Und manchmal schubst es einen auch in die richtige Richtung, weil es sagt, der Weg ist falsch, jetzt gehen wir
00:30:15: da raus
00:30:16: aus der Nummer.
00:30:17: Manifestierst du?
00:30:18: Ja.
00:30:18: Ja.
00:30:19: Hochinteressantes Thema.
00:30:20: Hochinteressantes
00:30:20: Thema.
00:30:20: Ich lerne jetzt grad, weil ich jetzt auch gelernt hab, viele manifestieren falsch und viele verstehen ja auch mit Manifestieren, wie so, ich sag mal, ich vergleichse mal mit allerdienstwunderlampe, wo ich denke, Leute, nur weil ihr an der Lampe rubbelt und euch abends mal fünf Minuten hinsetzt, die Augen zu habt und sagt so, morgen hab ich einen Porsche, die große Liebe und eine Million auf dem Konto, ist jetzt in einer Woche nicht alles erfüllt.
00:30:41: Nee, nee.
00:30:41: Aber der Grundgedanke von Manifestieren ist so, aber eben doch anders.
00:30:45: Ja, total.
00:30:46: Und ich finde es extrem lustig.
00:30:47: Ich war früher so ein Typ, ich war oft sehr negativ.
00:30:49: Mein Opa hat mir ein Buch gekauft über positive und negativen Medien.
00:30:52: Siehst
00:30:53: du, das Glas war halb leer, richtig?
00:30:55: Und jetzt ist es halb voll?
00:30:55: Ja, voll.
00:30:56: Danke.
00:30:56: Ich finde immer einen Weg.
00:30:57: Und natürlich sind dann auch Kollegen zu mir, jetzt regt das ich auf Instagram wieder auf.
00:31:01: Jetzt ist er wieder deprimiert.
00:31:02: Dann sag ich, Leute, zu einem Einatmen gehört eine Ausatmen.
00:31:05: Schlussendlich, das gehört auch dazu.
00:31:07: Wenn irgendwelche Leute schreiben
00:31:09: ... Emotionen leben.
00:31:10: Ja,
00:31:10: jetzt bist du schon wieder so deprimiert.
00:31:12: Die Leute wollen das ja auch nicht gerne sehen.
00:31:14: Wenn ich depri schau und irgendwie sag, oh, Leute ... das ganze Leben geht man grad richtig auf den Keks, wenn die Scheiß-Medien wählt.
00:31:19: Und dann kommen dann irgendwie Pressemeldungen überall im Internet.
00:31:23: Max Weidner rechnet mit der Schlagerbranche ab.
00:31:25: Und ich denk mir so Leute.
00:31:26: Das ist aber
00:31:26: sehr beliebt.
00:31:26: diese Überschrift.
00:31:27: Hab ich oft auch nach Podcastfolgen schon bekommen.
00:31:29: Und
00:31:29: ich hab mir dann nur gedacht, Leute, was hab ich denen gesagt, dass manche Künstler auch Arschlöcher sind, dass es verdammt viele liebe Leute gibt.
00:31:36: Und dass
00:31:36: es hart ist.
00:31:37: Dass es hart ist und dass viele gewisse Medienmacher auch nicht immer alles richtig machen.
00:31:43: Und dann wird natürlich gemäckert.
00:31:44: und dann denke ich mir, egal welche Berufssporte wir hernehmen.
00:31:47: Es ist alles irgendwie schwierig, es ist nicht immer leicht und überall gibt es die positiven und negativen Seiten.
00:31:52: Klar.
00:31:53: Und ich hab's halt mal gesagt und am Ende haben mich verdammt viele Kollegen angerufen.
00:31:57: Wirklich?
00:31:57: Ja, nach deinem Vors?
00:31:58: Also ich bin im Krankenhaus lag und viele haben gesagt, können wir irgendwas für dich tun?
00:32:02: Also ob das jetzt ein Nino de Angellova oder ein Joey Heinle oder ein Ramon Roselli, der schreibt.
00:32:06: Wie man denkt, cool, es gibt auch tolle Kollegen, die sich wirklich mit einem beschäftigen.
00:32:11: Die ist
00:32:11: auch lesen das Posting mal ganz.
00:32:14: Genau.
00:32:14: Und wie viele Kollegen es gibt, die mir geschrieben haben und ihnen keine Namen, die mir hundertprozent recht gegeben haben oder noch deutlicher waren als ich, wo ich mir dachte, okay, ja, was ja doch nicht so verkehrt.
00:32:25: Obwohl auch Freunde gesagt haben zu mir, Max, das was du jetzt gemacht hast, das ist kontraproduktiv am Ende.
00:32:30: Und ich so, was ist denn bitte kontraproduktiv?
00:32:32: Am Ende jeder Redakteur, der da sitzt und der sich das von mir anhören muss, Der wird sagen, irgendwie hat er ja doch recht, so doof kann man gar nicht sein.
00:32:40: Am Ende wissen wir, wir wissen, wie der Laden läuft.
00:32:43: Wir kennen doch alle das Spiel eigentlich.
00:32:45: Wir kennen die Spielregeln und wir spielen auch mit.
00:32:47: und ich sag, ich bin ja auch keiner, der sich irgendwie dahin stellt und Leute an den Pranger stellt und sagt, diese scheiß Medienwelt, ich hab's mir ausgesucht.
00:32:53: Meine Mama sagt immer ... Ich sag das nicht so laut, du bist echt ein toller Typ, aber deine Talente sind Schlafen, Essen und Singen.
00:33:00: Bleib jetzt auch bitte dran.
00:33:02: Schlafen, Essen und Singen.
00:33:03: Toll.
00:33:04: Ich würde Singen nicht moderieren ergänzen.
00:33:05: Das ist eigentlich bei mir auch schon gesagt.
00:33:07: Stimmt.
00:33:08: Schlafen, Essen und genau.
00:33:10: Bei mir ist es moderierend.
00:33:11: Und
00:33:11: Schnackseln
00:33:13: und Schoppen.
00:33:15: Schoppen?
00:33:15: Schoppen bei dir auch
00:33:17: noch.
00:33:17: Das machen
00:33:18: wir ja auch nicht, oder?
00:33:18: Schoppen nämlich auch gerne.
00:33:20: Ich schoppe nicht so gerne tatsächlich.
00:33:22: Ich bin da wirklich mich nervt, weil es ist mit so vielen Menschen im Laden.
00:33:25: Und dann dieses Anstehen und Snaps.
00:33:26: Online-Shopping hier, oder?
00:33:28: Ja, aber auch nicht so.
00:33:28: Da muss man ja dann auch alles hundertmal bestellen, bis es passt.
00:33:31: Ich bin so in der Mitte.
00:33:33: Mal gehe, ich war mit Anni Perker shoppen.
00:33:35: Aber für sie eher ein immer wieder Sonntagsoutfit, weil spontan dann Auftritt reinkam und hab ich was gekauft.
00:33:40: Und sie hatte immer noch nichts gewonnen.
00:33:41: So endete das wieder.
00:33:43: Deswegen gehe ich nicht shoppen, weil ich finde zu viel.
00:33:45: Aber
00:33:46: es ist natürlich auch was Schönes.
00:33:47: Und wenn du jetzt sagst, du hast ja ehrlich mit der Branche abgerechnet, aber du willst ja trotzdem im gleichen Atemzug, hast du ja gesagt, das ist das, was du
00:33:54: liebst
00:33:55: und du willst auch da bleiben und hast auch gesagt, es gibt ein paar Erneuerungen in diesem Jahr, also du überlegst quasi.
00:34:01: in der Branche zu bleiben, aber ein bisschen andere Wege zu gehen.
00:34:03: Genau.
00:34:04: Wenn
00:34:04: ich das so ... Nicht, dass man sagt, Max Weiner lag auch noch im Krankenhaus, jetzt war er krank, jetzt hat die Schnauze voll.
00:34:09: Nein,
00:34:09: überhaupt nicht.
00:34:10: Da kam natürlich viel zusammen, es hab mich deprimiert.
00:34:12: Wenn man drei Tage im Krankenhaus liegt, kommt man ins Grübeln, man denkt nach und reflekt hier.
00:34:17: Das war so Ende vom Jahr.
00:34:18: Dein Körper hat auch gesagt, man landet ja nicht umsonst im Krankenhaus.
00:34:22: Voll,
00:34:22: weil ich immer hundertprozent dafür gegeben hab.
00:34:25: Viele Kollegen sagen, Mensch, stresst ich nicht rein, sag ich ja.
00:34:27: Aber es gibt einen Unterschied, manche sehen es nur als Job.
00:34:30: Und für mich ist es nicht nur ein Job, es ist eine Leidenschaft.
00:34:33: Und es gibt auch keinen Unterschied zwischen dem Weidner.
00:34:35: Jetzt kennst du mich auch schon ein bisschen privat und vor der Kamera oder vom Mikrofon.
00:34:38: Es gibt halt keinen Unterschied.
00:34:39: Nein,
00:34:40: das stimmt.
00:34:40: Und weil
00:34:40: ich da überhaupt keinen Bock drauf habe.
00:34:42: Das stresst mich, das nervt mich.
00:34:43: Ich bin einfach ein richtiger Schlagerbuhr.
00:34:45: Ich brenne schon immer für das und kann mich auch nicht verstehen.
00:34:48: Und das ist auch oft für viele natürlich nicht einfach.
00:34:50: Wenn man dann immer sagt, wie kann man jetzt den Weidner da irgendwie handeln?
00:34:53: Und weil ich immer sage, Leute, ich will das machen.
00:34:57: Wo ich hundertprozent dahinter stehe, weil der ganze Bums, ist es mir einfach nicht wert in eine Rolle zu schlüpfen.
00:35:02: Ich bin ja kein Schauspieler, ich bin Künstler und ich transportiere Emotionen.
00:35:06: Das sind, du bist ja der beste Musical-Darsteller.
00:35:09: Die können das besser.
00:35:10: Die können mit Gesang in Rollen schlüpfen, weil sie es ja lernen
00:35:12: müssen.
00:35:13: Aber ich mache es eben nicht.
00:35:15: Und darum habe ich gesagt, komm, bleibt ihr immer treuer.
00:35:17: Und natürlich ist man an dem Punkt, wo man sich hin und wieder neu erfindet, wo man überlegt.
00:35:22: Mensch, zieht der Weidner jetzt die Lederhosen aus oder nicht?
00:35:24: Also, wenn ich nicht unvernünftig bin, dann sehe ich die manchmal aus, aber... Wenn
00:35:28: er betrunken ist, dann rennt er nackt durchs Dorf.
00:35:32: Nein, so stell ich mir das jetzt vor, da weiß ich nicht, vielleicht macht auch manche.
00:35:36: Also, ich werde hier das ganze Jahr, ich hab das Gefühl, die Leute zeigen mir, werde ich hier.
00:35:40: Daniel Johnson, Grüße gehen raus, ist auch bald zu Gast,
00:35:42: hat
00:35:42: auch schon ein Popo gezeigt.
00:35:43: Also, ich meine, was ist hier los in sechsundzwanzig?
00:35:46: Du hast gesagt, so schlecht ist das gar nicht.
00:35:49: Das ist super,
00:35:49: aber es ist auch sehr nackt.
00:35:50: Es wird auch sehr ... wird
00:35:52: eingeblendet.
00:35:53: Es wird bald eingeblendet.
00:35:57: Ich bin aktuell dabei, mich neu zu erfinden, zu schauen, wohin geht's.
00:36:00: Schlager ist klar, aber es gibt verschiedene Facetten vom Schlager.
00:36:04: Es gibt hier Party-Schlager, Molly-Schlager.
00:36:07: Andere
00:36:07: Klamotten.
00:36:07: Du hast gesagt, Lederhose, dafür stehst du ja.
00:36:10: Engt dich auch ein, weil wir hatten das ja, sobald man mit Dialekt natürlich singt, das kennen auch andere Kollegen, kannte Andreas Gabarier, sehr viele Jahre, wo DJ Ötzi eigentlich seinen Hit aufgenommen hat, weil er war zu Dialektreich, kennt viele österreichische Kollegen, kennt viele bayerische Kollegen, Dialekt kann halt, mögen halt einige nicht, und dadurch kann der Song halt auf dem Index landen wegen eben dem Dialekt.
00:36:31: Ist halt so, also Oma aus dem Lähkästchen zu plaudern, ist halt beim Musikredaktion, das man dann sagt.
00:36:35: Ja, zu bayerisch.
00:36:36: Dann schränkt man sich natürlich ein.
00:36:38: Der Hinterwähler in der Lederhosen, oft hört man sich das Produkt dahinter gar nicht mehr an und fällt automatisch vom Tisch runter.
00:36:45: Das ist natürlich extrem doof.
00:36:47: Und ich muss auch ehrlich sagen, ich finde es ja auch geil, wenn man sich als Künstler neu erfindet.
00:36:51: Sieht's, so manche Kollegen von mir, die haben gesagt, Max, jetzt ist er schon wieder beim Tattovierer.
00:36:54: Jetzt hat er schon wieder bunte Haare.
00:36:56: Das ist doch ein Hilfeschrei.
00:36:57: Und ich so, was ist das bitte für ein Hilfeschrei?
00:37:01: Ich will mich einfach genau erfinden.
00:37:02: Ich probiere mich gerne aus, ob die Haare jetzt blau sind oder grau oder blond.
00:37:06: Und ob jetzt da irgendwie noch mal ein Tattoo
00:37:08: hinzukommt.
00:37:09: Das ist mir völlig lette.
00:37:10: Das bin halt einfach ich.
00:37:12: Und manchmal darf man auch gar nicht so viel denken und sich verrückt und narisch machen.
00:37:16: Ich merke, ob diese Leute, die selber genau ausbrechen würden, die es eigentlich faust die Kinder den Ohren haben, die kritisieren mich immer.
00:37:21: Die kommen immer mit einem Seigefinger und ich denke mir, ich mache doch genau das, was du gerne machen willst.
00:37:26: Und ich feier mich eigentlich dafür, dass ich mittlerweile sagen kann, Ich scheiß einfach auf alles, weil früher war ich auch so einer, kann ich das machen im Dorf und wie kommt denn das rüber?
00:37:36: Aber echt sein ist das Geiste, was man überhaupt tun kann.
00:37:40: Das ist das Tollste.
00:37:41: Und leider aber, ich weiß nicht, ob das vielleicht so eine Zurückbewegung ist, aber ich finde, diese Echtheit lässt so ein bisschen nach.
00:37:47: Also, das ist so ein bisschen, das ist wie in der Zeit, wo wir hier mal so eine Zeit hatten, wo es ja überall so im Internet immer natürlichkeit, natürlichkeit, natürlichkeit.
00:37:55: Und dann gab es so Werbesports, dann sah man eben auch mal eben nicht mehr Plast, also sah man nicht mehr sei zero, sondern auch Plast-Heist-Models.
00:38:02: Das war dann so ein Hype, man sah ein bisschen ungeschminktere Leute.
00:38:05: Und dann war das so gefühlt zwei Jahre und mit einmal, ohne dass man es in den Fokus gestellt hat, aber es habe ich so festgestellt, dachte ich, gab es wie ein Zurück mit einmal, wann auf den Lauf stecken die Frauen dünner oder aktuell dünner als sie jemals waren.
00:38:18: Wo ist denn jetzt aber die Natürlichkeit und so irgendwie in den letzten fünf Jahren, wo ist die denn wieder hin?
00:38:22: Also sind wir, haben wir uns einmal und so ist mit der Ehrlichkeit.
00:38:25: Eine Zeit lang haben immer Leute, seid authentisch, seid ehrlich und auch das geht zurück.
00:38:30: Ich sehe so viele Paare.
00:38:32: wo ich so denke, oh Gott, diese nur zusammen, weil die Frau oder der Mann richtig grad nicht sein Leben lebt.
00:38:39: Bei Frauen
00:38:39: hab ich das oft, wo ich so denke, stellst du eigentlich schon fest, dass du alles machst, was dein Partner will, aus Angst, der geht, sonst?
00:38:46: Und irgendwie auch dieses Selbstliebe, viele definieren sich nur noch durch eine Beziehung.
00:38:50: irgendwie, finde ich auch so schade.
00:38:51: Natürlich ist es toll, wenn man nicht alleine ist, das versteh ich irgendwie.
00:38:54: Aber du kannst keinen Fundament schaffen, wenn du selber nicht bei dir bist.
00:38:57: Genau.
00:38:58: Das ist
00:38:58: ein richtig guter Satz.
00:39:00: Total.
00:39:00: Und auch, was ich so krass finde, die Leute kratzen nur noch an der Oberfläche rum.
00:39:04: Und wenn du jemand fragst, früher hatten wir doch diese Bücher, diese Freundschaftspücher.
00:39:07: Ja.
00:39:07: Und du musst das dich charakterisieren.
00:39:09: Ja.
00:39:10: Was
00:39:10: bist du denn?
00:39:11: Komm immer, ich bin immer ehrlich.
00:39:13: Und wenn du jemanden fragst, draußen in der Welt.
00:39:16: Ich bin immer loyal und ich bin immer ehrlich.
00:39:18: Und dann denke ich mir so... Ganz ehrlich, wenn du mich jetzt fragen würdest, ich steh da früh auf und versuche jeden Tag, als guter Mensch durchs Leben zu gehen.
00:39:25: Jeder hat mal die Notlüge, jeder flunkert mal.
00:39:28: Wir sind alle nicht perfekt.
00:39:29: und ich denke mir auch, wenn du Social Media ansprichst, es ist schon irgendwie echt so ein Hype, wo auch ich selbst als Mann mir oft denke, boah, bist du jetzt da nicht perfekt, hast eine Unreinheit, mach sie hier weg.
00:39:38: Oder du hast irgendwie eine Falte und sagst, jetzt hab ich mal Botox rein, weil ... weil ich es weghaben will.
00:39:42: Es gibt Nacken, die haupt auch ich.
00:39:44: Das gebe ich ganz ehrlich zu.
00:39:45: Das ist aber
00:39:45: auch gar nicht schlimm.
00:39:46: Es geht ja nicht um perfekte Klons von sich, finde ich.
00:39:49: Aber man muss natürlich irgendwie aufpassen, dass man nicht irgendwie abdriftet in dieses Vergleichen.
00:39:52: Gerade wir Künstler, wir vergleichen ja immer.
00:39:55: Höher, schneller, weiter.
00:39:55: Der ist schon wieder schneller.
00:39:57: Nicht weil man nicht gönnt.
00:39:57: Ich bin brutaler Gönner.
00:39:59: Aber ich denke mir dann immer, was macht den, der vielleicht besser ist, ich?
00:40:02: Ja, genau.
00:40:02: Und dann eiferst du natürlich so nach und möchtest schnell Bewegung reingehen, dann haben wir wieder das Thema Ungeduld.
00:40:07: Das ist manchmal die Hölle.
00:40:08: Deswegen
00:40:09: ist Selbstliebe wirklich auch der Schlüssel.
00:40:11: Weil ich nach so vielen Sachen im vergangenen Jahr einfach dann auch an so einem Punkt war, wo ich nicht mehr konnte, hab ich dann auch so gesagt, okay, ich geh jetzt wirklich in so ein Coaching, wo es darum geht und hab da so andere Ansätze bekommen, auch dass man ganz andere Menschen plötzlich anzieht und so.
00:40:23: Und es ist wirklich so, dass was man ausstreibt, man zieht andere Leute ganz plötzlich an.
00:40:29: Weil wenn man es wirklich fühlt und in seiner Mitte ist und wirklich sagt, ey, ich liebe mich selbst.
00:40:34: Ich stehe heute morgen auf, ich schau in den Spiegel, den Menschen, den hab ich gern, den hab ich lieb.
00:40:38: Und du gehst so raus in diesem Gefühl.
00:40:40: Hast
00:40:40: du eine ganz andere als wenn du früh im Spiegel stehst, sagst, oh, hier wieder ein Pickel, hier hängt's.
00:40:45: Das ist völlig erschmorten.
00:40:47: Dicke sehe ich aus.
00:40:48: Aber gleichzeitig stellst du dann eben auch die Unechtheit von vielen Leuten fest.
00:40:51: Ja, ja.
00:40:52: Möchtest du denken, ihr sagt mal, ihr seid ehrlich oder ey, wir vertrauen doch einander und dann beweist ihr das aber mit Aktionen?
00:40:58: Genau.
00:40:58: Du und sowas Ähnliches hatt ich auch.
00:41:00: Auch Verweidochten wird sie gewiesen, mich hat mich auch so deprimiert.
00:41:03: Weil das Jahr zu Ende ging, es mussten sich noch Dinge zeigen.
00:41:05: Ja, man wird auch so brutal nachdenklich dann.
00:41:08: Und ich dachte mir, boah, weil nach dem Silvester es, es hat mich echt genervt.
00:41:10: Weil ich bin dann wirklich so ein Typ.
00:41:12: Ich dachte mir immer, umso älter man wird, umso entspannter wird man.
00:41:16: In vielen Sachen werde ich das, aber wenn es um dieses Reflektchen geht, nachdenklich werden, dann sitzt du da heim auf der Couch und überlegst so ein und dreißig und dann hab ich mich im Frühjahr von meiner Lady da eben getrennt und dann gehst du irgendwie einen neuen Weg und dann ... Es war meine beste Freundin, muss ich dazu sagen.
00:41:32: Also Partnerin und beste Freundin.
00:41:34: Ja,
00:41:34: es war die Problematik.
00:41:35: Zuerst beste Freundin und dann... Was
00:41:37: eigentlich ja gut ist, wenn man...
00:41:38: Total.
00:41:39: Also was auch gut aufgehen kann.
00:41:40: So war meine erste Beziehung auch und das war die Glücklichste.
00:41:42: Die war eigentlich gut und natürlich haben wir dann irgendwann mal gemerkt, okay als Freundin hätten wir doch besser funktioniert.
00:41:47: Das ist natürlich nicht so einfach.
00:41:49: und dann kommt viel zusammen musikalisch, versucht man selber Fuß zu fassen, man rennt sich von der Plattenfirma, man rennt selber in die Studio, schreibt, probiert und wenn du dann merkst, okay, man kommt oft nur bis zu einem gewissen Punkt.
00:42:00: dann deprimiert es.
00:42:00: und was ich für mich gemerkt habe, was viele nie gedacht haben.
00:42:03: Ich habe wieder eine ganz, ganz tolle Lady kennengelernt, finde ich super.
00:42:06: Gestallt hat es sich aktuell noch ein bisschen schwierig, aber es ist ja wurscht.
00:42:10: Ich glaube, das wird aber gut, weil die ist wirklich toll.
00:42:12: Ich habe selten so ein tolles Mädchen kennengelernt, muss ich ehrlich sagen.
00:42:15: Die saugt mich auch komplett auf, die versteht mich, was ich mache, was ich tue.
00:42:19: Das ist extrem viel wert.
00:42:20: Dann bist du alleine unterwegs.
00:42:23: Du bist oft extrem einsam, finde ich.
00:42:26: Und man hat natürlich immer Freunde um sich herum, aber wenn jeder Ankerpunkt fehlt, dann wirft dich das Musikbusiness viel schneller aus der Bahn.
00:42:32: Und ich habe jetzt so ein bisschen für mich gemerkt, auch Max okay, Musik war ja immer brutal wichtig, Beziehung stand bei mir immer hinten an.
00:42:38: Zu meiner Ex habe ich immer gesagt, du bitte knutschen nicht vor achtzehn Uhr Händchen, gehen wir nicht auf den Keks.
00:42:43: Wirklich?
00:42:43: Ich habe gesagt, das bin
00:42:44: ich nicht.
00:42:45: Ganz ehrlich, wir lachen heute noch drüber.
00:42:47: Aber wenn du ehrlich das kommunizierst, das ist ja
00:42:48: auch... Ja, so war ich aber.
00:42:51: Und ich war auch voll Musik fokussiert und hatte zu dem Zeitpunkt echt so ein bisschen Panikattacken.
00:42:54: Ich war wirklich nicht gut unterwegs.
00:42:57: Und ich habe aber eins für mich gemerkt, das war krass warm.
00:42:59: Ich habe wieder losgelegt, Musik zu machen.
00:43:01: Das hat mich brutal gestärkt.
00:43:03: Und jetzt habe ich eine Lady-Kenne gelernt vor drei Monaten, vor vier Monaten.
00:43:07: Und jetzt bin aber ich der, der brutal liebevoll ist, der gerne vor achtzehn Uhr knutschen will und der eigentlich mehr dieses Beziehungsding sucht, was ich vorher
00:43:16: überhaupt nicht wollte.
00:43:18: Der finde ich jetzt super.
00:43:19: Aber
00:43:19: siehst du, so ändert sich's.
00:43:20: Man merkt auch, wie man sich als Mensch verändert.
00:43:22: und ich finde, wenn du so einen Fundament hast, schauen wir uns Kollegen an.
00:43:25: Nino zum Beispiel, der hat seine Simone.
00:43:28: Und
00:43:28: der hat auch viele Frösche geküsst.
00:43:30: Total!
00:43:31: Oder die alte Garde Andi Borg, die hat seine Birgit.
00:43:34: Und ich finde, das ist immer ganz, ganz cool, wenn man einfach jemand hat, der den Weg mitgeht, weil dir das einfach einen wahnsinnigen Support gibt.
00:43:43: Auf jeden Fall.
00:43:43: Aber ich finde, man muss auch ohne diese
00:43:46: Stütze
00:43:47: existieren.
00:43:48: Und das ist das, was ich erst mal lernen musste.
00:43:50: Ich habe mich dann auch immer so genau, was du sagst.
00:43:52: Ich dachte, ich kann das alles nicht mehr tragen, immer alles alleine.
00:43:54: Ich wünsche mir auch einen starken Partner, so wie du das jetzt sagst.
00:43:58: Es hat mir vorher
00:43:58: auch geklappt.
00:43:59: Darf da dann halt auch nicht ... Es war so ein bildlicher Satz auch bei mir in dem Coaching und das sagt es eigentlich aus.
00:44:04: Du selber bist die Torte.
00:44:06: Du bist die Sahne, du bist der Boden, du bist die Torte.
00:44:09: Und der Partner ist die Kirsche oben drauf.
00:44:12: Und die Kirsche wählst aber du aus.
00:44:13: Und nicht faule Kompromisse, nicht jemand, wo du denkst, der fällt mir morgen doch, und rücken geht er mir über, morgens fremd, oder am dritten Tag eine andere, sondern deine gewählte Kirsche, die die Torte natürlich abrundet, weil die Kirsche da oben muss drauf.
00:44:25: Genau.
00:44:25: Und dann auch so zurückdenkst du die vergangenen Beziehungen, immer wieder okay in dem Moment, wenn so eine Beziehung auseinander geht, dann bist du komplett am Limit, nervlich am Ende.
00:44:34: Aber jetzt im Nachhinein verstehe ich, dass so manche Leute auch ihre Aufgabe haben.
00:44:38: Genau.
00:44:38: Und
00:44:39: das ist die schönste Erkenntnis.
00:44:40: Das Geile ist, ich bin mit allen aber auch immer noch gut.
00:44:44: Ja, ich würde meinem Ex-Partner jetzt auch wieder richtig gut mittlerweile.
00:44:46: Ich bin sehr dankbar dafür.
00:44:47: Der finde ich cool,
00:44:48: der finde ich toll.
00:44:48: Weil für mich ist das so, ist bereinigt irgendwie.
00:44:51: Und ich bin Mensch, ich mag das nicht, wenn man sich nicht in die Augen schauen kann.
00:44:54: Ja, das mag ich auch nicht.
00:44:54: Und wenn man sich immer mal irgendwie über den Weg und wenn man vielleicht eine gute Freundschaft pflegen kann, dann ist doch das super.
00:45:00: Ist das toll.
00:45:00: Und man lernt ja auch draus.
00:45:01: Ich muss zum Beispiel sagen, meine Ex habe ich so viel gelernt und ich habe mich mehr kennengelernt.
00:45:05: Ich dachte mir so, die Knutsche Reihwürste, die ich zusammenziehen wirst, den ich das wirst, den ich aber ja wirklich so ein Typ.
00:45:10: Der echt nicht einfach war.
00:45:12: Ich verstehe es ihm auch in einem Sekunden ein bisschen.
00:45:14: Mit mir ist es nicht immer einfach.
00:45:17: Und jetzt bin aber ich der, der sagt okay, du merkst jetzt erst... wenn die Lady wirklich perfekt ist, dass du auch ein Kompromiss eingehst.
00:45:24: Viele haben mir gesagt, Max, wenn du so richtig verschossen bist, dann merkst du erst, was man alles dafür tut.
00:45:29: Genau.
00:45:30: Das
00:45:30: ist es nämlich.
00:45:31: Ich
00:45:31: war ja auch nie so der typische Beziehungsmensch.
00:45:33: Ich war immer so, ey, für mich, und die Musik ist meine Nummer eins, dann kommt nur lange nix.
00:45:37: Ja, natürlich ist die Musik irgendwie meine Nummer eins.
00:45:40: Aber wenn man sich diese oberflächliche Musik- und Medienwelt anschaut, dann tut das schon gut, wenn man den Ankara einhat, man kann sich auf die Kausch gammeln.
00:45:48: und ist dann doch nicht irgendwie so komplett loa, obwohl ich eine geile Family hab, aber... Die Liebe ist wahrscheinlich.
00:45:54: Ja, und wir alle wollen auch Liebe.
00:45:56: Wir werden sie auch in ... Wir werden sie auch in ... Wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch
00:46:01: in ... ... wir werden
00:46:01: sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir
00:46:13: werden sie auch
00:46:13: in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden sie auch in ... ... wir werden der man ist, mit dem Partner noch gegenseitig erhebt.
00:46:26: Das finde ich halt toll.
00:46:27: Bei mir ist halt immer, in meiner Welt ist halt eine Partnerschaft wirklich etwas, dass sich zwei Menschen so supporten, dass sie durch den anderen noch stärker werden in ihrem jeweiligen Dasein, aber nicht, dass sie abhängig werden von dem anderen, sondern dass sie in dem Dasein noch steigen, wenn man sich gegenseitig so supportet als Team.
00:46:44: Und manche geben sich auch komplett auf.
00:46:46: Ich denke mir mal, Leute, was geht denn ab?
00:46:48: Was
00:46:48: passiert, wenn der weg ist?
00:46:49: Und dann bricht die Welt zusammen.
00:46:51: Dann drehen wir richtig durch.
00:46:52: Und jetzt ist es aus und gefahrt schon mit den Leuten.
00:46:54: Bleibt cool, bleibt gelossen.
00:46:56: Am Ende soll sie ja bereichern.
00:46:58: Genau.
00:46:58: Ja.
00:46:59: Und ich sag auch immer, das hab ich so für mich gelernt und der Vergleich ist ziemlich geil.
00:47:03: Wie oft hat man Beziehungen, wo die Lady, die Fernbedienung war, ich der Fernseher, aber oft kommt die Verbindung nicht her.
00:47:09: Weißt du, was ich meine?
00:47:10: Ja.
00:47:11: So wie wir das wollen hatten hier mit der Technik.
00:47:13: Oder radiottechnisch, die richtige Frequenz.
00:47:15: Genau.
00:47:16: Und dann klappt es nicht.
00:47:17: Es muss matchen.
00:47:18: Und diesen Kompromiss einfach nur eingehen, damit ich sage, ja nur damit ich jetzt nicht allein bin, würde ich auch nie mehr machen.
00:47:23: Weil ich sage, entweder ist da der Mensch da, wo ich sage, das Fläsch nicht komplett, das ist es.
00:47:29: Ich will mich nicht erklären müssen.
00:47:32: Ich habe überhaupt keinen Bock drauf.
00:47:33: Ich habe auch meine Eigenschaften, meine Macken.
00:47:35: Ja,
00:47:35: die gehören noch dazu.
00:47:36: Und
00:47:36: ich will so sein wie ich bin.
00:47:37: Genau.
00:47:37: Wenn ich das nicht sein kann, dann bleibe ich lieber echt allein.
00:47:40: Das ist auch aber eine gesunde Einstellung, glaube ich.
00:47:42: Das ist genauso wie wenn Leute in Beziehungen waren, sich trennen, weil es halt genug Gründe gab und dann wieder zurückgehen in die Beziehung.
00:47:49: Es darf kein Kampf sein, man darf sich dann nicht brutal... Na klar, man muss sich immer anstrengen.
00:47:53: Wenn man immer im Kopf ist und überlegt, mache ich das jetzt meist nicht, das ärgert mich eigentlich.
00:47:57: Das ist schon schlechtes Zeichen.
00:47:59: Es geht auch
00:47:59: darum.
00:48:00: Und das Problem ist auch, wenn wir gerade darüber gesprochen haben, so ein Thema Oberflächlichkeit und so weiter, man hat einem ja auch irgendwie dieses Bauchgefühl abtrainiert.
00:48:07: Genau.
00:48:07: Und das ist aber genau das, was alles weiß.
00:48:09: Und der Bauch weiß ja oft.
00:48:11: Alles.
00:48:11: Feuer.
00:48:12: Viel schneller
00:48:13: als am Ende den Kopf.
00:48:15: Und was es geht, Herz und Bauch, das funktioniert eigentlich perfekt.
00:48:18: Richtig gut funktioniert das.
00:48:20: Man hört halt oft nicht drauf und dann zerdenkt man alles.
00:48:22: Und hier auch letztens gesagt zu der... Ganz, ganz tolle Lady, ich so, du brauchst nicht für alles irgendwie ein Businessplan und ein Konzept.
00:48:30: Regie führt der da oben, schalt den Kopf aus und mach einfach.
00:48:33: Und hör auf dein Bauch.
00:48:35: Mein Bauch weiß manchmal wirklich Sachen, die vorher passieren.
00:48:37: Ich hab das, seitdem ich so viel mit Meditation auch mache, ist es wirklich so, als ich manchmal denke, oh, was mein Bauch ist ja heute, der ist so on fire, der ist so aufgeregt, irgendwas passiert noch.
00:48:47: Und es ist immer so, dass spätestens am nächsten oder übernächsten Tag passiert was.
00:48:51: Ja.
00:48:52: Du, das ist so Intuition, vor allen Dingen, Ich sage immer das Thema Energie.
00:48:56: Das ist Energie.
00:48:56: Über Energie, sag ich immer, brauchen wir gar nicht diskutieren und streiten, weil wir sitzen jetzt da.
00:49:01: Man merkt automatisch, ist es ein Interview, das man oft mal führt oder ist es sympathie, weil man sich kennt, weil man dann auch mal in Gin Tonic trinken geht.
00:49:08: Genau.
00:49:09: Das ist ein Unterschied.
00:49:10: Und du merkst, wenn du in den Raum reingehst, hab ich da einen guten Vibe?
00:49:14: Oder ist der echt, ist er nicht echt?
00:49:15: Wenn viel Leuten zusammenkommt, dann schult man sich ja selber.
00:49:19: Man hat ja irgendwie dann so ein Gespür.
00:49:21: Man geht dann wie so ein Adleraure durch die Gegend.
00:49:23: Das ist oft auch gefährlich.
00:49:25: Weil man oft nicht entspannt ist.
00:49:26: Und Scans, Scans, Scans, viele haben immer gesagt, Herr Weidner, wir können den nicht lesen.
00:49:30: Ich sage mal, eigentlich bin ich ganz ein offener Typ.
00:49:32: Ich kann
00:49:32: grad sagen, bei dir hätte ich das nie gesagt.
00:49:34: Ich
00:49:34: bin halt oft einer, wenn ich jetzt jemanden nicht kenne, meint man oft nicht.
00:49:38: Dann bin ich extrem schüchtern.
00:49:40: Aber das ist ja nicht schlimm, wenn jemand
00:49:41: neu ist.
00:49:41: Dann stelle ich mich an den Dresen.
00:49:42: Letztens habe ich mit dem Mädel darüber diskutiert.
00:49:44: Sie sagt jetzt zu mir, Mensch Max, ich lag mit der ... Kann ich erzählen.
00:49:48: Vier, fünf Stunden im Bett, wir haben es nur angeguckt.
00:49:51: Da lief nichts, wir waren total brav.
00:49:53: Dann ist sie gegangen von der Tür raus und wollte eigentlich fahren.
00:49:56: Ich hab den Schmatzer draufgedrückt.
00:49:58: Du warst die erste Lady in dem Leben, wo ich selber von alleine gesagt hab, dich küsse ich jetzt.
00:50:04: Weil ich vorher immer der Typ war und nicht doof kling.
00:50:06: Aber ich hab nie oft den ersten Schritt machen müssen, weil ich auch ein Schisser war.
00:50:11: Muss ich ehrlich sagen, das meinte ich so mit Schüchtern.
00:50:13: Da hat mir auch mein Herz sofort gesagt, okay, Max.
00:50:16: Du brennst wirklich für das Mädchen, sonst hättest du das nicht getan.
00:50:18: Und so ist es aber auch mit der Musik.
00:50:20: Wenn ich im Studio bin, merke ich die ersten drei Minuten in der Songwriting-Session.
00:50:25: Geht es in eine gute Richtung oder
00:50:26: nicht?
00:50:27: Und eigentlich
00:50:27: kann ich relativ schnell sagen, wo viele gesagt haben, die mag's, lass mal weiter, spinn jetzt, ich so, nee, das können wir gerne machen.
00:50:32: Nach fünf Stunden, wenn der Song fertig ist, finde ich den Scheiße.
00:50:35: Ich fühl's nicht.
00:50:36: Und man kann mir da tausend Sachen erklären und mir da irgendwie wieder ein Konzept schreiben, warum das aufgehen könnte.
00:50:42: Aber wenn ich's ... Dann fühle ich es nicht.
00:50:44: Und es gibt ein Spruch, der heißt Gefühle lügen nicht.
00:50:47: Und ein Gefühl lückt halt echt nicht.
00:50:49: Nein, das Gefühl lückt nicht.
00:50:50: Nee, nee.
00:50:51: Ich glaube, ich weiß nicht mehr genau.
00:50:52: Ich muss den Spruch mal lernen, der jetzt immer in meinem Journal steht.
00:50:55: Und das ist, ich glaube, ich lebe deine Emotionen und nicht deine Gedanken.
00:50:59: Ja, der ist
00:51:00: geil.
00:51:00: Der habe ich mir eingerahmt.
00:51:01: Das war einer der ersten Sätze, die ich da an dem Coaching hatte.
00:51:04: Lebe deine Emotionen und nicht deine Gedanken.
00:51:05: Und der Satz steht für sich, der sagt alles aus.
00:51:07: Ja.
00:51:08: Lieber Max, unsere Zeit ist aus
00:51:09: fast eine Stunde.
00:51:10: Wir trinken jetzt ein Gin Tonic endlich.
00:51:12: Ich habe schon Lust seit fifty-fünf Minuten.
00:51:15: Nein, ich sage, danke schön.
00:51:16: Wünsche dir für deinen neuen Weg ganz viel Erfolg.
00:51:18: Ich darf ja hinter den Kulissen schon ein bisschen sehen.
00:51:20: Ich glaube, es geht auf.
00:51:21: Wir werden das jetzt mal näher noch mal bereden, privat.
00:51:23: Und sobald es dann offiziell ist, werden wir das in der Sendung hier dann noch mal.
00:51:27: kundtun, wenn es dann Neues gibt von Max, okay?
00:51:29: Hey,
00:51:30: Annika, vielen, vielen lieben Dank.
00:51:31: Dann
00:51:31: kommst du wieder her.
00:51:32: Und mir denkt, ich schau vorbei.
00:51:33: Yay!
00:51:34: Vielen Dank, tschüss!
00:51:35: Danke dir, tschau!
00:51:36: Ach, Max Weidner, also das Gespräch, das war wirklich ganz, ganz großes Kino.
00:51:40: Dankeschön an dieser Stelle auch nochmal an Max für diese Offenheit und für diese sehr ehrliche Worte, muss man auch wirklich mal so sagen und dass eben das nicht immer alles gerade so leicht ist, wie es wirkt.
00:51:51: Und kommende Woche, da bin ich auch zurück mit Star-Besuch.
00:51:53: Es klärt sich gerade im Moment, wer es genau sein wird.
00:51:56: Aber es wird auf jeden Fall wieder lustig.
00:51:58: So viel kann ich euch verraten schon mal.
00:52:00: Und bis dahin schreibt uns gerne.
00:52:02: Geht drauf auf antenneschlager.de.
00:52:04: Da gibt's auch unsere E-Mail-Adressen.
00:52:05: Und dann schreibt mir doch gerne mal, wer unbedingt hier in den Antennislager-Star-Talk kommen soll.
00:52:11: Oder vielleicht auch eine Frage an euren Lieblings-Star.
00:52:14: Ich nehm die dann mit ins Interview versprochen.
00:52:16: Und dann freue ich mich, wenn wir uns in einer Woche wieder hören.
Neuer Kommentar